19.12.2009, 08.00 Uhr

Alkohol-Studie: Besser Wodka als Whiskey

Wenn man sich schon betrinken möchte, dann besser mit Wodka als mit Bourbon-Whiskey. Zumindest ist der Kater nach ausschweifendem Wodkagenuss deutlich geringer als nach dem Genuss von Bourbon, haben US-Forscher festgestellt.

Lust auf Alkohol, aber keine Lust auf Kater? Dann sollte man besser zu Wodka statt  zu Whiskey greifen. Bild: ddp

Bourbon sorgt für einen schlimmeren Kater als Wodka. Das berichten jedenfalls amerikanische Forscher nach Versuchen mit 95 Freiwilligen. Die bezahlten Trinker, 58 Frauen und 37 Männer, beschrieben ihren Kater nach einer mit Bourbon durchzechten Nacht als schwerer. Darüber berichten wie die Wissenschaftler um Damaris Rohsenow von der Brown-Universität in Providence (US-Staat Rhode Island) im Fachblatt Alcoholism: Clinical & Experimental Research.

Die Wissenschaftler machen die Nebenprodukte aus der Bourbonproduktion wie Tannine, Aceton und Furfural für den schwereren Schädel verantwortlich. Bourbon habe 37 Mal mehr Nebenprodukte als Wodka.

Reaktionsvermögen, Konzentration und andere Parameter der Leistungsfähigkeit waren allerdings bei Wodka- und Bourbontrinkern am nächsten Morgen gleich schlecht. Auch die Schlafstörungen waren dieselben. Gefährlicherweise fühlten sich die inzwischen wieder nüchternen Probanden aber - etwa am Steuer - nicht unsicherer. «Die Leute merkten nicht, dass sie weniger leisteten, weil sie ihre Fahrtüchtigkeit am Morgen nicht beeinträchtigt sahen - obwohl sie nicht so gut wie gewohnt reagieren konnten», erläutert Rohsenow.

In zahlreichen Berufen hänge die Sicherheit davon ab, dass die Beschäftigten verschiedenen Aufgaben anhaltende Aufmerksamkeit widmen können, warnte Rohsenow. «Über den Durst zu trinken, beeinträchtigt diese Leistungsfähigkeit auch, nachdem der Alkohol den Körper verlassen hat.»

car/news.de/dpa

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