Sarah Ferguson, die Skandalnudel: Diese Fehltritte machten Fergie zur Königin der Skandale
Sie mag nur zehn Jahre mit Ex-Prinz Andrew verheiratet gewesen sein, doch Sarah Fergusons Skandale reichen für ein ganzes Leben. Welche Fehltritte Fergie zur ungekrönten Königin der Fettnäpfchen machten, wird hier verraten.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Sarah Ferguson und ihre umfangreiche Skandal-Akte
- Ex-Herzogin von York ließ britisches Königshaus mit Fehltritten ergeben
- Epstein-Skandal, liebkoste Zehen, Diplomatie-Debakel: Diese Fergie-Skandale sind unvergessen
Im britischen Königshaus gab es im Laufe der Jahrhunderte einige Persönlichkeiten, die ihre Spuren hinterlassen haben - etwa König Heinrich VIII. (1491 - 1547) mit seinen sechs Ehefrauen oder König Edward VIII., der das Haus Windsor mit seiner Abdankung 1936 durcheinanderwirbelte. Eine, die den Briten-Royals als legendäre Skandalnudel bis heute erhalten ist, hört auf den Namen Sarah Ferguson und ist streng genommen seit ihrer Scheidung von Ex-Prinz Andrew kein Mitglied der Königsfamilie mehr - in den royalen Schlagzeilen findet sich Fergie jedoch bis heute aus gutem Grund wieder.
Sarah Ferguson als Palast-Schreck: Prinz Philip konnte seine luxussüchtige Schwiegertochter nicht ausstehen
Dass die als Sarah Margaret Ferguson am 15. Oktober 1959 in London geborene Fergie alles andere als ein Mauerblümchen ist, zeichnete sich schon vor ihrer Hochzeit mit Queen Elizabeths zweitältestem Sohn Andrew am 23. Juli 1986 ab. Die quirlige Fergie, die seit ihrer Eheschließung als Herzogin von York firmierte, schwelgte als Schwiegertochter der Queen im royalen Luxus und erleichterte das Spesenkonto der Windsors um Unsummen, um ihre Konsumwünsche zu erfüllen und um den Globus zu jetten. Kaum verwunderlich, dass Sarah Ferguson innerhalb der Königsfamilie nur wenige Fans hatte - ihr Schwiegervater Prinz Philip soll die Herzogin von York dem Vernehmen nach sogar so unausstehlich gefunden haben, dass er Fergie bei jeder Gelegenheit demonstrativ aus dem Weg ging.
Skandalakte Sarah Ferguson: Diese Fergie-Fehltritte gingen in die Royals-Geschichte ein
Dafür verantwortlich soll nicht nur Fergies lebhaftes Temperament gewesen sein, sondern auch ihr Talent, in jedes Fettnäpfchen mit Anlauf hineinzuspringen - Skandale zogen Fergie seit jeher magisch an und blieben freilich auch der Klatschpresse nicht verborgen. Auch nach dem Aus der knapp zehn Jahre bestehenden Ehe mit Andrew Mountbatten-Windsor - die Scheidung wurde 1996 rechtskräftig, nachdem sich Fergie und der damalige Herzog von York bereits 1992 getrennt hatten - landete Sarah Ferguson immer wieder mit Missgeschicken in den Schlagzeilen.
Sarah Fergusons Zehen sorgten für einen Paparazzi-Skandal erster Güte
Kurz nachdem Sarah Ferguson und Andrew offiziell getrennte Wege gingen, legte Fergie mit einem schlüpfrigen Skandal vor, der im Königshaus für blankes Entsetzen sorgte. Paparazzi bekamen die damals 32-jährige Herzogin von York und ihren Liebhaber, den US-amerikanischen Geschäftsmann John Bryan, bei einer intimen Schmusestunde in Saint-Tropez vor die Linse, als sich Fergie gerade in einer Sonnenliege räkelte und ihr Lover ausgiebig ihre Füße verwöhnte und an Fergies Zehen lutschte. Durch die britische Klatschpresse verbreiteten sich die Bilder wie auf Lauffeuer und Fergies Skandalakte war um einen Eintrag reicher.
@Murky__Meg @yankeewally2 Wally you said in one of your videos the other day who sucked whose toes when Sarah Ferguson had the affair!? Hope this answers your question???????? https://t.co/NUWskB1KtL
— WINDSORS????THE TRUE ROYALS,???????????????????????????????????????????????? (@Annmarielane85) October 3, 2020
Ex-Herzogin Fergie kassierte Mega-Summe für Royals-Kontakte - bis die Falle zuschnappte
Fergies Schwäche für Reichtum und Luxus dürfte auch dazu beigetragen haben, dass sich die ehemalige Herzogin im Jahr 2010 auf dünnes Eis begab: Einem indischen Geschäftsmann versprach Fergie, den Kontakt zum damaligen Prinzen Andrew herzustellen, der nicht nur als Mitglied der Königsfamilie, sondern auch als Handelsbeauftragter des Britischen Königreiches hoch im Kurs stand. Für einen Händedruck und ein freundliches Dankeschön allein wurde Fergie allerdings nicht tätig, sondern verlangte für ihre Vermittlerrolle eine halbe Million Pfund. Was Sarah Ferguson nicht ahnte, als sie sich eine Anzahlung von 40.000 Pfund überreichen ließ: Der angebliche Geschäftsmann war ein Undercover-Reporter, der schamlose Deal wurde per Video aufgezeichnet und folgerichtig veröffentlicht. Fergie musste in den sauren Apfel beißen und sich entschuldigen, um ihren ramponierten Ruf zu retten - König Charles' Ex-Schwägerin tat dies höchst öffentlichkeitswirksam in einem TV-Interview mit Oprah Winfrey.
Dieser Skandal hätte Sarah Ferguson beinahe in den Knast gebracht
Schon zwei Jahre zuvor hatte Sarah Ferguson einen Skandal an der Backe, der noch weitere Kreise zog: Als Philanthropin hatte Fergie ein staatliches Waisenhaus in der Türkei besucht und es sich in den Kopf gesetzt, dortige Missstände in einer Undercover-Reportage für den britischen Sender ITV publik zu machen. Die türkischen Behörden fanden das alles andere als amüsant, zumal die damalige Herzogin von York unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und in Verkleidung in das Land eingereist war und Minderjährige für die TV-Doku ohne Rücksicht auf Privatsphäre filmte. Für Fergie hagelte es deshalb nicht nur Schelte von politischer Seite, sie wurde auch Anfang 2012 an einem türkischen Gericht angeklagt - den Kopf aus der diplomatischen Schlinge ziehen und einer Gefängnisstrafe entgehen konnte Fergie letztlich nur, da Großbritannien eine Auslieferung an die Türkei ablehnte und das Verfahren platzte.
Übrigens: Kennen Sie schon den brandneuen Adels-Podcast "Royales Rauschen" von news.de? Am besten gleich reinhören und keine Meldung aus den Königspalästen mehr verpassen!
Epstein-Skandal brach Ex-Prinz Andrew das Genick - und Sarah Ferguson ebenso
All diese Skandälchen könnte man mit mit viel gutem Willen mit einem Seufzer und den Worten "Typisch Fergie!" in die royale Anekdoten-Mottenkiste verbannen, doch in Sarah Fergusons Vita findet sich ein Fehltritt, der keineswegs zum Schmunzeln ist. Ebenso wie ihr Ex-Gatte Andrew pflegte auch Fergie jahrelang freundschaftlichen Umgang mit dem verurteilten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein - aus persönlicher Korrespondenz der früheren Herzogin von York und dem 2019 in Haft gestorbenen US-Finanzier ist bekannt, dass Fergie vor allem auf das Vermögen Epsteins aus war und sich nur zu gern Luxusreisen von dem Mann bezahlen ließ, der Minderjährige in einem Missbrauchsring ausbeutete.
Obdachlos und ohne Titel: Sarah Ferguson kommt Bekanntschaft mit Jeffrey Epstein teuer zu stehen
Für Fergies Ex bedeutete die Verbindung mit Epstein das endgültige royale Aus, den Verlust sämtlicher Titel und Würden sowie die Verbannung aus dem Anwesen "Royal Lodge" in Windsor - und Fergie, obgleich seit Jahrzehnten von Andrew geschieden, flog gleich mit raus. Nach der Scheidung hatten sich die einstigen Eheleute weiterhin eine Wohnstätte geteilt und sich um die inzwischen längst erwachsenen Tochter Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie gekümmert. Andrew Mountbatten-Windsor, wie der Ex-Prinz heute heißt, lebt inzwischen in einer kargen Behausung in Sandringham - allerdings ohne Fergie als Mitbewohnerin. Im Zuge der Enthüllungen büßte Sarah Ferguson nicht nur ihren Wohnsitz und ihren Titel als Herzogin von York ein, auch die Ehrenbürgerwürde von York ist für Fergie passé. Zudem kappten etliche Wohltätigkeitsorganisationen, mit denen die frühere Schwägerin von König Charles III. verbunden war, die Zusammenarbeit mit der Skandalnudel.
Weiterer Lesestoff für Royals-Interessierte wartet hier:
- Diese Jobs hatten die Royals vor ihrer Zeit im Königshaus
- Diese merkwürdigen Royals-Bräuche prägen die Windsor-Tradition bis heute
- Sussex-Scheidung nicht zu stoppen? Ausgerechnet Lady Di soll schuld sein
- Haben Prinz Harry und Prinz William eine geheime Schwester?
- Briten-Royals im Bildungs-Check - wie schlau ist der Windsor-Clan?
loc/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.