15.06.2021, 13.43 Uhr

Fledermaustollwut in Minden: Angst vor nächster Seuche! Behörde warnt vor tödlichen Infektionen

In Nordrhein-Westfalen wurde bei einer Fledermaus die seltene Fledermaustollwut nachgewiesen. Das Veterinäramt warnt nun vor dem Kontakt mit den Tieren. Bei einem Biss sollten Betroffene schleunigst einen Arzt aufsuchen.

In Nordrhein-Westfalen wurde bei einer Fledermaus die seltene Fledermaustollwut nachgewiesen. Bild: AdobeStock / Ivan Kuzmin

Während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland immer weiter abnimmt, haben Wissenschaftler bei einem Tier in Nordrhein-Westfalen die seltene Fledermaustollwut nachgewiesen. Behörden warnen nur vor dem Kontakt mit möglicherweise aggressiven Tieren. Für den Menschen besteht Lebensgefahr.

Seltene Fledermaustollwut in Minden nachgewiesen

Die Fledermaus war geschwächt in eine Auffangstation gebracht worden, wie das Veterinäramt im Kreis Minden-Lübbecke am Dienstag mitteilte. Da sich das Tier aggressiv verhielt, wurde es eingeschläfert und zur Untersuchung nach Hannover verschickt. Experten wiesen dort den sehr seltenen Tollwut-Erreger nach.

Behörde warnt Bürger vor aggressiven Fledermäusen

Fledermäuse sollten grundsätzlich nicht ohne feste Lederhandschuhe berührt werden, warnte der Kreis. Tollwutinfektionen seien für Menschen gefährlich, Bissverletzungen müssten unbedingt verhindert werden. Wer eine tote Fledermaus finde, solle sich sofort mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen.

Tödlich für den Menschen! So sollten Sie sich nach einem Fledermaus-Biss verhalten

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die vom Tier auf Menschen übertragen werden kann. Zuletzt war die Tollwut in Nordrhein-Westfalen bei einer Fledermaus im Herbst 2020 belegt worden - im Kreis Lippe. Im vergangenen Jahr waren bundesweit vier Fälle, 2019 neun Fälle registriert worden.Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Mensch mit Tollwut durch eine Fledermaus infiziert, niedriger als ein Sechser im Lotto, aber der Biss eines infizierten Tieres kann tödlich enden. Eine Bisswunde sollte sofort gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Anschließend sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen, damit eine postexpositionelle Impfung erfolgen kann. Ohne Behandlung droht im schlimmsten Fall der Tod.

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bua/fka/news.de/dpa