Unwetter-Walze rollt an: Tornado-Gefahr und Hagel-Hammer – diese 3 Regionen trifft es besonders hart

Deutschland steht ein heftiger Wetterumschwung bevor. Während die Temperaturen abstürzen, ziehen Gewitter mit Starkregen, großem Hagel und schweren Sturmböen auf. Vor allem Bayern muss sich auf eine brisante Unwetterlage einstellen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Blitze zucken bei einem abendlichen Gewitter über Mittelfranken. (Foto) Suche
Blitze zucken bei einem abendlichen Gewitter über Mittelfranken. Bild: Alexander Wolf/onw-images/dpa/dpa
  • Schwere Gewitter: Kaltfront bringt Starkregen, Hagel und Sturmböen nach Deutschland
  • Unwetter-Gefahr: Besonders im Südosten Bayerns drohen Superzellen, großer Hagel und schwere Sturmböen
  • Abkühlung: Nach bis zu 32 Grad am Freitag wird es am Wochenende deutlich angenehmer

Heftiger Wetterumschwung in Deutschland: Nach Tagen mit sommerlicher Hitze und schwüler Luft kracht am Freitag (28.08.2026) eine Kaltfront von Westen über das Land. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor verbreiteten Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders brisant ist die Lage im Südosten Bayerns.

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Superzellen und Tornado-Gefahr: Wetterdienst warnt vor Unwetter in Bayern

"Eine Kaltfront schwenkt von West nach Ost über Deutschland und räumt die heiße Luft nach und nach ab", beschreibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung die Wetterlage gegenüber "Bild". Auslöser ist ein Tiefdrucksystem, das sich von Westeuropa ausbreitet und feuchtwarme Luftmassen nach Deutschland führt. Damit sind die Zutaten für teils heftige Gewitter perfekt. Nach der extremen Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage ist die sommerliche Schönwetterphase damit endgültig vorbei. Doch der Übergang fällt alles andere als sanft aus.

Besonders brisant wird die Wetterlage im Südosten Bayerns. Laut DWD können dort schwere Gewitter mit heftigem Starkregen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter, größerem Hagel und Sturmböen bis hin zu Orkanstärke auftreten. Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern sind demnach möglich. Ab dem Nachmittag rechnen Meteorologen mit der Bildung sogenannter Superzellen, wie "The Weather Channel" berichtet. Die Tornadogefahr ist in Bayern daher erhöht. Auch der Hagel könnte beträchtliche Ausmaße annehmen. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern könnten erhebliche Schäden an Autos und Gebäuden verursachen. Die Unwetter sollen sich von den bayerischen Alpen über Oberösterreich in Richtung Tschechien verlagern. Im Laufe des Abends dürfte sich die Lage allmählich entspannen.

Gewitter ziehen durch mehrere Regionen Deutschlands

Nicht nur Bayern muss sich auf heftiges Wetter einstellen. Meteorologen erwarten am Freitag insgesamt drei größere Gewitterbereiche. Eine weitere Gewitterzone liegt im Osten Deutschlands. Dort können sich bereits am Nachmittag einzelne Gewitter entwickeln, die örtlich Starkregen und Sturmböen bringen. Auch Superzellen sind laut "The Weather Channel" nicht völlig ausgeschlossen, das Schadenspotenzial wird jedoch geringer eingeschätzt als im Süden. Eine dritte Zone erstreckt sich ungefähr von Köln über Kassel bis nach Hamburg. Dort können am Nachmittag erneut Gewitter aufziehen. Neben Sturmböen ist örtlich auch kräftiger Starkregen möglich. Klimatologe Dr. Karsten Brandt sieht laut "Bild" insbesondere im Nordwesten die Gefahr von "mehrstündigem, teils gewitterigem Starkregen". Betroffen sein könnten vor allem Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Im Laufe des Abends sollen die Gewitter deutschlandweit zunehmend abziehen.

In der Nacht zum Samstag geht die Gewitteraktivität insgesamt zurück. Im Südosten Bayerns können Starkregen, Hagel und Sturmböen jedoch noch bis in die zweite Nachthälfte hinein auftreten.

Große Abkühlung am Wochenende erwartet

Am Samstag (29.08.2026) beruhigt sich das Wetter deutlich. Nach einem häufig sonnigen Start im Osten und Süden ziehen tagsüber nur vereinzelt Schauer durch. An der Nordsee bleibt es dagegen häufiger bewölkt und zeitweise regnerisch. Die Temperaturen erreichen 21 bis 27 Grad. Damit ist es deutlich angenehmer als während der Hitzephase. An der Nordsee können allerdings weiterhin einzelne stürmische Böen auftreten. Auch der Sonntag (30.08.2026) zeigt sich überwiegend freundlich. Im Norden sind erneut Schauer möglich, während es vom Alpenrand bis zur Lausitz längere sonnige Abschnitte gibt. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 28 Grad. Laut DWD sind am Wochenende keine vergleichbaren Unwetter zu erwarten. Der heftige Wetterumschwung vom Freitag dürfte damit vorerst überstanden sein.

Mit dem Beginn der neuen Woche kehrt die Unbeständigkeit zurück. Am Montag ziehen vor allem in der Nordhälfte wiederholt Schauer durch, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. An den Küsten und im höheren Bergland kann der Südwestwind stürmisch auffrischen. Im Süden und Osten bleibt es dagegen überwiegend trocken. Dort sind Temperaturen von bis zu 27 Grad möglich. Auch Dienstag und Mittwoch bleiben wechselhaft. Vor allem im Norden sowie zwischen Alpen und Donau kann es immer wieder regnen. Dazwischen gibt es jedoch auch trockene Phasen. Die Höchsttemperaturen liegen voraussichtlich zwischen 19 und 26 Grad. Am Donnerstag kann von Nordwesten erneut Regen aufziehen.

Kommt der Sommer im Herbst zurück?

Ganz verabschiedet hat sich der Sommer möglicherweise noch nicht. Einige Wettermodelle deuten laut "Bild" darauf hin, dass im Herbst noch einmal wärmere Luftmassen nach Deutschland gelangen könnten. Vorerst ist davon allerdings wenig zu spüren. Nach Hitze und tropischen Nächten heißt es am Freitag zunächst: Gewitter statt Sonnenschein, Regenschirm statt Sonnencreme.

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/bos/news.de/dpa

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