INSA-Ranking: Alice Weidel rückt zur Spitzengruppe auf - Kanzler Merz völlig abgeschlagen

Die AfD setzt ihren politischen Höhenflug fort: Im aktuellen INSA-Politikerranking springt Alice Weidel gleich mehrere Plätze nach vorne und überholt sogar Markus Söder. Während Boris Pistorius weiter souverän an der Spitze bleibt, geraten andere prominente Politiker deutlich unter Druck.

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AfD-Chefin Alice Weidel rückt im neuesten INSA-Ranking in die Spitzengruppe vor. (Foto) Suche
AfD-Chefin Alice Weidel rückt im neuesten INSA-Ranking in die Spitzengruppe vor. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
  • Alice Weidel verbessert sich im INSA-Ranking von Platz 8 auf 4
  • Boris Pistorius verteidigt weiterhin souverän die Spitzenposition
  • Mehrere prominente Politiker verlieren deutlich an Zustimmung

Im aktuellen INSA-Politikerranking hat die AfD-Vorsitzende Alice Weidel einen enormen Sprung gemacht. Die 47-Jährige kletterte innerhalb einer Woche von Position 8 auf den vierten Platz und zog damit an CSU-Chef Markus Söder vorbei.

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Der Aufstieg der AfD-Parteichefin basiert vor allem auf ihrer enormen Popularität bei den eigenen Wählern. Dort erreicht Weidel einen Spitzenwert von 8,5 Punkten. Bei Sympathisanten anderer Parteien sieht das Bild hingegen völlig anders aus: Unter Unions-, SPD- und Grünen-Wählern erzielt sie lediglich zwischen 1,6 und 2,8 Punkten. Insgesamt kommt Weidel auf aufgerundete 4 Punkte – knapp vor Söder mit 3,9 Punkten.

SPD-Politiker Boris Pistorius verteidigt Spitzenposition souverän

An der Spitze des Rankings bleibt alles beim Alten: Boris Pistorius führt die Liste mit 5 Punkten weiterhin an. Der 66-jährige SPD-Politiker genießt parteiübergreifend hohes Ansehen. Sowohl bei SPD- als auch bei Unionsanhängern landet er auf dem ersten Platz, bei Grünen-Wählern auf Rang 2.

Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Baden-Württembergs neuer Ministerpräsident Cem Özdemir und sein nordrhein-westfälischer Amtskollege Hendrik Wüst. Der 60-jährige Grünen-Politiker und der 50-jährige CDU-Mann konnten ihre Punktzahl im Vergleich zur Vorwoche sogar noch leicht steigern. Für die Umfrage befragte INSA insgesamt 2005 Wahlberechtigte.

Linke im Aufwind – und auch Chrupalla legt zu

Im Mittelfeld des Rankings zeigt sich deutliche Bewegung. Besonders die Linkspartei kann Erfolge verbuchen: Fraktionschefin Heidi Reichinnek kletterte von Position 11 auf 10 und verdrängte damit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Die 38-Jährige profitiert vom generellen Aufwärtstrend ihrer Partei. Auch Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner konnte sich verbessern und belegt nun den zwölften Rang. Die 36-Jährige schob sich damit vor Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der auf Platz 13 zurückfiel. Einen beachtlichen Sprung machte zudem AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla. Der 51-Jährige verbesserte sich um zwei Positionen von Rang 16 auf 14 und rückt damit ins Mittelfeld vor.

Klöckner und Bas stürzen ab

Nicht alle Politiker können sich über das aktuelle Ranking freuen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner musste einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Die 53-jährige CDU-Politikerin fiel von Platz 5 auf den achten Rang zurück. Auch bei den Grünen gab es Verschiebungen: Franziska Brantner stieg von Position 17 auf 15 und überholte damit Fraktionschefin Katharina Dröge, die auf Rang 16 abrutschte. Einen spürbaren Dämpfer erhielt zudem Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Die 58-jährige SPD-Politikerin verschlechterte sich um zwei Plätze und findet sich nun auf Rang 17 wieder. Schlusslichter im Ranking sind Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (Platz 18, CDU), Jens Spahn (Platz 19, CDU) und auf dem letzten Platz Bundeskanzler Friedrich Merz (Platz 20, CDU).

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