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Vierbeiner in Afghanistan: Trauriges Hunde-Schicksal unter Taliban! Streunern droht der Tod

Bei der Evakuierung aus Kabul nach der Machtergreifung der Taliban wurden laut Tierschutzorganisationen zahlreiche Hunde zurückgelassen. Tierfreunde befürchten, den Vierbeinern könnte als Streunern der Tod drohen.

Droht den zurückgelassenen Hunden in Afghanistan der Tod? (Im Bild: Kämpfer der Spezialeinheit der Taliban treffen nach dem Abzug der US-Truppen auf dem Flughafen Kabul ein.) Bild: picture alliance/dpa/AP | Khwaja Tawfiq Sediqi

Erschreckende Neuigkeiten über Vierbeiner in Afghanistan. Bei der Evakuierung der Ortskräfte aus Kabul mussten laut Medienberichten zahlreiche Hunde zurückgelassen werden. In engen Käfigen harrten die Tiere am Kabuler Flughafen aus, bis sie schließlich freigelassen wurden. Doch Streunern droht in dem vom Chaos zerfressenen Land ein trauriges Schicksal.

Pentagon weist Berichte von zurückgelassenen Hunden zurück

Aufregung um Hunde am Flughafen Kabul: Das Pentagon hat Berichte zurückgewiesen, Hunde des US-Militärs am Flughafen der afghanischen Hauptstadt in Käfigen zurückgelassen zu haben. Die vorrangige Aufgabe der USA sei die Evakuierung von US-Bürgern, afghanischen Ortskräften und gefährdeten Afghanen gewesen, erklärte das Pentagon am Dienstag. Weiter hieß es: "Das US-Militär hat keine Hunde in Käfigen auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai zurückgelassen, auch keine (...) Militärdiensthunde." Entsprechende Berichte seien falsch.

Fotos von zurückgelassenen Hunden am Flughafen Kabul

Hintergrund sind Fotos, die im Internet kursieren und Hunde am Kabuler Flughafen zeigen sollen. Der Vorwurf: Die US-Truppen hätten sie beim Abzug zurückgelassen. Das Pentagon betont nun, dass die Hunde unter der Obhut der Tierschutzorganisation Kabul Small Animal Rescue gestanden hätten - nicht unter der des US-Militärs. "Trotz einer anhaltenden komplizierten und gefährlichen Rückführungsmission bemühten sich die US-Streitkräfte, die Kabul Small Animal Rescue so weit wie möglich zu unterstützen", hieß es weiter auf Anfrage.

"Furchtbare Unterscheidung" von Hunden - viele blieben zurück

Die Organisation hat seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban versucht, zahlreiche Hunde und Katzen außer Landes zu bringen. Sie hatte zuletzt Geld für ein Frachtflugzeug gesammelt. Auf Anfrage erklärte sie, dass die Hunde am Flughafen tatsächlich unter ihrer Obhut gestanden hätten. Es habe sich um Diensthunde von militärischen Vertragspartnern gehandelt. Für diese Hunde würden nicht die gleichen Regeln wie für die Militärdiensthunde gelten. Dies sei eine "furchtbare Unterscheidung".

Freigelassene Hunde werden in Afghanistan zu Streunern

Die Tierschutzorganisation SPCA hatte am Dienstag im Namen der Gründerin von Kabul Small Animal Rescue, Charlotte Maxwell-Jones, erklärt, dass diese das Flughafengelände am 30. August habe verlassen müssen. Es hieß weiter, dass ein Großteil der Hunde der Organisation am Flughafen freigelassen worden sei - was sie schließlich zu Streunern gemacht habe. Es sei unklar, was dann mit ihnen passiert sei. Die Organisation moniert, dass die Tiere zuvor nicht an Bord der Flugzeuge gelassen worden seien. Auf der Facebookseite der Organisation hieß es zuletzt, dass man alles tun werde, um die "pelzigen Freunde" zu retten.

Unter anderem die britische "The Sun" hatte berichtet, dass zurückgelassenen Hunde in Afghanistan ein grausames Schicksal droht. Demnach würden einige Taliban kurzen Prozess mit streunenden Hunden machen.

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sig/news.de/dpa