Heiße Quellen Die größten Badewannen der Welt

40 Grad heißes Wasser, das direkt aus der Erde kommt und seine Gäste inmitten freier Naturschönheit empfängt: In Island blubbert es an allen Ecken. Doch nicht nur das kühle Land im Norden Europas wartet mit heißen Quellen und Naturpools auf.

Island, Land der heißen Quellen - wie hier in Myvatn im Nordosten des Landes. (Foto)
Island, Land der heißen Quellen - wie hier in Myvatn im Nordosten des Landes. Bild: Visit Iceland

Island, Land der unaussprechbaren Vulkane, Geysire und heißen Quellen. Mystisch-geheimnisvoll, rau und kalt.

Die maximale Durchschnittstemperatur beträgt hier gerade mal sieben Grad. Selbst im Sommer erreicht das Quecksilber im Thermometer kaum mehr als 15 Grad. Und doch hat Island einen ganz besonderen Reiz.

Urlaub am Strand kann jeder. Wer mal etwas anderes erleben möchte, sollte sich auf den Weg Richtung Norden machen.

38 Grad pure Entspannung

Insgesamt 250 öffentliche Freiluft-Thermalbäder hat Island zu bieten. Eines der bekanntesten ist die Blaue Lagune knapp 40 Kilometer südwestlich von Reykjavík, der Hauptstadt des Landes. Durch die Lavafelder der Halbinsel Reykjanes geht es zum einzigartigen Naturphänomen. Allein der Anblick des Naturpools ist atemberaubend. Milchig-blau schimmert das Wasser, Dampf steigt daraus empor und legt sich wie ein Nebelfeld über die Oberfläche.

38 Grad warmes Wasser empfängt seine Gäste in der 5000 Quadratmeter großen Badewanne. An der tiefsten Stelle ist die Blaue Lagune 1,40 Meter tief, an der flachsten weniger als einen Meter. Zu zwei Dritteln besteht sie aus Salz- und zu einem Drittel aus Süßwasser.

Blubberndes Vergnügen: Die schönsten heißen Quellen
zurück Weiter Sie schillert wie ein bunter Regenbogen, die Grand Prismatic Spring im berühmten Yellowstone Nationalpark in Wyoming, USA. Baden kann man in der 71 Grad heißen Quelle nicht. Aber Staunen ist erlaubt! (Foto) Zur Fotostrecke Foto: flickr.com/Bill Bouton

Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die obligatorische Maske aus der Kieselerde, die den Grund des Beckens bedeckt. Sie reinigt die Haut, die blaugrünen Algen führen ihr Nährstoffe zu und die Mineralsalze wirken ausgleichend. Nach dem Bad fühlt sich die Haut wunderbar weich und geschmeidig an, der gesamte Körper kribbelt vor Entspannung.

Pro Jahr kommen mehr als 400.000 Besucher zur Blauen Lagune. Kein Wunder, wird den heißen Quellen doch eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen: Sie sind gut für Herz und Nieren, helfen gegen Rheuma und stärken das Immunsystem. Da scheint etwas dran zu sein: Denn die Isländer sind die ältesten Menschen auf der Welt. Männer werden durchschnittlich 79, Frauen sogar 81 Jahre alt. Auch wenn ein Besuch in der Blauen Lagune nicht gleich unsterblich macht – ein Erlebnis ist es allemal!

Gletscher und Geysire: Naturspektakel auf Island

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loc/som/news.de

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