07.06.2021, 14.48 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Neue Studie eindeutig: Seltene Genomsequenzierung beweist Covid-Theorie

Noch immer suchen Forscher weltweit nach dem Ursprung des Coronavirus. Die Fakten verdichten sich und die Covid-Theorie, dass das Virus in einem Labor in Wuhan gezüchtet wurde, scheint immer wahrscheinlicher. Wissenschaftler in Kalifornien fanden nun eine seltene Genomsequenzierung, die die Labor-Herkunft scheinbar eindeutig beweist.

Wurde das Coronavirus in einem Wuhan-Labor entwickelt? Bild: AdobeStock / Colin Cramm

Noch immer steht die Frage nach dem Ursprung des Coronavirus im Raum. Dabei hält sich die Covid-Theorie, dass Sars-CoV-2 in einem Labor im chinesischen Wuhan entwickelt wurde, wacker. Zuletzt hatte in diesem Zusammenhang ein neues Studienpapier des britischen Professors Angus Dalgleish und des norwegischen Wissenschaftlers Dr. Birger Sørensen für Wirbel gesorgt. Dieses sollte beweisen, dass Sars-CoV-2 tatsächlich KEINEN natürlichen Ursprung hat, sondern im Labor von Menschenhand entwickelt wurde.

Coronavirus-News aktuell: Virus-Ursprung laut neuer Studie in Wuhan

In die gleiche Kerbe schlägt nun eine Studie aus Kalifornien. Wie aktuell die britische "Daily Mail" berichtet, fanden Forscher von der University of California in Berkeley eine seltene Genomsequenzierung, die ihrer Meinung nach keinen Zweifel daran lässt, dass das Coronavirus in einem Labor entstanden ist.

Wissenschaftler finden seltene Genomsequenzierung und beweisen Labor-Herkunft

So schreiben die Wissenschaftler Dr. Stephen Quay und Richard Muller, dass Covid-19 die Genomsequenzierungskombination CGG-CGG aufweise, diese allerdings noch nie in einem natürlich vorkommenden Coronavirus zu finden war. CGG-CGG ist eines von 36 Sequenzierungsmustern. Dies sei extrem selten und komme nur dann vor, wenn sie von Wissenschaftlern in Laboren für eine "Funktionsverstärkung" (Gain-of-Function-Forschung) verwendet wird. Die Experten kommen daher in ihrer Studie zu dem Schluss, dass Sars-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Labor entstanden ist.

Christian Drosten skeptisch: Covid-Theorie zu Wuhan-Ursprung unwahrscheinlich

Der Virologe Christian Drosten ist von der These, das Virus sei versehentlich oder absichtlich in einem Labor erzeugt worden, allerdings noch immer nicht überzeugt. Zu der These sagte Drosten, dies liege zwar rein technisch betrachtet im Rahmen des Möglichen, aber: "Wenn jemand auf diese Weise Sars-2 entwickelt hätte, dann würde ich sagen, der hat das ziemlich umständlich gemacht." Mit dem ersten Sars-Virus als Grundlage hätte man zu Forschungszwecken am ehesten nur ganz bestimmte Bereiche verändert - Sars-CoV-2 aber sei voller Abweichungen zum ersten Virus.

"Lassen Sie es mich mit einem Bild erklären: Um etwa zu überprüfen, ob Anpassungen das Virus ansteckender machen, würde ich ein bestehendes System nehmen, da die Änderung einbauen und das dann vergleichen mit dem alten System", erklärte der Virologe. "Wenn ich wissen will, ob ein neues Autoradio den Klang verbessert, dann nehme ich ein bestehendes Auto und tausche da das Radio aus. Dann vergleiche ich. Ich baue dafür nicht ein komplett neues Auto. Genau so war das aber bei Sars-2: Das ganze Auto ist anders."

Drosten glaubt nicht an Forschungsunfall:Wuhan-Virologie-Institut ist seriöses akademisches Institut

Darum sei die Idee eines Forschungsunfalls für ihn "ausgesprochen unwahrscheinlich". Zur Idee eines böswilligen Einsatzes irgendeines Geheimdienstlabors müsse man letztlich Geheimdienste fragen: "Wenn überhaupt, dann käme so etwas wohl nicht aus dem Wuhan-Virologie-Institut. Das ist ein seriöses akademisches Institut."

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fka/bua/news.de/dpa

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