02.03.2021, 08.40 Uhr

Donald Trump : Nach Verharmlosung der Pandemie! Trump ließ sich heimlich impfen

Donald Trump spielte während seiner Amtszeit die Gefahren der Corona-Pandemie immer wieder herunter. Doch laut Medienberichten ließ sich der Ex-US-Präsident heimlich kurz vorm Auszug aus dem Weißen Haus impfen. Eine Farce für alle Todesopfer.

Donald Trump ließ sich angeblich heimlich gegen das Coronavirus impfen. Bild: dpa

Bei seiner Comeback-Rede ermutigte der ehemalige US-Präsident Donald Trump erstmalig öffentlich die Menschen, sich gegen das Coronavirus zu impfen. Einen Seitenhieb auf seinen Nachfolger Joe Biden konnte sich der 74-Jährige jedoch nicht verkneifen: Dass Biden (78) die Impfung problemlos überstanden habe, zeige wie sicher die Impfstoffe seien. Dabei verriet Trump aber nicht, dass er und seine Frau Melania sich ebenfalls durch ein Vakzin schützen ließen. Und zwar heimlich.

Nach Verharmlosung der Corona-Pandemie: Donald lässt sich heimlich impfen

Die Trumps sollen im Januar unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Weißen Haus geimpft worden sein. Das berichteten die "New York Times" und der Nachrichtensender CNN am Montag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Trump-Berater. Mit Wut reagieren viele Twitter-Nutzer auf diese Nachricht. "How many thousands of lives could he have saved just by rolling up his sleeve on national TV? Mind-boggling selfishness" (auf Deutsch: "Wie viele Tausend Leben hätte er retten können, wenn er im nationalen Fernsehen den Ärmel hochgekrempelt hätte? Wahnsinnige Selbstsucht"), heißt es in einem Tweet.

"Lieber eine halbe Million Menschen getötet!" Twitter wütet gegen selbstsüchtigen Trump

"In January. While he was waiting for the insurrection he was getting what he tried to keep others from getting. His plan is always about killing the average American to the benefit of himself. That is horrifically selfish" (auf Deutsch: "Im Januar. Während er auf den Aufstand wartete, bekam er das, wovor er andere versuchte abzuhalten. In seinem Plan geht es immer darum, den Durchschnittsamerikaner zu seinem eigenen Vorteil zu töten. Das ist schrecklich egoistisch"), wütete eine Twitter-Nutzerin.

"Can you imagine having the platform to save lives by just taking a vaccine in public but being too terrified of looking weak by doing the right thing that you'd rather kill half a million people?" (auf Deutsch: "Können Sie sich vorstellen, die Plattform zu haben, Leben zu retten, indem Sie sich lediglich einen Impfstoff in der Öffentlichkeit verabreichen zu lassen. Aber zu viel Angst davor haben, schwach auszusehen, wenn Sie das Richtige tun, sodass Sie lieber eine halbe Million Menschen töten?"), fragt sich eine weitere. "This is the same guy who admitted to downplaying a pandemic that has claimed 500k yet still held maskless rallies Bc he thought it was politically advantageous" (auf Deutsch: "Das ist derselbe Typ, der zugegeben hat, eine Pandemie heruntergespielt zu haben, die 500.000 Menschenleben gefordert hat und dennoch maskenlose Kundgebungen abgehalten hat, weil er dies für politisch vorteilhaft hielt"), ergänzt ein Twitter-Nutzer.

Joe Biden ließ sich öffentlich impfen, um Vertrauen in das Vakzin bei Bevölkerung zu schaffen

Um Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe zu stiften, hatten sich unter anderem der neue US-Präsident Joe Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und zuvor auch Ex-Vizepräsident Mike Pence öffentlich impfen lassen. Trump dagegen verknüpfte das Thema Impfen vor allem mit Eigenwerbung: Er sieht es auch als seinen Verdienst an, dass gegen das neuartige Virus so schnell Impfstoffe entwickelt wurden.

Während seiner Amtszeit spielte Trump die Gefahren der Corona-Pandemie immer wieder herunter. Dabei waren er und Melania Trump im vergangenen Herbst an Covid-19 erkrankt. Der Ex-Präsident musste deswegen sogar ins Krankenhaus, wo er sich mit einem experimentellen Medikamenten-Cocktail behandeln ließ. Mitte Dezember hatte die damalige Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, gesagt, Trump sei offen für eine Impfung und wolle die Amerikaner auch dazu ermuntern. Pläne für eine Impfung Trumps gebe es aber nicht, sagte sie damals.

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bua/sba/news.de/dpa

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