So., 12.02.12

Erotikstar Jana Bach im Interview «Privat schaue ich keine Pornos»

Artikel vom 16.10.2009

Würde es der Industrie denn gut tun, wenn mehr Frauen hinter der Kamera das Sagen hätten?

Bach: Natürlich. Männer beäugen uns Frauen ganz anders als wir es tun. Frauen sind sehr akribisch und mehr auf das Gesamtkonzept bedacht.

Was sagen Sie denn zu dem Trend, dass immer mehr Frauenpornos auf den Markt kommen, in denen darauf geachtet wird, dass die Frau nicht nur als passives Objekt der männlichen Begierde dargestellt wird? Parallel zur Venus wird etwa erstmals ein feministischer Pornofilmpreis vergeben.

Bach: So was gibt es? Ich bin begeistert. Die Idee ist nicht neu. Aber bisher hatte anscheinend keiner den Arsch in der Hose so etwas zu machen. Sexualität muss beiden Spaß machen. Ich mag es nicht, wenn man im Bett pöbelhaft miteinander umgeht. Ich würde mir eher einen Frauenporno holen als manch eine Produktion, wo die Frauen niedergemacht werden. Ich mag keine Gangbang-Pornos, wo es nach dem Motto «Hauptsache du schluckst» zugeht.

Welchen Porno haben Sie denn als letzten gedreht?

Bach: Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben, und ich weiß nicht, ob ich das wiederholen würde, eine NS-Szene gedreht. Auf gut Deutsch gesagt, ich habe meinen Drehpartner angepinkelt. Selbst so etwas abzubekommen, das könnte ich nicht. Aber wahnsinnig viele Männer wollen angepinkelt werden, die stehen da drauf. Zur Vorbereitung habe ich ganz viel Wasser trinken müssen, da man am Ende ja eigentlich nur Wasser rausbringen soll. Nach Anfangsschwierigkeiten habe ich es dann auch zustande bekommen, einen Mann NS-mäßig zu verwöhnen. Davor habe ich eine Domina gespielt, für mich auch eine Premiere. Das hat zu meinem eigenen Erstaunen wahnsinnig viel Spaß gemacht.

In einem Interview mit Ihnen habe ich gelesen, dass sie vorhatten, mit 30 kürzer zu treten, sich mehr ins Private zurückziehen wollten. Nun sind sie 30, wie sieht es mit den Plänen aus?

Bach: Mit dieser Aussage war ich sehr voreilig. Ich hätte nie gedacht, dass diese vier Jahre in der Porno-Branche so gut laufen würden. Aber ich will Kinder und werde mich daher in absehbarer Zeit mehr aufs Private konzentrieren. Mit meinem Job kann ich keine wirkliche Beziehung zu einem Mann führen. Das haut für mich moralisch und emotional nicht hin. Aber die Lust zum Weitermachen ist noch da. Es wird aber der Tag kommen, an dem Jana Bach keine Pornos mehr produziert. Ich habe in der Vergangenheit mehr Pronos gedreht als die Zukunft noch bringen wird.

Ist es denn schwer für Sie als Pornostar einen Mann kennenzulernen?

Bach: Ja, sie haben geradezu Angst vor mir. Ich bin zwar eine starke und emanzipierte Frau. Aber ich will mich auch an einen Mann anlehnen können, das erwarten viele nicht von mir. Und dann ist da natürlich die Angst, an einen Stalker zu geraten, der eigentlich nur die Kunstfigur Jana Bach will.

Hat man in der Pornobranche eigentlich noch Angst vor Aids?

Bach: Die Aufklärung war nie größer, trotzdem erlebe ich bei manch einem Quickie, wenn ich das Kondom raushole, dass der Mann sagt: «Oh ne, Kondom?». Die haben einen Knall. Viele Menschen gehen mit ihrer eigenen Gesundheit schändlich um, weil sie wahrscheinlich denken, sie sind unsterblich. Durch meinen Job werde ich natürlich oft getestet. Ich schaue mir auch immer die Original-Tests meiner Drehpartner an. Und es geht ja nicht nur um HIV, sondern auch um andere Geschlechtskrankheiten. Ich will noch Kinder bekommen und manch eine Krankheit kann zu Unfruchtbarkeit führen. Deswegen habe ich auch immer ein Gummi in der Tasche und bestehe darauf, dass Männer es benutzen.

Schaut die private Jana Bach eigentlich Pornos?

Bach: Ich habe privat noch nie einen Porno gesehen. Auch bevor ich mit dem Drehen angefangen habe. Aber meine eigenen Szenen sehe ich mir an. Ich will ja, dass sie hübsch aussehen. Private schaue ich eher Thriller und Krimis.

Jana Bach ist eine der bekanntesten deutschen Pornodarstellerinnen. Die 30-Jährige arbeitet aber auch als Model und Moderatorin. Nach ihrer abgeschlossenen Lehre zur Justizangestellten wollte sie eigentlich Stewardess werden. Doch dann wurde sie von der Zeitschrift Praline als Fotomodel für die Venus gebucht, wo sie die ersten Kontakte zu Pornoproduzenten knüpfte. Seitdem hat sie etliche Filme für das Berliner Label Inflagranti gedreht.

voc/news.de
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URL : http://www.news.de/medien/855028837/privat-schaue-ich-keine-pornos/1/
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Leserkommentare (3)
  • Kommentar: 3
  • 23.04.2010 22:20
von
Hermann Huber

Richtig vor den Latz gäbe es aber nur wenn er damit die Auserwählten tangiert hätte welche solche Vergleiche mit der medialen Hinrichtung bestrafen, denn abseits dem Verlangen nach Geld gibt es ja keine Lobby für die ehemaligen Zwangsarbeiter! Doch ging es den "Zwangsarbeitern" oft besser als den Ostprostituierten die z.B. der koksende Menschenfreund Friedmann mit Vorliebe verlustierte. Selbst Georges Marchaise meldete sich, wie sich nach seinem Tod herausstellte, lieber freiwillig zur "Zwangsarbeit" nach Deutschland da er sich Vorteile gegenüber dem Leben im besetzten Frankreich erwartete!

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  • Kommentar: 2
  • 22.10.2009 19:52
von
Snickerman

Sorry, Kommentar zunächst an der falschen Stelle gepostet, hier nochmal Das mit dem Porno und den "osteuropäischen Zwangsarbeitern" war ein schöner tiefer Griff ins Klo, der Erfolg liegt auf der Hand... Frei nach Nuhr: Wenn man schon keine Ahnung hat, kann man ruhig mal die Fr**** halten. Schön, dass der Artikel mit dem Interview mit Jana auch was vollständig anderes rüberbringt. Und nochmal, wer das Leid von Zwangsarbeitern im 2. Weltkrieg mit der Pornobranche vergleicht, der ist nicht nur unlustig, sondern einfach ein Riesena********!

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  • Kommentar: 1
  • 18.10.2009 08:45
von
Norbert

Sagen Sie dies auch in 15 Jahren ,na da sind Sie doch weg vom Fenster .

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