04.11.2020, 07.57 Uhr

Diego Maradona: Blutgerinnsel! Fußballlegende musste sich Not-OP unterziehen

Große Sorge um Diego Maradona. Die argentinische Fußballlegende wird notoperiert. Bei ihm wurde ein Blutgerinnsel gefunden. Wie es ihm jetzt geht, erfahren Sie hier. 

Diego Maradona wurde in ein Krankenhaus eingewiesen. Bild: picture alliance/Gustavo Ortiz/dpa

Schock für Fußball-Fans: Die argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona ist wegen einer Gehirnblutung operiert worden. "Die Operation von Maradona ist vorbei und sie war ein Erfolg», schrieb sein Pressesprecher Sebastián Sanchi am Dienstag bei Instagram. «Alles lief wie geplant. Diego geht es gut und er ruht sich jetzt in seinem Zimmer aus.»

Diego Maradona wegen Blutgerinnsel notoperiert

Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque hatte den Weltmeister von 1986 in einer Klinik in Olivos nördlich von Buenos Aires wegen eines subduralen Hämatoms operiert. Dabei handelt es sich um eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn. Maradona war am Montag in ein Krankenhaus in La Plata gebracht worden. Zunächst war lediglich von emotionalem Stress, Blutarmut und Dehydrierung die Rede. Bei den Tests wurde dann die Blutung entdeckt.

Wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag wurde die argentinische Fußballlegende Diego Maradona in ein Krankenhaus gebracht. Zunächst hieß es, er erleide unter psychischen Problemen. "Es war emotional eine etwas schwierige Woche für ihn. Er stand unter großem Druck. Das hat ihm psychisch sehr zugesetzt", sagte Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque am Montag im Fernsehsender TyC Sports.

Diego Maradona in Krankenhaus eingeliefert

Maradona habe zuletzt schlecht gegessen. Er solle nun in der Klinik bleiben, bis es ihm besser gehe, sagte Luque. Sein Arzt betonte sogleich, dass der argentinische Fußball-Star keine Drogen nahm oder am Coronavirus erkrankt sei. Er soll viel mehr unter depressiven Verstimmungen leiden. Maradona selbst hatte einer Einweisung zugestimmt, nachdem er Problemen beim Gehen und Sprechen hatte.

An seinem Geburtstag am Freitag hatte Maradona bereits einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Eine Quelle, die ihm nahesteht, erzählte der lokalen Presse: "Diego ist wirklich am Boden. Er isst nicht und spricht nicht. Er vermisst seine Eltern. Sein Geburtstag war ein Datum, das viele Emotionen weckte. Sein Herz ist gebrochen."

Vor dem ersten Spiel seines Vereins Gimnasia y Esgrima La Plata nach der Corona-Pause kam er zwar kurz ins Stadion, um Glückwünsche und Geschenke entgegenzunehmen. Allerdings musste er von zwei Begleitern beim Gehen gestützt werden. Die Partie selbst verfolgte der Weltmeister von 1986 auf Anraten seines Arztes von zu Hause aus.

Leidet Diego Maradona an Blutarmut?

Der argentinische Journalist Daniel Arcucci, ein Freund von Maradona, behauptete gegenüber der "Sun", dass Diego Maradona an einer Anämie, einer sogenannten Blutarmut. Das bedeutet, dass die Hämoglobinmenge im Blut abnimmt. Hämoglobin ist ein Transportprotein und bindet Sauerstoff. Bei einer Blutarmut ist das nicht mehr möglich und der Körper wird nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Wenn die Anämie langsam einsetzt, sind die Symptome oft vage und können Müdigkeit, Schwäche und Kurzatmigkeit hervorrufen.

Diego Maradona weist Gerüchte um baldigen Tod zurück

Im vergangenen November wurde spekuliert, dass er ernsthaft krank sei. So leugnete er, dass er im Sterben liegt. In einem Video, sagte er: "Ich möchte Ihnen sagen, dass ich überhaupt nicht sterbe, dass ich ruhig schlafe, weil ich arbeite. Was ich aber weiß, ist, dass sich die Menschen mit zunehmendem Alter mehr Sorgen darüber machen, was sie verlassen werden, als darüber, was sie tun. Ich sage Ihnen allen, dass ich nichts hinterlassen werde, dass ich es spenden werde. Ich werde nicht alles verschenken, was ich in meinem Leben beim Laufen verdient habe, ich werde es spenden." Außerdem wies er zurück, an Alzheimer zu leiden.

Als Reaktion auf die Ängste um seine Gesundheit, die seine Tochter Gianinna eine Woche zuvor ausgelöst hatte, indem er anscheinend die Fans bat, "für ihn zu beten", und behauptete, er werde wie ein "Löwe im Käfig" mit Pillen ruhiggestellt, fügte er hinzu: "Ich weiß nicht, was sie sagen wollte oder was sie interpretiert hatte."

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bos/sig/news.de/dpa

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