Drama in New York: Marathon-Läuferin (24) stirbt kurz vor dem Ziel

Nur zwei Meilen vor dem Ziel schickte Rachel Apa ihrem Vater eine letzte Nachricht – ein einziges Wort: "ow". Wenig später brach die 24-Jährige bei ihrem ersten New York Marathon zusammen und starb. Die Hintergründe.

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Eine sportliche Großveranstaltung: Zahlreiche Läufer und Läuferinnen nahmen auch in diesem Jahr am New-York-Marathon teil. (Foto) Suche
Eine sportliche Großveranstaltung: Zahlreiche Läufer und Läuferinnen nahmen auch in diesem Jahr am New-York-Marathon teil. Bild: picture alliance/dpa/FR172147 AP/Heather Khalifa
  • Tödlicher Marathon in New York: 24-jährige Rachel Apa bricht kurz vor dem Ziel zusammen
  • Letzte Nachricht an ihren Vater - kurz darauf stirbt die junge Läuferin
  • Seltene Erkrankung Rhabdomyolyse - das steckt dahinter
  • Apa sammelte Tausende Dollar für die Parkinson-Stiftung

Die 24-jährige Rachel Apa nahm am Sonntag zum ersten Mal am New York Marathon teil – und erreichte das Ziel nie. Nur noch zwei Meilen vom Endpunkt im Central Park entfernt brach die junge Läuferin zusammen, berichtet unter anderem der britische "Daily Star".

Besonders tragisch: Kurz bevor sie kollabierte, hatte Apa ihrem Vater Steve noch eine Textnachricht geschickt. Sie bestand aus einem einzigen Wort: "ow". Beide hielten die Schmerzen für eine normale Begleiterscheinung des kräftezehrenden Rennens, wie ihr Vater gegenüber der Presse schilderte. Er antwortete ihr, dass sie sich auf der Zielgeraden befinde. Wenige Meilen später brach seine Tochter zusammen.

Apa galt als kerngesund und bestens vorbereitet. Sie lief für die Parkinson-Stiftung – in Erinnerung an ihren Großvater, der 2022 an der Krankheit verstorben war.

Läuferin stirbt kurz vor dem Ziel - seltene Erkrankung blieb unentdeckt

Bei Rhabdomyolyse handelt es sich um eine Erkrankung, bei der Muskelgewebe in kurzer Zeit zerfällt. Dabei gelangen gefährliche Substanzen aus den zerstörten Muskelfasern in den Blutkreislauf. Die Folgen können verheerend sein: schwere Nierenschäden, Versagen mehrerer Organe und im schlimmsten Fall der Tod.

Ausgelöst werden kann die Erkrankung durch verschiedene Faktoren. Extreme körperliche Belastung zählt ebenso dazu wie Verletzungen oder Überhitzung des Körpers. Gerade bei Ausdauerwettkämpfen wie einem Marathon kann die enorme Beanspruchung der Muskulatur diesen gefährlichen Prozess in Gang setzen.

Im Fall von Rachel Apa war die Diagnose besonders erschütternd, da die junge Frau vor dem Rennen als vollkommen gesund beschrieben wurde. Monatelang hatte sie sich auf ihren ersten Marathon vorbereitet.

Verzweifelte Hilfe kam zu spät

Als Apa im Central Park zusammenbrach, eilten sofort Umstehende herbei. Zwei Personen, die sich als Ärzte zu erkennen gaben, begannen umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Krankenhaussozialarbeiterin Michaela Nicholas war eine der Ersten an ihrer Seite. Sie hielt Apas Hand und versicherte ihr, dass sie nicht allein sei, während sie gemeinsam auf den Rettungsdienst warteten.

Als das medizinische Team des Marathons eintraf, setzten die Helfer einen Defibrillator ein. Anschließend übernahmen Rettungskräfte den Transport zum Mount Sinai Medical Center. Dort wurde Rachel Apa am Sonntagabend gegen 21.40 Uhr für tot erklärt.

Trotz der schnellen Reaktion zahlreicher Ersthelfer und des professionellen Rettungseinsatzes konnte das Leben der 24-Jährigen nicht gerettet werden.

Ein Lauf im Gedenken an den Großvater

Rachel Apa war alles andere als eine unerfahrene Sportlerin. An der Bucknell University hatte sie Feldhockey auf höchstem College-Niveau gespielt – in der Division I. Für den New York Marathon trainierte sie monatelang intensiv.

Das Rennen hatte für sie eine zutiefst persönliche Bedeutung. Als Mitglied des Parkinson's Champions Teams sammelte sie Spenden für die Parkinson-Stiftung. Ihr Großvater, der 2022 an der Krankheit gestorben war, hatte sie zu diesem Engagement inspiriert. Vor dem Lauf schrieb sie auf LinkedIn: "Mein Großvater war eines meiner Vorbilder beim Aufwachsen. Er brachte mir bei, aktiv zu bleiben, meine Grenzen zu überschreiten und Herausforderungen anzunehmen." Mit über 7.600 Dollar an Spendengeldern übertraf Apa ihr ursprüngliches Ziel von 4.000 Dollar deutlich.

"Es ist unfassbar" - Vater trauert um seine Tochter

Für Rachels Vater Steve ist der Verlust seiner Tochter nicht zu begreifen. Gegenüber der "New York Times" sagte er: "Es ist unfassbar. Perfekte Gesundheit, perfekte Form, 24 Jahre alt." Neben dem Sport hatte die junge Frau aus Pennsylvania eine vielversprechende berufliche Laufbahn eingeschlagen. Sie arbeitete als Produktmanagerin bei TE Connectivity und hatte kürzlich ein berufsbegleitendes MBA-Studium an der Charleston Southern University begonnen.

Die New York Road Runners (NYRR), Veranstalter des Marathons, teilten mit, dass der letzte tödliche Zwischenfall bei dem Rennen im Jahr 2024 stattgefunden habe. In einer Stellungnahme erklärte die Organisation: "Wir sind zutiefst betrübt über den Tod einer unserer Läuferinnen. Unsere Gedanken und unser aufrichtiges Mitgefühl gelten ihrer Familie, ihren Freunden und der gesamten Laufgemeinschaft."

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