22.01.2021, 11.00 Uhr

Coronavirus News aktuell: Forscher warnen vor "Escape-Mutation"! Impfstoff bald wirkungslos?

Das Coronavirus entwickelt sich stetig weiter und Mutationen sind auf dem Vormarsch. Nun warnen Forscher explizit vor sogenannten "Escape-Mutations". Sie schlagen Alarm, denn der Corona-Impfstoff könnte bald wirkungslos sein.

Könnte unser Impfstoff gegen die Corona-Mutationen bald unwirksam sein? Bild: dpa

Nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel ist besorgt aufgrund der Corona-Mutationen. Auch Forscher der University of Washington in Seattle, die diverse bereits bekannte Mutationen untersucht haben, schlagen Alarm. Die Forschergruppe rund umAllison Greaney hat analysiert, inwiefern die Mutationen die menschliche Immunantwort behindern.

Corona-Impfstoff bald wirkungslos gegen Corona-Mutationen?

Anhand von Zellkulturen wurde getestet, wie sich die Mutationen auf die Bindung von Antikörpern aus dem Blutserum von Covid-19-Patienten, welche die Erkrankung überstanden hatten, auswirkten und was dies für die Neutralisierung des Coronavirus bedeutet. "Die Stelle, an der Mutationen den größten Effekt auf die Antikörper-Bindung und Neutralisation haben, ist unglücklicherweise E484 – der Ort, an dem mehrere aktuelle Coronavirus-Varianten eine Mutation tragen", so das Ergebnis der Forscher.

Forscher warnen vor "Escape-Mutation"! Wie gefährlich sind die Flucht-Mutationen?

Dabei steht auch die Frage im Raum, ob der aktuell verwendete Impfstoff gegen die Corona-Mutationen bald wirkungslos sein könnte. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Flucht-Mutationen" (englisch: "Escape-Mutation"). Damit bezeichnen Forscher Genveränderungen, durch die ein Virus die Immunantwort seines Wirts unterlaufen kann. "Meist geschieht dies, indem sich die viralen Proteinstrukturen verändern, an denen die Antikörper und Abwehrzellen des Immunsystems ansetzen", berichtet "Focus Online". Heißt: Der Impfstoff könnte unwirksam sein. Auch eine Immunität durch eine bereits durchlebte Infektion könnte dann nicht mehr gegeben sein.

Sars-CoV-2 hat seit Beginn der Corona-Pandemie Mutationen ausgebildet

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich Sars-CoV-2 stetig verändert. Während manche Mutationen wieder verschwunden sind, wie die in Nerzen entstandene Cluster-5-Mutation, sind andere inzwischen auf der ganzen Welt dominant und vorhanden, so wie die britische Variante B.1.1.7, eine in Südafrika neu aufgetretene Virenlinie und eine im Januar 2021 in Brasilien nachgewiesene Variante. Sie alle gelten als deutlich infektiöser.

Durchseuchung als Vorteil für die Flucht-Mutationen?

Flucht-Mutationen werden vor allem durch eine Durchseuchung begünstigt. Ist eine große Bevölkerungsgruppe bereits immun, so setzen sich innerhalb dieser Gruppe die Corona-Mutationen durch. Wissenschaftler sprechen dann von einer Antigen-Drift oder Antigen-Evolution.

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fka/sba/news.de