Friedrich Merz: Katastrophenbilanz für den Kanzler – so schlimm steht es um Schwarz-Rot
Diese Umfrage-Ergebnisse sind ein Armutszeugnis für Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett. Die schwarz-rote Koalition hat in nur zwölf Monaten sieben Prozentpunkte verloren. Exakt so viel, wie die AfD im gleichen Zeitraum hinzugewonnen hat.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Verheerender Umfrage-Hammer für Friedrich Merz
- Schwarz-Rot verliert sieben Punkte in einem Jahr
- AfD stärkste Kraft in aktueller Insa-Umfrage
- Grüne und Linke erleben ebenfalls Aufwind
Vor fast genau einem Jahr, am 6. Mai 2025, übernahmen Friedrich Merz und seine Koalition aus Union und SPD die Regierungsgeschäfte. Die Erwartungen waren damals enorm hoch. Doch zwölf Monate später zeigt sich ein ernüchterndes Bild: Der angekündigte Reformherbst blieb aus, die Wirtschaft ist unzufrieden, und die Stimmung in der Bevölkerung hat einen Tiefpunkt erreicht.
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Verheerender Umfrage-Hammer für Friedrich Merz und die schwarz-rote Regierung
Die Quittung kommt nun in Form aktueller Umfragewerte. Laut dem jüngsten Insa-Sonntagstrend für "Bild" haben die Regierungsparteien seit der Bundestagswahl im Februar 2025 insgesamt sieben Prozentpunkte eingebüßt. Ein dramatischer Absturz, der die Handlungsfähigkeit der Koalition zunehmend in Frage stellt.
Unerwarteter Umfrage-Hammer für Friedrich Merz – Union verliert vier Punkte
Die Zahlen im Detail offenbaren das ganze Ausmaß der Krise. CDU und CSU erreichen in der aktuellen Erhebung lediglich 24 Prozent. Bei der Bundestagswahl vor gut einem Jahr hatten sie noch 28,5 Prozent der Stimmen geholt. Noch härter trifft es den Koalitionspartner SPD. Die Sozialdemokraten kommen derzeit nur noch auf 14 Prozent - ein deutlicher Rückgang gegenüber den 16,4 Prozent vom Wahltag. Addiert man die Verluste beider Regierungsparteien, ergibt sich ein Minus von sieben Prozentpunkten innerhalb von zwölf Monaten. Gemeinsam erreichen Union und SPD damit nur noch 38 Prozent.
AfD profitiert vom Regierungschaos – Rechtsaußen-Partei stärkste Kraft
Während die Merz-Regierung abstürzt, verzeichnet die AfD einen bemerkenswerten Aufstieg. Mit 28 Prozent liegt sie nun deutlich vor allen anderen Parteien. Gegenüber ihrem Wahlergebnis von 20,8 Prozent bedeutet das einen Zuwachs von rund sieben Punkten - exakt das, was Schwarz-Rot verloren hat. Auch andere Oppositionsparteien können zulegen:
- Die Linke verbessert sich von 8,7 auf 11 Prozent
- Die Grünen steigen von 11,6 auf 13 Prozent
Ganz anders sieht es für BSW und FDP aus: Beide Parteien dümpeln bei jeweils 3 Prozent und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Insgesamt gehen somit zehn Prozent der Wählerstimmen an Parteien ohne Chance auf einen Bundestagseinzug.
Katastrophale Bilanz für Friedrich Merz und Schwarz-Rot nach einem Jahr im Amt
Die Konsequenzen für mögliche Regierungsbildungen sind gravierend. Insa-Chef Hermann Binkert erklärt gegenüber "Bild": "Parlamentarische Mehrheiten sind mit über 45 Prozent möglich." Das Problem: Union und SPD kommen zusammen nur auf 38 Prozent und sind damit weit entfernt von jeder Mehrheit. Ohne Zusammenarbeit mit der AfD bleiben laut Binkert nur zwei Optionen. Ein Bündnis aus Union, SPD und Grünen würde auf 51 Prozent kommen. Alternativ käme eine Koalition mit der Linkspartei auf 49 Prozent. Die Zeiten stabiler Zweier-Koalitionen scheinen damit vorerst vorbei.
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