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Corona-Impfungen aktuell: Neuer Studien-Schock! Impfschutz hält VIEL kürzer als gedacht

Bisherige Studien wiesen darauf hin, dass die Drittimpfung gegen Corona erst nach fünf bis sechs Monaten nötig sei. So weit, so gut. Doch nun der Schock! Laut neuesten Untersuchungen lässt der Immunschutz schon viel, viel eher nach. Was heißt das für unseren Booster?

Doch keine fünf bis sechs Monate? Einer neuen Studie aus Israel zufolge hält der Impfschutz der Corona-Impfungen viel kürzer als gedacht. Bild: (Symbolbild) sergign/AdobeStock

Dass die Immunwirkung von Corona-Impfungen nach fünf bis sechs Monaten nachlässt, ist seit Langem bekannt. Neueste Untersuchungen aus Israel haben nun allerdings ergeben, dass die Impfwirkung der Corona-Vakzine viel kürzer als gedacht ausfällt. Statt nach fünf oder sechs Monaten wäre eine Booster-Impfung bereits nach drei Monaten erforderlich, um optimal gegen Sars-CoV-2 geschützt zu sein.

Studie untersucht: Wie lange schützt Corona-Impfung vor Ansteckung?

Zehntausende Geimpfte wurden in Israel für die Studie rund um das Team von Dr. Ariel vom Forschungsinstitut der israelischen Krankenkasse Leumit untersucht. Fokus der Studie: die Dauer des Impfschutzes von Comirnaty - dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer. Wie die "Bild" berichtet, testete man für die Studie 83.057 Erwachsene aus Israel, die zweimal mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin geimpft wurden, einmal im Monat mit einem PCR-Test auf eine Sars-CoV-2-Infektion. Statistikexperte Prof. Christian Hesse erklärt gegenüber "Bild": "Dabei wurde festgehalten, welcher Anteil der Tests positiv war. Hieraus kann geschlossen werden, ab wann und wie stark der Impfschutz abnimmt."

Corona-Impfung von Biontech: Impfschutz drei Monate stabil

Dank der großen Anzahl an Proband:innen handelt es sich bei der israelischen Untersuchung um eine repräsentative Studie. Die Ergebnisse der Studie, die im "British Medical Journal" veröffentlicht wurden, waren zudem statistisch signifikant. Eine der Erkenntnisse bestand darin, dass sich der Impfschutz von Biontech/Pfizer in den ersten drei Monaten nach der zweiten Impfung auf konstant hohem Niveau befindet. Prof. Hesse zu "Bild": "Nur 1,3 Prozent der Tests waren positiv in diesem Zeitraum, zeigten also frühe Impfdurchbrüche bei den Probanden."

Corona-Immunschutz schwächt sich nach drei Monaten ab

Doch bereits in den Folgemonaten ließ der Impfschutz nach:

  • erste drei Monate nachZweitimpfung: 1,3 Prozent Ansteckungen
  • vierter Monat nach Zweitimpfung: 2,4 Prozent Ansteckungen
  • fünfter Monat nach Zweitimpfung: 4,6 Prozent Ansteckungen
  • sechster Monat nach Zweitimpfung: 10,3 Prozent Ansteckungen
  • siebter Monat nach Zweitimpfung: 15,5 Prozent Ansteckungen

Nach drei Monaten starkem Impfschutz lässt die Immunwirkung des Corona-Vakzins in den Folgemonaten also immer stärker nach - das Infektionsrisiko verdoppelt sich monatlich. Prof. Dr. Hesse resümiert: "Ein wichtiger Schluss aus dieser Studie ist, dass ein Sechsmonatsintervall zu lang ist bis zur Booster-Impfung. Unter dem Gesichtspunkt der Abnahme des Impfschutzes sind fünf Monate besser."

Impfstoff-Studie ist repräsentativ - auf Deutschland übertragbar

Laut Einschätzung des Mathematik- und Statistik-Experten ist die Studie nicht nur aufgrund seiner hohen Proband:innenzahl repräsentativ, sondern auch dank seiner diversen Zusammensetzung. So sei bei der Studie ebenso auf geschlechtliche wie auf kulturelle und soziale Repräsentativität geachtet worden. Hesse glaubt, dass die Studiendaten daher auf andere Länder übertragbar seien.

Impfschutz gegen Covid-Symptome und schweren Verlauf fehlte in Untersuchung

Einen Kritikpunkt hat der Daten-Spezialist jedoch an der Studie: "Es wurde in dieser Studie leider nicht untersucht, wie stark die Symptome bei einer Infektion waren und ob solche überhaupt auftraten." Die Studie konzentrierte sich einzig und allein auf Ansteckungen trotz Impfung. Es ist also möglich, dass die Impfungen trotz Corona-Infektion weiterhin wirksam gegen Covid-19-Symptome und vor allem gegen einen schweren Verlauf schützen. 

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sig/sba/news.de