Donald Trump: Tiefer Fall setzt sich fort - US-Präsident ignoriert Ablehnung 

Über schlechte Umfragewerte wollte Donald Trump in einem Interview nicht sprechen. Er lenkte ab. Der US-Präsident sprach lieber von Wahlsiegen und MAGA-Zustimmung. Für seine Antwort hagelt es im Netz Kritik.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump lenkt erneut von schlechten Umfragewerten ab. (Foto) Suche
Donald Trump lenkt erneut von schlechten Umfragewerten ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke
  • Donald Trump reagiert auf Umfrage-Absturz mit Geschichte von Wahlsiegen
  • US-Präsident weicht Interviewfrage aus und lobt Zustimmung der Republikaner
  • Spott und Häme für Trumps Antwort

Immer mehr Amerikaner verlieren das Vertrauen in die Arbeit von Donald Trump. Darauf wurde der US-Präsident in seinem letzten Interview mit "Fox News" angesprochen. Doch der Republikaner ist darauf aber nicht eingegangen, sondern drehte das Gespräch so, dass er nur die positiven Ergebnisse betonte.

Donald Trumps Umfragewerte stehen auf dem Kopf

Der Iran-Krieg hat die Lage für viele Menschen in den USA verschlechtert. Hohe Lebenshaltungskosten setzen vielen Bürgern zu. Zu dieser Lage wurde eine Umfrage eingeblendet.40,2 Prozent der befragten Personen sind mit seiner Arbeit zufrieden, 56,5 Prozent nicht. Seine Anerkennung stehe auf dem Kopf - und das kurz vor den Zwischenwahlen im November, bei denen Trump aber nicht zur Wahl steht. Daraufhin wurde er gefragt, ob der Krieg und dieser Moment seine Fähigkeit beeinträchtigen würden, den Senat und das Haus zusammenzuhalten.

US-Präsident prahlt mit Wahlsiegen und MAGA-Zustimmung

Trump antwortete darauf nicht und sprach stattdessen von 18 gewonnenen Wahlen. Dabei machte er sich selbst zum Sieger. Als Beispiel für den Erfolg der Republikaner nannte er Indiana. Er verweist später auf eine CNN-Umfrage vom 18. März. Demnach erhalte er zu 100 Prozent Zustimmung von der Republikanischen Partei und MAGA. "Fox News" blendete Harry Enten ein, der am 18. März diese Umfragewerte bei CNN analysierte. Er bezeichnete den Datenanalysten als "netten Kerl", der in die Luft sprang. 

Trump für Antwort verspottet

Dabei soll Trump mit seiner Erzählung wieder ein Problem offengelegt haben: Er erkennt nicht, dass die Ablehnung in der Bevölkerung größer geworden ist. Der Journalist Aaron Rupar teilte einen Ausschnitt des Interviews auf der Plattform X. Das löste Diskussionen aus. "Klassischer pathologischer Narzissmus – ein Teil davon ist Verleugnung – außerdem kann er niemanden anerkennen, der ihn nicht unterstützt – die Kränkung wäre zu groß. Es ist eigentlich NOCH SCHLIMMER, wenn er bei seiner MAGA-Anhängerschaft bei 100 Prozent liegt und landesweit eine Ablehnungsrate von 60 Prozent hat", schreibt ein Nutzer. "Das würde zeigen, dass MAGA im Niedergang begriffen ist und die Zahlen schwinden und einen immer kleineren Teil der Wähler ausmachen", meint ein weiterer User. Gleichzeitig zweifeln einige seine Eignung als US-Präsident an. "Donald Trump lebt in seiner eigenen kleinen Fantasiewelt und ist offensichtlich nicht geeignet, Präsident der USA zu sein", heißt es in einem Kommentar.

Donald Trumps Zustimmung schwindet weiter

Zustimmungswerte unterliegen einem Wandel. In den letzten Wochen sanken sie ab. Mehrere Umfragen zeigen deutlich, dass viele US-Bürger mit Trump unzufrieden sind. So lag die Ablehnung bei einer Umfrage von CNN und Reuters/Ipsos (12. Mai 2026) bei 63 Prozent. In einer Befragung des Emerson Colleges (29. April 2026) liegt der Wert bei 56 Prozent.

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