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Treffen der G7-Gesundheitsminister: Proben für nächste Pandemie: Jugendliche könnten an Leopard-Pocken sterben!

Bei einem Treffen wollen die Gesundheitsminister der G7-Staaten den Ablauf einer Pocken-Pandemie im Jahr 2023 durchspielen. Das berichtet die "Bild". Das Szenario klingt beunruhigend.

Karl Lauterbach und die weiteren Gesundheitsminister der G7-Staaten spielen ein neues Pandemie-Szenario durch. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Die Corona-Pandemie hat weltweit Millionen Menschen das Leben gekostet. Obwohl in vielen Bereichen des Lebens mittlerweile wieder Normalität eingekehrt ist, sterben auch hierzulande immer noch täglich Infizierte an dem heimtückischen Virus. Nicht nur die Angst vor einer weiteren Corona-Welle und erneuten Lockdowns ist allgegenwärtig. Auch Befürchtungen, eine neue Pandemie könnte noch viel schlimmer werden, bleiben. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten wollen im Falle des Ausbruchs einer weiteren globalen Seuche künftig besser gewappnet sein.

Leopard-Pocken würden sich laut Szenario schnell verbreiten

Nach Informationen der "Bild" wollen die Minister bei ihrem Treffen am Donnerstag, 19. Mai, den Ablauf einer Pandemie im Jahr 2023 durchspielen. Bei diesem Szenario würde ein Leopard einen Menschen beißen und ihm ein gefährliches Pocken-Virus übertragen. Die Infektion würde sich dann rasend schnell von Mensch zu Mensch verbreiten. Viele Menschen würden an den sogenannten "Leopard-Pocken" erkranken, ins Krankenhaus eingeliefert und sterben. Außerdem würde die Krankheit viele Langzeitschäden verursachen sowie Jugendliche "unverhältnismäßig" stark betreffen, die ebenfalls häufig daran sterben.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach berät mit Kollegen über fiktive Pandemie

Die Gesundheitsminister um den deutschen Karl Lauterbach (59, SPD) sollen laut "Bild" in drei kurzen Videos mögliche Entwicklungen der Pandemie beschrieben bekommen und haben dann jeweils 25 Minuten Zeit, darüber zu diskutieren. Es gehe darum, über eine "koordinierte Antwort" der G7 nach der weltweiten Verbreitung des Virus zu beraten.

Affenpocken-Virus wurde in Großbritannien entdeckt

Das Szenario der "Leopard-Pocken"-Pandemie wirkt angesichts neuester Meldungen erschreckend real. Kürzlich wurde bei homosexuellen Männern in Großbritannien das sogenannte Affenpocken-Virus nachgewiesen. Experten gaben aber bereits Entwarnung. Nur symptomatisch Erkrankte können das Virus bei engem Kontakt übertragen. Es würde zudem meist nur milde Symptome (unter anderem einen Hautausschlag) hervorrufen.

Twitter-User verhöhnen geplante G7-Übung

Auf Twitter wurde die geplante Übung der G7-Gesundheitsminister kurz nach Veröffentlichung des "Bild"-Berichts heftig diskutiert. Ein Nutzer fragt: "Wie viel Geld kostet uns diese sinnlose Übung für die nächste Fake Pandemie?" Ein weiterer Nutzer sieht darin "das Vorspiel für den nächsten Anlauf der Impfplicht". Und ein anderer kritisiert in Anspielung auf einen deutschen Kampfpanzer: "Zum Glück sind es #Leopardpocken und keine Leopard2Pocken. Die machen sich doch zum Affen."

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/kns/news.de