10.06.2021, 11.16 Uhr

Tödliche Sinusthrombose in Leipzig: Mann stirbt nach Astrazeneca-Impfung

Ein Mann in Leipzig ist an den Folgen einer Hirnvenenthrombose verstorben. Die tödliche Erkrankung sei vermutlich als Folge der Astrazeneca-Impfung aufgetreten, so die Sprecherin des Uniklinikums. Die Laboruntersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

In Leipzig ist ein Mann vermutlich an den Folgen seiner Astrazeneca-Impfung verstorben Bild: (Symbolbild) Feydzhet Shabanov/AdobeStock

Im Uniklinikum Leipzig ist ein Mann an den Folgen einer Hirnvenenthrombose verstorben. Das Uniklinikum geht laut aktuellem Stand davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Astrazeneca-Impfung besteht.

Mann in Leipzig stirbt nach Astrazeneca-Impfung - Todesursache Hirnvenenthrombose?

Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, soll der Mann im Alter von Ende 40 gewesen sein. Seine Sinusthrombose im Gehirn soll im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung des Vaxzevria-Vakzins von Astrazeneca aufgetreten sein, die der Patient mehrere Tage zuvor erhalten hatte. Laut der UKL-Sprecherin Ulrike Reinhardt habe der Mann mehrere Tage nach der Impfung die Symptome bemerkt. "Die bisherigen Laborergebnisse weisen auf einen Zusammenhang mit der vorhergehenden Impfung hin, sind aber noch nicht abgeschlossen", so die Sprecherin gegenüber der "LVZ".

Daten geprüft und ans Paul-Ehrlich-Institut weitergeleitet

Alle Daten werden weiterhin geprüft und seien ans Paul-Ehrlich-Institut weitergeleitet worden. Bei einer Sinusvenenthrombose staut sich das Blut in einer Hirnvene durch ein Blutgerinnsel im Gehirn. Da das Blut nicht mehr abfließen kann, erhöht sich der Druck im Gehirn, wodurch Blutungen im Hirngewebe entstehen können. Erkennt man Sinusvenenthrombosen zu spät oder lässt diese unbehandelt, können sie tödlich enden. Rechtzeitig diagnostiziert lassen sich Sinusthrombosen aber gut behandeln.

Sinusthrombose bei circa 2 Personen auf 100.000 Vaxzevria-Impfungen

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) glaubt nach aktuellen Erkenntnissen, dass Sinusthrombosen bei etwa einem bis zwei von 100.000 mit Astrazeneca geimpften Personen auftreten. Dem Paul-Ehrlich-Institut sind bis Anfang Juni insgesamt 102 Fälle derartiger Thrombosen von insgesamt 9,3 Millionen Astrazeneca-Impfungen gemeldet worden. 21 Menschen davon sind bislang an den Folgen ihrer Sinusthrombose verstorben, darunter 13 Frauen und acht Männer.

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sig/loc/news.de