Bisphenol A: Diese Chemikalie macht uns krank

Sie steckt in Konservendosen, Kassenbons, Plastiktellern und Babyfläschchen - und macht uns schleichend krank. Bisphenol A heißt das hinterhältige Gift, das Migräne, Unfruchtbarkeit, Krebs und Herzprobleme verursacht. Doch wie können sich Verbraucher schützen?

Die Pfunde auf den Hüften werden immer mehr, mit dem Nachwuchs will es nicht klappen, das Herz macht Probleme und heftige Migräneattacken häufen sich - kommt Ihnen das bekannt vor? Eine fiese Chemikalie namens Bisphenol A könnte an all diesen Erkrankungen schuld sein. Das Tückische an Bisphenol A ist jedoch, dass man dem Stoff kaum aus dem Weg gehen kann. Die chemische Verbindung steckt in zahlreichen Alltagsgegenständen, die Sie garantiert auch zu Hause haben.

FOTOS: Alltagschemikalie Bisphenol A Giftig und allgegenwärtig

Bisphenol A versteckt sich überall

Vor allem in Plastikverpackungen und -gefäßen steckt oft mehr Bisphenol A, als gesund ist. Von der Folie, die Lebensmittel schützt, über Frischhaltedosen bis hin zu Konservenbüchsen und sogar Kassenzetteln steckt Bisphenol A in zahlreichen Dingen. Immerhin lassen sich Plastikverpackungen einfach und kostengünstig produzieren - die Gesundheit und die Umwelt nehmen dadurch jedoch massiven Schaden.

Fast jeder von uns ist mit BPA verseucht

In den Industrieländern dieser Welt hat die chronische Belastung mit Bisphenol A, das oft als BPA abgekürzt wird, bereits besorgniserregende Ausmaße angenommen. Ob sich die Chemikalie im menschlichen Organismus befindet, kann ein simpler Urintest klären. Mediziner gehen davon aus, dass bereits 90 Prozent der Einwohner von Industrieländern ein chronisches Level an BPA im Körper haben. Plastikgeschirr für die Mikrowelle, Frischhaltedosen oder schon der Schluck Wasser direkt aus der Plastikflasche lassen die Chemikalie in den Körper gelangen; außerdem ist der Stoff in zahlreichen Kosmetika und anderen Produkten des täglichen Lebens versteckt.

So schädigt Bisphenol A den Körper

Da der Stoff wie ein künstliches Hormon wirkt, sind die Folgen für den Körper und die Gesundheit gravierend. So kann die ähnlich wie Östrogen wirkende Chemikalie beispielsweise Unfruchtbarkeit verursachen oder zu Herzproblemen führen. Auch von Diabetes, Fettleibigkeit und Krebserkrankungen wird im Zusammenhang mit BPA berichtet. Eine neue Studie zeigt, dass die fiese Chemikalie auch für heftige Migräneattacken verantwortlich sein kann.

Ohne BPA ist die Produktion von Plastikprodukten kaum denkbar. Was Bisphenol A so gefährlich macht ist die Tatsache, dass es sich hervorragend in Fett löst und deshalb besonders gut vom menschlichen Körper aufgenommen wird. Vor allem die Mundschleimhaut bietet ein perfektes Einfallstor für BPA. Außerdem wirkt das tückische Gift in kleinen Dosen stärker als wenn es in großen Mengen aufgenommen wird - deswegen sind schon kleine Mengen Bisphenol A im Körper schädlich.

Das können Verbraucher gegen BPA tun

Bis die tückische Chemikalie aus unserem Alltag verbannt ist, dürfte es jedoch noch dauern. Immerhin ist bereits in der gesamten EU der Einsatz von BPA bei der Herstellung von Babyfläschchen verboten. Frankreich hat das BPA-Verbot in Lebensmitteldosen für 2015 beschlossen, auch Schweden denkt über ähnliche gesetzliche Regelungen nach. Bis dahin bleibt Verbrauchern nur übrig, im eigenen Haushalt weitestgehend auf Plastik zu verzichten und Lebensmittelbehälter in der Küche beispielsweise durch Glas oder Porzellan zu ersetzen.

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fro/news.de

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