Leoparden-Angriff im Safari-Park: Raubkatze zerfleischt Tierpflegerin - Frau stirbt trotz Not-OP

Im niederländischen Safari-Park Beekse Bergen ist eine langjährige Tierpflegerin an den Folgen eines Leoparden-Angriffs gestorben. Eine Not-Operation konnte die Frau nicht mehr retten - nun ermittelt eine Kommission zu den Hintergründen der Tragödie.

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Im niederländischen Safaripark Beekse Bergen ist eine Tierpflegerin an den Folgen eines Leoparden-Angriffs gestorben (Symbolfoto). (Foto) Suche
Im niederländischen Safaripark Beekse Bergen ist eine Tierpflegerin an den Folgen eines Leoparden-Angriffs gestorben (Symbolfoto). Bild: picture alliance/dpa/Zoo Wilhelma | Birger Meierjohann
  • Tödlicher Raubtier-Vorfall in niederländischem Safari-Park Beekse Bergen
  • Tierpflegerin von Leopard angegriffen und zerfleischt
  • Tod trotz Not-OP: Zooangestellte stirbt an schweren Verletzungen

Eine langjährige Tierpflegerin des niederländischen Safariparks Beekse Bergen ist am 27. Oktober ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Frau war am vorigen Wochenende von Persischen Leoparden in einem Innengehege des Parks in Hilvarenbeek angegriffen worden, wie unter anderem die "Bild" berichtet.

Tödliche Leoparden-Attacke in niederländischem Safari-Park

Bei der Attacke erlitt die Pflegerin massive Verletzungen an Kopf und Hals. Trotz einer sofortigen Notoperation waren ihre Überlebenschancen von Anfang an äußerst gering, wie der Park bereits kurz nach dem Vorfall mitgeteilt hatte. Der Name der Verstorbenen wurde unter Berufung auf niederländische Datenschutzbestimmungen nicht veröffentlicht. Die Frau soll Mitte 50 gewesen sein. Der Safaripark bat in einer Stellungnahme um Rücksicht: "Ihr Tod trifft uns alle zutiefst, und wir trauern intensiv mit ihrer Familie, ihren Freunden und Angehörigen."

Raubkatze greift Tierpflegerin an - Kollegin hörte Hilfeschreie übers Funkgerät

Die Pflegerin hatte sich am 24. Oktober um zwei männliche Persische Leoparden gekümmert, die wegen stürmischen Wetters in ein Innengehege gebracht worden waren. Während der Attacke gelang es ihr noch, über ihr Funkgerät einen Notruf abzusetzen. Laut der niederländischen Regionalzeitung "Brabants Dagblad" konnte eine Kollegin dabei ihre Schreie hören. Mitarbeiter des Parks leisteten umgehend Erste Hilfe. Anschließend wurde die Schwerverletzte per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo sie noch am Tag des Unglücks notoperiert wurde. Ob einer oder beide Leoparden an dem Angriff beteiligt waren, ist bislang nicht geklärt. Parkbesucher bemerkten die Aufregung ebenfalls. Eine Besucherin berichtete gegenüber Medien, dass plötzlich mehrere Mitarbeiter und Fahrzeuge in Richtung des Geheges geeilt seien.

Keine Details zu tödlichem Leoparden-Angriff - keine Video-Aufnahmen verfügbar

Wie genau es zu dem tödlichen Zwischenfall kam, ist weiterhin ungeklärt. In der Innenanlage, in der die Leoparden untergebracht waren, befanden sich keine Überwachungskameras. Dass eine Pflegerin ein Gehege betritt, in dem sich die Raubtiere gleichzeitig aufhalten, gilt als höchst ungewöhnlich.

Der Safaripark hat nach dem tödlichen Zwischenfall eine unabhängige Untersuchungskommission eingesetzt, die den genauen Ablauf rekonstruieren soll. Parallel dazu hat auch die niederländische Arbeitsschutzbehörde Ermittlungen aufgenommen. Ein Parksprecher stellte im Gespräch mit dem Regionalsender "Omroep Brabant" klar, dass den Leoparden kein Vorwurf zu machen sei. Die Tiere hätten sich völlig natürlich verhalten. "Sie sind und bleiben Raubtiere", betonte er.

Erfahrene Tierpflegerin von Leoparden zerfleischt - Kommission untersucht Vorfall

Die verstorbene Pflegerin hatte bereits als 17-Jährige im Safaripark Beekse Bergen angefangen und war dem Zoo mit nur wenigen kurzen Unterbrechungen fast vier Jahrzehnte lang treu geblieben. Laut Martin van Hees, dem Leiter der Tierpflege, hatte sie davon acht Jahre lang mit Leoparden gearbeitet. Er beschrieb sie als äußerst erfahrene Kollegin, die stets sehr aufmerksam in Sicherheitsfragen gewesen sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in dem Park zu einem tödlichen Unglück kommt. Bereits 2003 wurde ein 37-jähriger Mitarbeiter von einem Elefanten getötet. Der Safaripark Beekse Bergen gilt als größter Wildtierpark der gesamten Benelux-Region. Rund 1.250 Tiere aus mehr als 150 verschiedenen Arten leben auf dem Gelände nahe der belgischen Grenze.

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