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Krawalle am 1. Mai: «Berliner Mai-Festspiele»: So trainieren die Randalieren die Krawalle!

Nach der Krawalle in Berlin folgen Hamburg & Co.

Als Folge der extremen Krawalle im Vorjahr organisierte die autonome Bewegung 1988 eine eigene Kundgebung mit ungefähr 6000 Teilnehmern. Bei Zusammenstößen von Polizei und Demonstranten kam es erneut zu gewalttätigen Krawallen mit brennenden Autos, Zerstörung, Steinewerfern und Molotowcocktails.

Anders als in den späten Achtzigern ritualisiert sich heutzutage die Gewalt. Die politische Motivation der Kundgebungsteilnehmer schwand und die Gewaltbereitschaft stieg. Die meist jugendlichen Chaoten sind oft nur auf der Suche nach Krawall und Abenteuer. Diese pure Zerstörungswut wird jedes Jahr durch eine große Medienpräsenz begleitet.

Seit 2005 nimmt die Gewalt zu den Berliner Mai-Festspielen in Kreuzberg jedoch kontinuierlich ab. Dafür gibt es die radikalen Mai-Kundgebungen nun auch in anderen deutschen Städten wie beispielsweise Hamburg.

Training für die Krawalle am ersten Mai in Berlin-Kreuzberg

Wie «Der Tagesspiegel» am Montag berichtete, gibt es in Berlin Kreuzberg für Demo-Einsteiger und -Anfänger ein spezielles Training für den ersten Mai. Von den Revoluzzern «Georg» und «Willy» lernen die Workshop-Teilnehmer, wie man richtig demonstriert. Das Wichtigste: Ketten bilden! Die Ketten aus Demonstranten üben, wie man marschiert, sich an Laternen vorbeimanövriert und wie man sich dabei nicht im Transparent verheddert. Zum Repertoire im Demotraining gehört natürlich auch das richtige Tragen von Fahnen und das Zur-Seite-Schubsen vermeintlicher Spitzel des Verfassungsschutzes.

FOTOS: 1. Mai Rituale von Protest und Gewalt

Auch erhalten die zukünftigen Klassenkämpfer wertvolle Tipps, wie sie sich bei einer Festnahme zu verhalten haben. Die Parole «Anne und Arthur halten's Maul!» ist hier ganz wichtig. 1987 wurde diese zum ersten Mal verwendet. Beschuldigte oder Zeugen werden mit diesem Slogan dazu aufgefordert, die Zusammenarbeit mit Polizei und Co. zu verweigern.

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