Unwetter-Alarm: Kaltfront kracht Hitze weg – Wetterdienst warnt vor Superzellen und möglichen Tornados
Deutschland bekommt noch einmal die volle Sommerpackung, doch danach kracht es gewaltig. Nach Temperaturen über 30 Grad zieht eine Kaltfront auf und bringt schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm. Vor allem am Freitag könnte es im Osten und Südosten brenzlig werden.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Letzter Hitzetag: Noch einmal bis knapp 34 Grad möglich
- Kaltfront bringt ab Donnerstagabend heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
- Freitag drohen im Osten und Südosten schwere Gewitter – vereinzelt sind auch Superzellen und Tornados möglich
Das Quecksilber klettert in dieser Woche noch einmal über die 30-Grad-Marke. Doch dann kommt der Wettersturz. Meteorologen vor einer schweren Unwetterlage mit Superzellen, Starkregen und sogar Tornadogefahr.
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Unwetterfront vertreibt Sommerhitze: Wetterdienst warnt vor schwerer Gewitterlage
Am Donnerstag (26.08.2026) zeigt sich der Sommer vielerorts noch einmal von seiner heißen Seite, bevor eine Kaltfront aus Westen die Wetterlage kippen lässt. Während die Temperaturen auf bis zu knapp 34 Grad steigen, braut sich bereits die nächste Unwetterfront zusammen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer "zunehmenden Gewittertätigkeit". Bereits ab Donnerstagabend drohen im Westen schwere Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen. Örtlich können die Gewitter bereits Unwetterpotenzial erreichen. Am Freitag (27.08.2026) dürfte die Wetterlage ihren Höhepunkt erreichen. Bereits in der Nacht ziehen die Gewitter weiter nach Osten. Für Teile West- und Mitteldeutschlands sind mehrstündige gewittrige Regenfälle möglich.
Der DWD warnt vor schweren Gewittern mit hohem Unwetterpotenzial. Besonders betroffen sein könnten die Südosthälfte Deutschlands und Teile des Ostens. Auch im Nordwesten besteht demnach eine leicht erhöhte Unwettergefahr. Im äußersten Osten und Südosten sind noch einmal Temperaturen bis 31 Grad möglich. Die aufgeheizte Luft kann damit zusätzlichen Treibstoff für die Gewitter liefern. Besonders brisant ist die mögliche Kombination verschiedener Unwettergefahren: Neben heftigem Starkregen und Hagel nennt der DWD auch schwere Sturm- bis Orkanböen als mögliche Begleiterscheinungen.
Laut "The Weather Channel" zeigen die Wetterdaten hohe Rotationswerte in den unteren Luftschichten und gleichzeitig eine große atmosphärische Energie. Diese Kombination kann die Entwicklung von Superzellen begünstigen. Vor allem am Freitagnachmittag und -abend wird mit den heftigsten Entwicklungen gerechnet. Teilweise können die Gewitter bis tief in die Nacht hinein aktiv bleiben.
Superzellen-Gefahr: Meteorologen warnen vor möglichen Tornados
Mit der möglichen Entwicklung von Superzellen rückt auch die Frage nach Tornados in den Fokus. Meteorologe Jan Schenk spricht von einer "leicht erhöhten Tornadogefahr". Bei einer solchen Gewitterlage müsse deshalb grundsätzlich auch mit Tornados gerechnet werden. Ob und wie groß die Gefahr tatsächlich ausfällt, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem der genaue Zeitpunkt, an dem die Kaltfront den Osten erreicht, und die Frage, wie stark sich die betroffenen Regionen zuvor noch aufheizen können. Eine konkrete Tornado-Prognose ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Die Wetterlage kann sich bis Freitag noch verändern. Die Kombination aus hoher atmosphärischer Energie und starken Winden in unterschiedlichen Höhen schafft jedoch grundsätzlich Bedingungen, unter denen vereinzelt Tornados entstehen können.
Unwettergefahr lässt erst in der Nacht zum Samstag nach
Die heftigsten Gewitter dürften nach aktuellem Stand erst in der Nacht zum Samstag allmählich abziehen. Vor allem im Südosten Bayerns können sich Gewitter allerdings länger halten und bis in die frühen Morgenstunden andauern. Mit zunehmender Dunkelheit nimmt das Risiko für einige der gefährlichsten Begleiterscheinungen wie großen Hagel, schwere Sturmböen und Tornados tendenziell ab. Starkregen bleibt jedoch auch in der Nacht möglich. Meteorologe Schenk fasst die Entwicklung zusammen: "Freitag bis tief in die Nacht und dann ist es irgendwann vorbei mit Unwetter." Am Samstag (29.08.2026) ziehen laut DWD-Prognose in der Nordwesthälfte noch schauerartige Regenfälle durch. Nach Süden und Osten lockert es dagegen zunehmend auf. Gleichzeitig gehen die Temperaturen deutlich zurück und erreichen nur noch 20 bis 26 Grad.
Wetter am Wochenende: Sommerhitze ist erst einmal vorbei
Mit dem Durchzug der Kaltfront verabschiedet sich die große Hitze zunächst aus Deutschland. Ab der neuen Woche bleibt es im Norden eher herbstlich und unbeständig. Im Süden dürfte sich dagegen überwiegend milderes und trockeneres Wetter halten. Damit steht Deutschland innerhalb weniger Stunden ein deutlicher Wetterwechsel bevor: Auf Hitze folgen Gewitter, Unwettergefahr und anschließend deutlich kühlere Temperaturen.
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