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Wladimir Putin: Rückzug, Sanktionen, Personal-Flucht! Endgültige Niederlage für den Kreml-Tyrann?

Rückt die endgültige Niederlage von Wladimir Putin näher? Seit Tagen stockt die Ukraine-Invasion. Putins Angriffskrieg entwickelt sich für Russland immer mehr zum wirtschaftlichen, politischen und militärischen Desaster.

Droht Putin die endgültige Niederlage? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Klimentyev

Der 24. März 2022 dürfte für Wladimir Putin der bisher wohl schlimmste Tag seit Beginn seiner "Spezial-Operation" in der Ukraine gewesen sein. Putins Angriffskrieg entwickelt sich für den russischen Präsidenten immer mehr zum wirtschaftlichen, politischen und militärischen Desaster.

Ukraine versenkt Putin-Kriegsschiff "Orsk"

Der Ukraine-Einmarsch gerät seit Tagen (wenn nicht gar Wochen) ins Stocken. Am Donnerstag schafften es ukrainische Truppen erstmals, Putins Invasoren zurückzudrängen. So war es am Hafen der südukrainischen Stadt Berdjansk zu heftigen Explosionen gekommen und das Schiff "Orsk", das mutmaßlich zur Schwarzmeer-Flotte gehörtund Verstärkung für die russischen Truppen an Bord gehabt haben soll, wurde zerstört. Zwei weitere, kleinere Landungsschiffe traten schließlich den Rückzug an.

Nato geht von bis zu 15.000 getöteten russischen Soldaten aus

Nach Einschätzung der Nato sind in der Ukraine bislang zwischen 7.000 und 15.000 russische Soldaten getötet worden. Grundlage der Zahlen seien Angaben der Ukrainer, in Russland verbreitete Informationen sowie nachrichtendienstliche Erkenntnisse, sagte ein ranghoher Militär, der anonym bleiben möchte, am Mittwoch. Auf jeden getöteten Soldaten könnten zudem noch je drei Verletzte kommen. Das zeigten die Statistiken früherer Konflikte. Zum Vergleich: Die Zahl der im Afghanistan-Krieg zwischen 1979 und 1989 getöteten Russen wird insgesamt mit etwa 15.000 angegeben.

Westen beschließt bei Nato-Sondergipfel weitere Sanktionen gegen Russland

Die westlichen Staaten wollen Russland zudem wegen des Kriegs in der Ukraine mit weiteren militärischen und ökonomischen Maßnahmen die Grenzen aufzeigen. Die Nato-Mitglieder verständigten sich am Donnerstag auf einem Sondergipfel in Brüssel auf eine massive Aufrüstung. Der Nato-Oberbefehlshaber in Europa aktivierte überdies Bündnisfähigkeiten zur Abwehr chemischer, biologischer und atomarer Bedrohungen, auch ABC-Abwehr genannt. Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) und die EU vereinbarten überdies neue Sanktionen, die Russland Transaktionen mit Gold deutlich erschweren sollen.

Nato schickt Soldaten an die Ostflanke nach Rumänien, Bulgarien, Ungarn und in die Slowakei

Zusätzlich zur Aktivierung der ABC-Abwehr verstärken die Nato-Mitgliedstaaten derzeit die multinationalen Gefechtsverbände an der Ostflanke (Rumänien, Bulgarien, Ungarn und in die Slowakei) mit zusätzlichen ABC-Elementen, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel sagte. In der Nato wird seit einiger Zeit befürchtet, dass Russland angesichts schleppender Fortschritte im Krieg gegen die Ukraine versucht sein könnte, Massenvernichtungswaffen einzusetzen.

US-Präsident Joe Biden fordert Ausschluss Russlands aus Gruppe der G20

Die US-Regierung verhängte zudem neue Strafmaßnahmen gegen Hunderte Abgeordnete des russischen Parlaments und weitere Mitglieder der russischen Elite. Außerdem sollen russische Rüstungsunternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Die G7 machte bei ihrem Krisengipfel in Brüssel deutlich: Weitere Sanktionen werden bei Bedarf folgen, die Gruppe sei dazu bereit. Nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden sollte Russland aus der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ausgeschlossen werden.

Personal-Flucht! Wladimir Putins Verteidigungsminister wird vermisst

Außerdem hat Wladimir Putin mit Personal-Flucht zu kämpfen. Seit dem 1. März hat man seinen Verteidigungsminister Sergei Schoigu nicht mehr gesehen, weshalb nun über dessen Gesundheitszustand spekuliert wird. Dem Kreml zufolge habe der Putin-Vertraute Herzprobleme. Bei seinen vorerst letzten Auftritt hatte Schoigu Auszeichnungen an Soldaten übergeben, die an der "militärischen Spezialoperation" teilgenommen hatten. Auch Regierungschef Michail Mischusti wurde seit dem 11. März nicht mehr gesehen. Eine Erklärung zu dessen Verschwinden gibt es bisher nicht.

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/sba/news.de