Unwetter-Tragödie: Umgestürzter Baum erschlägt Mann – Videos zeigen Verwüstung
Heftige Gewitter haben in der Nacht zum Samstag weite Teile Deutschlands getroffen. In Sachsen kam ein Mann ums Leben, nachdem ihn ein umstürzender Baum erfasst hatte. Auch in Stuttgart, Hamburg und Oberbayern richteten Sturm und Starkregen erhebliche Schäden an.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- In Rathen (Sachsen) starb ein Mann, nachdem ihn ein umstürzender Baum getroffen hatte
- Mehrere Menschen wurden verletzt, Feuerwehren und Bergwacht waren stundenlang im Großeinsatz
- Auch Stuttgart, Hamburg und Oberbayern meldeten zahlreiche Unwetterschäden – am Hochstaufen brach nach einem Blitzeinschlag ein Waldbrand aus
Die angekündigten Unwetter haben Deutschland mit voller Wucht getroffen. Sturm, Starkregen und Gewitter sorgten in mehreren Bundesländern für Chaos. Besonders dramatisch war die Lage in Sachsen: Im Kurort Rathen kam ein Mann ums Leben, nachdem ihn ein umstürzender Baum getroffen hatte. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, Rettungskräfte waren bis tief in die Nacht im Einsatz.
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Unwetter-Tragödie in Sachsen: Mann stirbt auf dem Weg zur Felsenbühne
Besonders schwer es den Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz. Nach Angaben der Polizei wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt. Drei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen, zehn weitere wurden nach Angaben der Rettungsleitstelle leicht verletzt. Insgesamt brachten die Einsatzkräfte rund 40 Menschen in Sicherheit. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig. "Es ist vor Ort sehr unübersichtlich", erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zudem erschwerte die Dunkelheit den Einsatz erheblich.
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Das Unglück ereignete sich auf einem Zugangsweg zur bekannten Felsenbühne Rathen. Nach ersten Erkenntnissen wurden mehrere Menschen von umgestürzten Bäumen eingeschlossen. Weil das Gelände felsig und schwer zugänglich ist, unterstützte die Bergwacht die Rettungsarbeiten mit Drohnen. "Es scheint eine sehr lokal begrenzte und sehr starke Unwetterzelle gewesen zu sein", sagte ein Sprecher. Offenbar war ein Hang teilweise abgerutscht und hatte zahlreiche Bäume mit ins Tal gerissen. Die für Freitagabend geplante Aufführung des Musicals "Der kleine Horrorladen" wurde abgesagt.
Videos in den sozialen Netzwerken zeigen das Ausmaß der Zerstörung an der Felsenbühne Rathen sowie am Amselsee und der Wanderrast am Amselsee.
Die Wanderrast am Amselsee veröffentlichte einen Vorher-Nachher-Vergleich. "Ein und derselbe Tag. Bild 1 entstand am Nachmittag – Sonnenschein, Boote auf dem Wasser und ein ganz normaler Tag am Amselsee", heißt es zu den Aufnahmen. "Bild 2 entstand nur wenige Stunden später. Kaum zu glauben, wie sich ein Ort innerhalb kürzester Zeit so komplett verändern kann. Der Sturm hat eine unvorstellbare Zerstörung hinterlassen. Der gesamte See ist voller umgestürzter Bäume, rund um den Amselsee wurden ganze Bereiche des Waldes regelrecht niedergerissen. Und das, was auf diesem zweiten Bild zu sehen ist, ist nur ein kleiner Ausschnitt der Schäden."
Umgestürzte Bäume legen Verkehr in Stuttgart lahm
Auch Baden-Württemberg blieb von den Unwettern nicht verschont. Allein in Stuttgart musste die Feuerwehr rund 50 Mal ausrücken. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, beschädigten Fahrzeuge und rissen Stromleitungen herunter. Mehrere Unterführungen liefen voll Wasser. "Bäume fielen auf Pkw, auf Stromleitungen oder auf Straßen", berichtete ein Feuerwehrsprecher. Teilweise war sogar die Zufahrt zu einem Klinikgelände blockiert. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde in Stuttgart niemand verletzt.
Hamburger Feuerwehr zählt fast 100 Einsätze
In Hamburg sorgten Starkregen und Sturm für zahlreiche Einsätze. Zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr rückte die Feuerwehr zu 85 wasserbedingten Einsätzen aus. Hinzu kamen zwölf Alarmierungen wegen lose hängender oder umzustürzen drohender Gegenstände wie Dachziegel oder Zäune. Vor allem die nördlichen und südlichen Stadtteile waren betroffen. Verletzte wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht gemeldet.
Blitz löst Waldbrand in Oberbayern aus
In Oberbayern schlug ein Blitz am Hochstaufen bei Bad Reichenhall ein und setzte einen Wald in Brand. Der einsetzende Regen konnte das Feuer zwar eindämmen, vollständig gelöscht war es am Samstagmorgen jedoch noch nicht. Da Löschhubschrauber nachts nicht eingesetzt werden konnten, sollte der Einsatz erst bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Die Stadt Bad Reichenhall und die Feuerwehr warnten eindringlich davor, das Gebiet rund um den Hochstaufen zu betreten.
Wetterlage bleibt angespannt
Die Unwetter haben erneut gezeigt, welche Folgen heftige Gewitter innerhalb weniger Minuten haben können. Während die Einsatzkräfte in den betroffenen Regionen weiterhin Schäden beseitigen und die Lage bewerten, bleibt vielerorts das Ausmaß der Verwüstungen noch unklar.
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bua/news.de/dpa
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