Traumpaar für Homos und Frauen
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Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Artikel vom 02.09.2010
Sie geben sich einen flüchtigen Schmatzer und beteuern, wie verliebt sie sind: Christian und Olli, genannt «Chrolli». Die Schauspieler Jo Weil und Thore Schölermann stellen in Verbotene Liebe das beliebteste schwule Pärchen im deutschen TV dar. Der Erfolg führt bis nach Amerika.
1990 gab es noch Morddrohungen. Ein Skandal - damals küssten sich Carsten (Georg Uecker) und Robert (Martin Armknecht) in der Lindenstraße. Der erste schwule Kuss in einer deutschen Fernsehserie. Wovon sich früher viele angeekelt abgewendet haben, kann die Fernsehnation heutzutage nicht genug bekommen.
Zugegeben, es sind schönere, attraktivere Männer, die nun tagtäglich auf der Mattscheibe Zärtlichkeiten austauschen. Männer, die ganz natürlich eine Einheit bilden. Christian und Oliver heißt das Traumpaar der Daily-Soap Verbotene Liebe, von den Fans «Chrolli» getauft. Das Besondere: Jetzt wird geheiratet. Und zum ersten Mal gibt sich ein homosexuelles Serienpaar in einer Kirche das Ja-Wort.
«Das ist etwas, was hoffentlich noch etwas bewegen kann», sagt Schauspieler Jo Weil alias Oliver im Gespräch mit news.de. «Ich glaube die Hochzeit war das, was sich sehr viele Fans gewünscht haben.» Das sei dem ganzen Team auch beim Dreh bewusst gewesen. «Wir haben die Trauung mit viel Liebe und Feingefühl inszeniert.»
Dass die Hochzeit ein Anlass ist, der unter Fans der Serie Vorfreude hervorruft, kann jeder im «Hochzeitsbuch» auf der Verbotenen-Liebe-Homepage nachlesen. «Wünsche euch alles Glück dieser Erde und alles Gute zu eurer Hochzeit», schreibt eine Corina. «Ich freue mich unglaublich, dass ihr zusammengefunden habt und den Bund des Lebens geschlossen habt», fügt Melissa Sarah hinzu.
Ein schwules Pärchen mit vielen weiblichen Fans? «Frauen sehen es lieber, wenn sich Männer küssen als wenn sie einen Mann und eine Frau sehen, mit der sie sich dann vergleichen», versteht Jo Weil die Zuschauerinnen. Die Fanpost sei jedoch ausgeglichen. Fifty-fifty, Frauen und Homosexuelle. Und so schreibt Marvin ins Hochzeitsbuch: «Ich wünsche euch alles Liebe und Gute zur Hochzeit. Ich bin auch schwul und ich fand es ganz besonders spannend, die Höhen und Tiefen eurer Beziehung von Anfang an verfolgen zu können ... Außerdem tragt ihr viel dazu bei, die allgemeine Akzeptanz und Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben zu fördern und helft auch, Vorurteile abzubauen.»
Seit 2007 küsst Jo seinen Schauspielkollegen Thore Schölermann, der den Christian spielt. Auch wenn der im echten Leben nicht schwul ist, eigentlich kein Problem. «Das ist halt der Job», sagt Thore nüchtern in der ZDF-Sendung Volle Kanne, obwohl er sich eigentlich gar nicht küssend im Fernsehen anschauen könne.
Von Köln zum Big Apple
Es ist ein Job, der sie manchmal aus dem Kölner Studio der Verbotenen Liebe heraus begleitet. Denn «Chrolli» sind nicht nur in Deutschland beliebt. Irgendwann haben Fans Szenen des homosexuellen Paares auf Youtube gestellt und mit Untertiteln versehen. «Das hat eine Eigendynamik entwickelt», erzählt Jo Weil. «Inzwischen gibt es die in allen Sprachen, die ich kenne.» Und so wurden «Chrolli» zum weltweiten Phänomen. Zum Fantreffen in New York kamen Deutsche, Amerikaner, Kanadier und sammelten Spenden unter anderem für die Kölner Aidshilfe.
Über die Reise zum Big Apple führten Thore und Jo als Christian und Oliver auch eine Art Videotagebuch, dass sie auf ihrem Blog chrolli.de veröffentlichten. In den Videos rücken sie kein Stück von ihren Rollen ab und so lassen sie die Fans wissen: «Wir lieben New York und wir lieben euch! Vergesst das nie!!! Aber vor allem lieben wir uns.» Und die Kommentare darunter zeugen vom Erfolg in englisch- französisch- oder spanischsprachigen Ländern.
Anders sieht es bei den Fantreffen aus. «Da bin ich ganz klar Jo», sagt der 33-Jährige. «Die Leute kommen hin, weil sie die Figuren zwar mögen, aber vor allem Fans von uns Schauspielern sind.» Obwohl die deutsche Serie in den englischsprachigen Ländern gar nicht ausgestrahlt wird, geben Jo und Thore immer mehr Interviews in Amerika oder England. Youtube sei dank. Und Jo Weil wird in New York und London auf der Straße erkannt.
Mittlerweile ist die Geschichte von «Chrolli» an eine amerikanische Produktionsfirma verkauft. Im Mutterland der Fernsehserien werden sich küssende Männer sonst nur widerwillig in Kinofilmen geduldet. Geschweige denn zwei Kerle, die zur besten Sendezeit heiraten.
In Deutschland sind Christian und Oliver jedoch in guter Gesellschaft. Denn die erste schwule Serienhochzeit gab's schon im Jahr 2003, damals noch unchristlicher, weil ohne Pfarrer. Und wie so oft war die Lindenstraße eine Vorreiterin. Den erstbesten Küsser hat Carsten jedoch nicht geheiratet, sondern erst seinen Freund Theo und später seine Langzeitliebe Käthe (Claus Vincon).
Das «Chrolli»-Ja-Wort sehen Sie bei Verbotene Liebe am Freitag, 3. September, 18 Uhr in der ARD.
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T.3 dass es heißt, dass die Taten den Menschen nachfolgen. Und zu "Männern bei Männern" gibt es Hinweise in der Bibel - die man durchaus ignorieren kann, wie andere auch - die aufzeigen, dass insbesondere diese "Verrichtungen" auf keine göttliche Gegenliebe stoßen. Siehe hierzu das "Neue Testament" den Römerbrief Kapitel 1, Verse 27 "Das Gleiche taten die Männer. Sie gaben den natürlichen Verkehr mit dem Weibe auf und entbrannten in wilder Begierde zueinander. Männer verübten mit Männern die Werke der Schamlosigkeit und hatten die Strafe für ihre Verirrung an ihrem eigenen Leibe zu tragen..."
jetzt antwortenKommentar meldenTeil 2 .. wenn man allerdings zum Schluss kommt, dass da ein "Gott" mit einem sinn für Regelungen "existiert", sollte man sich nach dessen "Willen" erkundigen. Der will z.B., dass man nach seinem Willen fragt. Und er will, dass wir "Vater und Mutter ehren", dass wir nicht "morden" usw - und er will.. dass wir nicht die Ehe brechen... und dass Männer nicht bei Männern liegen...(usw...). Das kann man versuchen einzuhalten... Oder ignorieren. Und man kann mal nachlesen, dass es Folgen haben kann, wenn man sich "über seinen Willen hinweg setzt". Ich bin auch nicht fehlerfrei. Aber bedenkt, T. 3-
jetzt antwortenKommentar meldenMit dem "Leid tun" ist das so eine Sache... Wenn die Welt aus "Zufall" entstanden wäre, und es keinen Gott gäbe, könnte jeder tun, was "er" oder "sie" will. Da von den rd. 6 Milliarden Menschen die "Mehrheit" (was absolut nichts heißen muss..) davon ausgeht, dass hinter der "Materie" eine "geistige" Welt steht, die die Bedingungen für die "materielle" Welt geschaffen hat - und das aus guten Gründen, könnte man nachdenklich werden. Man könnte zum Beispiel darüber nachdenken, ob es einen GOTT gibt. Und wenn man zu der Ansicht gekommen ist, dass es keinen Gott gäbe, wäre alles egal... 1. Teil
jetzt antwortenKommentar meldenKleine Korrektur: Wollte natürlich sagen, meine Kollegen, Freunde und Familie haben kein Problem damit das ich schwul bin. Nur Leute wie du Mark und Klaus Kummer, aber die tun mir einfach nur leid.
jetzt antwortenKommentar meldenMark, Leute wie du tun mir nur leid. Geh doch zurück in Mittelalter. Homosexualität hat es immer gegeben, und es ist schön wenn zwei Menschen ihre Liebe ausleben dürfen, egal ob Homo oder Hetero. Ich bin froh in so einem toleranten offenen Land leben zu dürfen. Und meine Arbeitskollegen, und Freunde und Familie haben alle Problem damit das ich Schwul bin. Wie gesagt, für Leute wie dich habe ich nur ein mitleidiges Lächeln übrig.
jetzt antwortenKommentar melden!Auch wenn beide im echten Leben nicht schwul sind! - Jo Weil nicht schwul?? Seit wann...?
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist keineswegs eine Schande sich zu outen, sondern die Schwulen und Lesben tun das, was Heteros schon seit eh und je tun. Warum sollen sie sich weiter verstecken? Vor wem? Jeder soll seine Sexualität so akzeptieren wie sie ist. Und wenn sich ein Mann in einen Mann verliebt oder eine Frau in eine Frau, ist das genau so naturgegeben wie bei Mann - Frau. Etiketten wie "furchtbar", "Schande", "igitt" etc. sind da völlig fehl am Platze.
jetzt antwortenKommentar meldenEine echte Schande für die Menschheit, die Kultur und die Politik, daß es heute sooo (furchtbar !) in ist, sich zu outen ! Und die Medien stürzen sich natürlich voll darauf, was nichts als nur krank ist !!! Eine echte Schande eben !
jetzt antwortenKommentar melden"Wovon sich früher viele angeekelt abgewendet haben, kann die Fernsehnation heutzutage nicht genug bekommen." Igitt. Der Anblick hat mich schon immer angeekelt und wird das auch immer tun. Gut, dass ich meinen Fernseher vor Jahren abgeschafft habe und ergo diesen Serienmüll nicht mehr durch meine GEZ-Kröten unterstütze.
jetzt antwortenKommentar meldenich sehe diese serie seit vielen jahren und mir gefallen die beiden "schwulen herren" sehr gut, sie kommen authentisch rüber....eines finde ich nicht wirklich ansprechend, wenn sich schwule od. lesbische pärchen in aller öffentlichkeit "abknutschen"...das stößt mich dann doch eher ab...ansonsten habe ich kein problem mit homosex. paaren...denn jeder sollte nach seiner fason glücklich werden...auch olli und christian..sind ja zwei wirklich süße burschen.
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