Unwetter-Alarm in Deutschland: Gewitterfront bringt Hagel, Starkregen und Orkanböen

Explosive Wetterlage in Deutschland: Während im Südosten die Temperaturen auf fast 40 Grad steigen, rollt die nächste Gewitterfront heran. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern. (Foto) Suche
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern. Bild: AdobeStock / Mariia
  • Bei bis zu 39 Grad drohen am Freitag schwere Sommergewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
  • Besonders Thüringen und Sachsen gehören zu den gefährdeten Regionen – örtlich sind Orkanböen bis 120 km/h möglich
  • Nach einer kurzen Abkühlung kommt die nächste Hitzewelle mit neuen Gewittern auf Deutschland zu

Wetter-Knall kurz vorm Wochenende: Während Millionen Menschen am Freitag (31.07.2026) noch einmal bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke schwitzen, braut sich am Himmel Ungemach zusammen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Sommergewittern mit Starkregen, Hagel und heftigen Sturmböen. Die dritte Hitzewelle des Jahres bekommt damit einen abrupten Dämpfer. Die extreme Wetterlage ist aber noch längst nicht vorbei.

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Unwetter-Alarm am 31.07.2026: DWD warnt vor schweren Gewittern auf breiter Linie

Nach Angaben des DWD entwickelt sich ab dem Nachmittag eine brisante Wetterlage. Besonders betroffen ist ein breiter Streifen zwischen Saar und Neiße. Dort drohen Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, größerer Hagel, schwere Sturmböen um 95 km/h sowie vereinzelt sogar Orkanböen bis 120 km/h. Während es im Norden mit 26 bis 29 Grad vergleichsweise moderat bleibt, erreicht die Hitze im Süden ihren Höhepunkt. In der Mitte und im Süden werden verbreitet 30 bis 37 Grad erwartet. Am Oberrhein und an der Donau sind örtlich sogar 38 bis 39 Grad möglich. Am Abend nähert sich schließlich von Südwesten eine Kaltfront, die weitere kräftige Gewitter auslösen kann.

Thüringen und Sachsen besonders von Unwettern bedroht

Auslöser der gefährlichen Wetterlage ist laut DWD ein Frontensystem über Deutschland. Es trennt die heiße Luft im Südosten von deutlich kühleren Luftmassen im Norden. Entlang dieser Wettergrenze können sich ab dem Nachmittag besonders kräftige Gewitter entwickeln. Das größte Unwetterpotenzial besteht dabei in Teilen von Thüringen und Sachsen. Dort sind Hagelkörner mit rund drei Zentimetern Durchmesser, schwere Sturm- bis Orkanböen zwischen 90 und 120 km/h sowie heftiger Starkregen möglich. Auch abseits der Gewitter bleibt es windig. Der Wind dreht im Tagesverlauf von Südwest auf Nordwest und kann deutlich auffrischen.

Die Unwetter könnten nicht nur durch Blitz, Hagel und Sturm Schäden verursachen. Die trockenen Böden in vielen Regionen verschärfen die Situation zusätzlich. "Der Grund ist, dass die Böden so trocken sind, dass sie kaum das Regenwasser aufnehmen können", erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Die Folge: Selbst kurze, intensive Regenschauer könnten lokale Überflutungen auslösen. Auch vollgelaufene Keller sind möglich.

Ein weiteres Risiko entsteht durch die anhaltende Trockenheit. Viele Bäume leiden unter Stress und sind dadurch anfälliger. "Durch den Wind können trockene Äste schnell abbrechen, Menschen verletzen", warnt Brandt. Sein Rat: "Spaziergänger sollten bei einer Unwettergefahr Parks und Wälder meiden." Vor allem bei den erwarteten schweren Böen könnten geschwächte Äste zur Gefahr werden.

Wochenende bringt kurze Abkühlung

In der Nacht zum Samstag ziehen die Gewitter langsam Richtung Osten und Südosten ab. Am Samstag bleibt es dort jedoch weiterhin wechselhaft. Erneut sind kräftige Gewitter mit Starkregen bis etwa 20 Liter pro Quadratmeter, Sturmböen und Hagel möglich. Schwere Unwetter können laut DWD nicht ausgeschlossen werden. Im Norden zeigt sich das Wetter dagegen deutlich ruhiger. Dort bleiben die Temperaturen bei 20 bis 26 Grad. Der Sonntag bringt dann zunächst eine Verschnaufpause: Verbreitet scheint die Sonne, nur in Alpennähe können einzelne Gewitter auftreten.

Doch die Ruhe hält nicht lange. Eine neue Hitzewelle rollt bereits wieder an. Schon ab Montag kehrt die große Hitze zurück. Abseits des Nordens steigen die Temperaturen erneut auf 31 bis 38 Grad. Am Nachmittag entstehen vor allem im Bergland wieder kräftige Gewitter. Punktuell drohen erneut Hagel und Starkregen. In der Nacht zum Dienstag verschärft sich die Wetterlage erneut: Von Südwesten ziehen überregional schwere Gewitter nach Deutschland.

DWD erwartet weitere Gewitter und anhaltende Hitze

Besonders Dienstag und Mittwoch könnten erneut kritisch werden. Dann drohen deutschlandweit heftige Gewitter mit großem Hagel, intensivem Starkregen und schweren Sturmböen. Während sich der Osten weiterhin auf hohe Wärmebelastung einstellen muss, bleibt die Hitze im Süden Deutschlands bestehen. Ein Ende der extremen Wetterlage ist derzeit nicht in Sicht: Deutschland steht offenbar vor weiteren Tagen mit einer Mischung aus Hitzerekorden und Unwettergefahr.

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