JD Vance: Trump-Vize vergleicht sich mit "Kevin allein zu Haus" - während Trump in China war

Donald Trump reist nach China und sein Stellvertreter JD Vance blieb im Weißen Haus zurück. Der Trump-Vize verglich sich daher mit "Kevin allein zu Haus". Doch der lockere Spruch von Vance ging gründlich daneben.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Während Donald Trump nach China reiste, blieb JD Vance allein im Weißen Haus. (Foto) Suche
Während Donald Trump nach China reiste, blieb JD Vance allein im Weißen Haus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • JD Vance vergleicht sich bei Trump-Abwesenheit im Weißen Haus mit "Kevin allein zu Haus"
  • Nutzer auf X reagieren mit Spott und bissigen Couch-Witzen
  • Hinter dem missglückten Gag steckt auch ein Machtspiel um Trumps Nachfolge

Während Donald Trump am vergangenen Mittwoch in China landete, stand sein Stellvertreter JD Vance im Eisenhower Executive Office Building vor der Presse und versuchte sich an Humor. "Ich fühle mich manchmal wie Macaulay Culkin in 'Home Alone'", erklärte der Vizepräsident. "Ich gehe ins Weiße Haus und es ist sehr still und niemand ist da, und ich brauche einen Moment, um zu begreifen, was genau los ist." Der Verweis auf den Film Kevin - Allein zu Haus" sollte offenbar für Lacher sorgen. Stattdessen kassierte Vance in den sozialen Netzwerken genau das Gegenteil.

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JD Vance vergleicht sich mit "Kevin allein zu Haus"

Anders als die Filmfigur Kevin, die von ihrer Familie schlicht vergessen wurde, stellte Vance rasch klar: Sicherheitsprotokolle hätten seine Teilnahme an der China-Reise verhindert. Während der Präsident auf der anderen Seite der Welt Gespräche mit Staatschef Xi Jinping führte, nutzte sein Stellvertreter die Gunst der Stunde für einen eigenen Auftritt im Rampenlicht.

Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen vernichtend aus. Zahlreiche Nutzer auf der Social-Media-Plattform X griffen das berüchtigte Couch-Gerücht auf, das Vance seit dem Wahlkampf verfolgt. "Er merkt, dass niemand da ist, um die Sofas zu beschützen", spottete ein Kommentator. Ein anderer schrieb: "Dann fängt er an, die Couch im Oval Office mit dem einladenden Bezug anzustarren." Die Kritik zielte auch auf Vances generelle Fähigkeit zur Selbstironie. "Er ist zum Schreien. Sollte 2029 Stand-up machen", lautete ein sarkastischer Kommentar. Ein weiterer Nutzer fasste zusammen: "Du wirst dort nie wohnen, Vance, genieß es, solange du kannst." Der Humor-Versuch des Vizepräsidenten entwickelte sich damit zum Eigentor.

Trumps Nachfolge-Spielchen

Die versammelte Presse wollte von Vance wissen, was er von der Idee halte, gemeinsam mit Rubio auf einem künftigen Präsidentschaftsticket anzutreten. Eine Option, die Trump zuletzt wiederholt ins Gespräch gebracht hatte. Der Vizepräsident wich aus: "Es gibt nur wenige Themen, über die ich noch weniger sprechen möchte, als darüber, für welches Amt ich in ein paar Jahren kandidieren werde."

Auf die Frage, warum Trump sein Umfeld ständig nach dem besseren Nachfolger ausfrage, reagierte Vance mit einem Seitenhieb auf die Vergangenheit seines Chefs. "Ich glaube einfach nicht, dass es nach dem Präsidenten klingt, einen Fernseh-Wettbewerb darüber zu veranstalten, wer ihm als sein Lehrling nachfolgen soll", sagte er augenzwinkernd in Anspielung auf Trumps frühere Realityshow "The Apprentice". Es sei natürlich, dass Trump "ein bisschen mit uns scherzt". In frühen Umfragen zu möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten für 2028 liegt Vance weiterhin vorne.

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