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16.07.2021, 11.02 Uhr

Kim Jong-un: Diktator lässt Corona-Infizierte nach Quarantäne-Lager sterben

Bei Kim Jong-un gibt's kein Corona. Das zumindest lässt der "Oberste Führer" Nordkoreas die Welt glauben. Aktuelle Quellen behaupten nun jedoch, dass Kim seine Corona-Infizierten in Quarantäne-Lager stecken und anschließend sterben lassen würde.

Bei Kim Jong-un gibt's kein Corona. Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Überall auf der Welt kämpft man gegen das Coronavirus - außer in Nordkorea. Das zumindest behauptet die Demokratische Volksrepublik. Während die Corona-Zahlen überall auf der Welt wieder steigen, beteuern nordkoreanische Behörden weiterhin, dass das Land bislang keine bestätigten Fälle von Covid-19 hatte. Allerdings, so berichtet es aktuell "Daily NK", sollen vermehrt Beweise aufgetaucht sein, die belegen, dass auch Menschen in Nordkorea an dem Virus gestorben sind. Der schlimme Verdacht: Lässt Kim Jong-un seine Corona-Infizierten heimlich sterben?

Kim Jong-un schickt Covid-Erkrankte in Quarantäneeinrichtung - Insider offenbaren Corona-Schock

Dem Bericht nach würden in Nordkorea vermehrt Menschen mit Corona-Symptomen sterben, die zuvor aus staatlichen Quarantäneeinrichtungen entlassen wurden. Gegenüber "Daily NK" erklärte eine Quelle, dass bislang etwa 10 Prozent der Menschen, die aus staatlichen Quarantäneeinrichtungen in der Provinz Süd-Pyongan entlassen wurden, nachdem sich ihre Symptome gebessert hatten, anschließend gestorben seien. Gleichzeitig wies die Quelle darauf hin, dass es große regionale Unterschiede bei der Todesrate gebe, da die Anzahl der unter Quarantäne stehenden Personen von Region zu Region unterschiedlich ist.

Nordkoreaner mit Covis-19-Symptomen sterben nach Quarantäne-Lager

Die nordkoreanischen Behörden haben Berichten zufolge in jeder Provinz des Landes staatliche Quarantäneeinrichtungen eingerichtet, in denen Menschen mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion festgehalten werden. Pjöngjang ist jedoch die Ausnahme, da die "Revolutionshauptstadt" keine Einrichtungen für das Coronavirus hat. Nichtsdestotrotz wurde Berichten zufolge eine Quarantäneeinrichtung in der Hafenstadt Nampo errichtet, die in der Nähe von Pjöngjang liegt. Unklar blieb währenddessen, wie viele Personen mit Verdacht auf Covid-19 in den staatlichen Einrichtungen unter Quarantäne stehen. Es wird jedoch berichtet, dass in jeder Einrichtung zwischen 50 und mehr als 1.000 Personen untergebracht sind.

Die nordkoreanischen Behörden ordneten an, dass Menschen mit Fieber von 37,5 Grad oder mehr für 15 Tage zu Hause in Quarantäne bleiben. Wenn sie nach diesem Zeitraum weiterhin Fieber haben, werden sie in die staatlichen Quarantäneeinrichtungen gebracht. Da sich die Menschen durch Bestechung aus den Zwangsaufenthalten in den Einrichtungen befreien können, ist die tatsächliche Zahl der Menschen mit Covid-19-Symptomen vermutlich viel höher.

Nordkorea verschweigt Corona-Fälle: Covid-Leichen heimlich entsorgt

Laut einem Wochenbericht der Weltgesundheitsorganisation vom Dienstag (13.07.) haben die nordkoreanischen Behörden nach eigenen Angaben seit dem 1. Juni 32.512 Bürger auf Covid-19 getestet, wobei alle Tests negativ ausfielen. Aber ist das tatsächlich die Wahrheit? "Daily NK" will herausgefunden haben, dass Kims Sicherheitsleute die Corona-Leichen unter strengen Seuchenschutzprotokollen schnellstmöglich entsorgen würden. Dem Insider zufolge darf niemand - nicht einmal Familienmitglieder - in die Nähe der Leichen.

Nordkoreaner sprechen nicht öffentlich über Coronavirus

Obwohl viele Nordkoreaner sich der wahren Todesursache ihrer Familienmitglieder bewusst sind, schweigen sie weiter darüber. Aus Angst vor einer möglichen Bestrafung würde niemand offen über das Coronavirus sprechen, heißt es. Insider gehen davon aus, dass etwa 50 Prozent der Menschen, die in Kims Quarantäneeinrichtungen kommen, sterben, während die übrigen 50 Prozent nach Hause zurückkehren. Kim Jong-un scheint all das nur bedingt zu interessieren. Berichten zufolge hat sich der "Oberste Führer" des Landes erst einmal in den Urlaub verabschiedet.

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sba/loc/news.de