Marius Borg Høiby: Er will raus – Fußfessel-Haft wird für Mette-Marits Sohn zur Qual

Mette-Marits Sohn hat offenbar die Nase voll! Marius Borg Høiby will raus aus der Fußfessel-Haft auf Schloss Skaugum und zurück in die Freiheit. Dafür nimmt er sogar in Kauf, später länger hinter Gittern zu landen.

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Mette-Marits Sohn will raus aus der Untersuchungshaft – seine Verteidiger sprechen von einer unerträglichen Situation. (Foto) Suche
Mette-Marits Sohn will raus aus der Untersuchungshaft – seine Verteidiger sprechen von einer unerträglichen Situation. Bild: picture alliance/dpa/NTB SCANPIX/EPA | Vegard Wivestad Grott
  • Marius Borg Høiby fordert seine Entlassung aus der Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel
  • Seine Verteidiger sprechen von einer inzwischen unerträglichen Situation auf Skaugum
  • Polizei und Staatsanwaltschaft befürchten neue Straftaten und verlangen vier weitere Wochen Haft

Marius Borg Høiby hat offenbar genug von einem Leben unter elektronischer Überwachung! Der Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit (53) will seine Freiheit zurück – und nimmt dafür offenbar sogar Nachteile bei seiner späteren Gefängnisstrafe in Kauf. Am Montag (2. November) musste sich der 29-Jährige vor dem Bezirksgericht in Oslo verantworten. Dort wird über seinen Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft entschieden.

Marius Borg Høiby will Fußfessel-Haft auf Skaugum beenden

Seit Mitte Juli befindet sich Høiby mit elektronischer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum. Doch die vermeintlich komfortable Alternative zum Gefängnis scheint für ihn inzwischen zur Belastung geworden zu sein.

Seine Verteidiger Daniel Storrvik und Alexander Greaker wollen erreichen, dass ihr Mandant bis zum Beginn seines Berufungsverfahrens ohne Haftauflagen leben darf. Dieses soll am 9. Februar 2027 beginnen. Besonders brisant: Die bisherige Zeit in Untersuchungshaft wird normalerweise auf seine spätere Gefängnisstrafe angerechnet. Sollte Høiby jetzt freikommen, würden keine weiteren Hafttage mehr hinzukommen, die ihm später angerechnet werden könnten. Er müsste entsprechend länger hinter Gittern bleiben.

Verteidiger spricht von unerträglicher Situation auf Skaugum

Warum will Marius Borg Høiby ausgerechnet seine Unterbringung auf dem königlichen Anwesen beenden? Sein Anwalt Daniel Storrvik deutete gegenüber dem norwegischen Sender TV2 an, dass sich die Umstände verändert hätten.

"Das war für einige Zeit eine gute Vereinbarung. Inzwischen gibt es aber Umstände, auf die ich nicht eingehen möchte, die einiges geändert haben."

Weitere Einzelheiten wollte der Jurist nicht nennen. Wie groß der Leidensdruck seines Mandanten offenbar ist, machte er jedoch mit einer weiteren Aussage deutlich: "Dass er dennoch um Freilassung bittet, sagt etwas über seine prekäre Lage aus."

Auch Høibys Verteidiger Alexander Greaker betonte, dass die Belastung durch die aktuelle Haftsituation größer sei, als öffentlich bekannt werde.

Zwei Zeugen sollen Marius Borg Høibys Lage schildern

Um das Gericht von einer Freilassung zu überzeugen, haben die Anwälte zwei Zeugen aufgeboten. Einer stammt aus der norwegischen Bewährungshilfe und soll die bisherige Fußfessel-Regelung beurteilen. Der zweite ist ein medizinischer Behandler, der Høiby bereits längere Zeit betreut.

Auch der 29-Jährige selbst soll vor Gericht schildern, wie sehr ihn die derzeitigen Einschränkungen belasten.

Polizei und Staatsanwaltschaft sehen hingegen weiterhin eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Sie befürchten, dass Høiby ohne die Kontrolle durch die elektronische Fußfessel wieder Alkohol und Drogen konsumieren und dadurch erneut straffällig werden könnte. Die Anklagebehörde fordert deshalb eine Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere vier Wochen.

Vier Jahre Gefängnis: Marius Borg Høiby wartet auf Berufungsprozess

Die Situation ist auch deshalb brisant, weil Høiby bereits eine mehrjährige Haftstrafe droht. Am 15. Juni 2026 wurde er in Oslo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sprach ihn unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen sowie wegen Gewalt in einer früheren Beziehung schuldig. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen.

Høiby hat gegen mehrere Schuldsprüche Berufung eingelegt. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.

Am 9. Februar 2027 soll der Berufungsprozess beginnen. Bis dahin möchte der Sohn von Mette-Marit offenbar nicht länger unter den bisherigen Haftbedingungen auf Skaugum leben.

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