König Charles III. plant US-Staatsbesuch: Schwebt der Briten-Monarch wegen Donald Trump in Gefahr?

König Charles III. und Königin Camilla steht eine große Reise bevor: Donald Trump erwartet die Royals zum Staatsbesuch in den USA. In Großbritannien schrillen bereits die Alarmglocken: Bringt sich der Monarch mit der USA-Reise in Gefahr?

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Donald Trump kann es kaum erwarten, König Charles III. zum Staatsbesuch in den USA zu begrüßen - doch in Großbritannien regt sich ob der royalen Reisepläne massiver Widerstand. (Foto) Suche
Donald Trump kann es kaum erwarten, König Charles III. zum Staatsbesuch in den USA zu begrüßen - doch in Großbritannien regt sich ob der royalen Reisepläne massiver Widerstand. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

Im September 2025 stattete Donald Trump zusammen mit First Lady Melania Großbritannien einen Staatsbesuch ab und ließ sich von König Charles III. den roten Teppich ausrollen. Nun soll der britische Monarch zum Gegenbesuch in die USA aufbrechen - ein Unterfangen, das in eine weltpolitisch höchst brisante Phase fällt und Sorge um die Sicherheit des Königs schürt.

König Charles III. plant Staatsbesuch bei Donald Trump - doch der Zeitpunkt könnte brisanter kaum sein

Seitens des britischen Königshauses ist zwar noch nicht bestätigt, ob und wann König Charles III. mit Königin Camilla in die Vereinigten Staaten reist, absehbar ist bislang nur, dass das britische Königspaar zu den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der US-amerikanischen Unabhängigkeit im April 2026 nach Washington und New York reisen könnten. Dafür preschte nun US-Präsident Donald Trump vor und fuhr dem Palast-Protokoll mit Anlauf in die Parade.

Donald Trump platzt vor Vorfreude und kann royales Wiedersehen kaum erwarten

Als Donald Trump am 15. März, dem irischen Nationalfeiertag St. Patrick's Day, den irischen Regierungschef Micheal Martin im Weißen Haus empfing, geriet "The Don" einmal mehr gegenüber den Reportern ins Plaudern. Dabei rutschte Trump auch eine Anmerkung über König Charles III. und dessen geplante USA-Reise heraus. "Ich freue mich darauf, den König zu sehen", plauderte der US-Präsident munter drauflos. "Wie Sie wissen, wird er sehr bald kommen."

Großbritannien in Sorge um König Charles III.: Setzt er für Donald Trump seine Sicherheit aufs Spiel?

Was Donald Trump bereits als feststehenden Royals-Reisetermin ansieht, sorgt in Großbritannien indes aktuell für hitzige Debatten. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen ist der Ende Februar 2026 von Donald Trump vom Zaun gebrochene Iran-Krieg, der nicht nur die Nato im Allgemeinen, sondern auch Großbritannien im Speziellen in die Schusslinie rückt. Auf Briten-Premier Keir Starmer ist Donald Trump derzeit überhaupt nicht gut zu sprechen, verweigerte der britische Regierungschef den USA doch überdeutlich die "militärische Zusammenarbeit" im Iran und die US-Nutzung von Stützpunkten der Royal Air Force. Donald Trump reagierte mit wutschnaubender Empörung auf den britischen Affront - in König Charles' Heimatland werden deshalb Stimmen laut, die die Verschiebung des königlichen Staatsbesuches fordern, um die Sicherheit von Charles und Camilla zu gewährleisten.

Britische Politiker fordern Absage von royalem US-Staatsbesuch

Die Abgeordnete Dame Emily Thornberry beispielsweise gab laut "Daily Express" zu bedenken, das Königspaar könnte sich aufgrund des schwelenden Konfliktes im Mittleren Osten in den Vereinigten Staaten peinlichen Situationen ausgesetzt sehen, weshalb es ein klügerer Schachzug wäre, die USA-Reise der Royals zu vertagen. Wörtlich sagte die Politikerin: "Sollte der Staatsbesuch wie ursprünglich geplant über die Bühne gehen, dann würde dies vor dem Hintergrund eines Krieges geschehen, was meiner Meinung nach sehr schwierig ist - und das letzte, was wir wollen, ist, dass Ihre Majestäten blamiert werden." Ein Standpunkt, den sich auch der frühere britische Botschafter in den USA, Sir Peter Westmacott, anschließt: Die britische Regierung habe "die Pflicht, die Monarchie in einer Situation wie dieser zu beschützen" und müsse "die öffentliche Meinung unseres Landes widerspiegeln". Und weiter:

  • "Ich persönlich denke, dass es zum jetzigen Zeitpunkt, während der Krieg in vollem Gange ist, problematisch wäre."
  • "Die US-Regierung führt einen Krieg, den die britische Regierung von Anfang an als eindeutig illegal verurteilte."
  • "Sowohl der Premierminister als auch ich selbst glauben, dass man sich im Palast die Frage stellen wird, wie die britische Bevölkerung über eine solche Reise denken würde. Wie würde man einen Staatsbesuch in den USA gerade jetzt aufnehmen?"
  • "Wäre ein Staatsbesuch nicht ein Indiz dafür, dass der König das Vorgehen des Präsidenten der Vereinigten Staaten billigt? Solange dies andauert, muss darüber diskutiert werden."

Wie die britische Bevölkerung über einen Staatsbesuch des Königs bei Donald Trump denkt, haben aktuelle Umfragen deutlich gezeigt: Einer Erhebung von YouGov zufolge sprachen sich 46 Prozent der befragten Briten für eine Absage des Staatsbesuches in den USA aus, nur 36 Prozent gaben an, die USA-Reise der Royals solle wie geplant über die Bühne gehen.

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/news.de/dpa

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