Sonntagsfrage aktuell: Union fällt rekordverdächtig tief - AfD baut Vorsprung weiter aus

Erstmals liegt die AfD im Sonntagstrend fünf Prozentpunkte vor der Union – während CDU und CSU auf den niedrigsten Wert seit über vier Jahren abstürzen. Die schwarz-rote Koalition hat seit der Bundestagswahl jeden fünften Wähler verloren.

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Die AfD baut ihren Vorsprung auf die Unionsparteien weiter aus, wie eine aktuelle Insa-Umfrage belegt. (Foto) Suche
Die AfD baut ihren Vorsprung auf die Unionsparteien weiter aus, wie eine aktuelle Insa-Umfrage belegt. Bild: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
  • Sonntagsfrage aktuell: So würde Deutschland wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre
  • AfD baut Vorsprung vor CDU und CSU weiter aus
  • Schwarz-rot am Ende? Zustimmung für Bundesregierung auf rekordverdächtigem Tiefststand

In diesem Jahr stehen in Deutschland noch einige Wahlen an, darunter die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Kommunalwahl in Niedersachsen. Wie die Wahlberechtigten in der Bundesrepublik wählen würden, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, zeigt die aktuelle Insa-Umfrage, die die "Bild am Sonntag" aktuell in Auftrag gegeben hat.

Union verliert bei Sonntagsfrage - AfD baut Vorsprung vor CDU und CSU aus

Den Umfrageergebnissen zufolge kann die AfD demnach ihren Abstand zur Union auf fünf Prozentpunkte ausbauen. Im neuen "Sonntagstrend" des Instituts Insa kommt die "Alternative für Deutschland" auf unverändert 28 Prozent, während die Union einen Punkt verliert und nur noch bei 23 Prozent landet. Für CDU/CSU ist das der Zeitung zufolge der schwächste Wert seit mehr als vier Jahren.

Auch die SPD verliert einen Prozentpunkt und liegt nun bei 13 Prozent. Damit erreichen Union und SPD zusammen nur noch 36 Prozent. Die Grünen kommen ebenfalls auf 13 Prozent. Die Werte für Linke (11 Prozent), BSW (3 Prozent) und FDP (3 Prozent) bleiben unverändert.

Schwarz-rot am Ende? Umfrageergebnisse verheerend wie nie zuvor

Für die schwarz-rote Bundesregierung dürften die aktuellen Umfragewerte ein weiterer Schuss vor den Bug sein: Zusammen schneiden die Union und die Sozialdemokraten mit 36 Prozent Zustimmung bei den Wählerinnen und Wählern so schlecht ab wie nie, seitdem die Regierung bei der Bundestagswahl im Februar 2025 gewählt wurde.

Für Hermann Binkert, seines Zeichens Geschäftsführer des Markt- und Sozialforschungsinstitutes Insa, sind die aktuellen Sonntagsfrage-Ergebnisse alarmierend: "Beide Koalitionspartner waren bei der letzten Bundestagswahl noch mit Abstand die stärkste Kraft in ihrem jeweiligen Lager. Diese Stellung haben sie inzwischen verloren", so der Insa-Chef und warnt: "Wenn sich dieser Trend verfestigt, würde das die politische Landschaft in Deutschland deutlich verändern."

Insa fragte für den repräsentativen "Sonntagstrend" 1.200Personen im Zeitraum vom 4. bis 8. Mai: "Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?" Die maximale Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,9 Prozentpunkten. 

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.

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/news.de/dpa/stg

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