Marius Borg Høiby: Royals-Spross sägt seine Anwälte ab - neues Team soll seine Haftstrafe kippen

Anwalts-Hammer bei Marius Borg Høiby! Kurz vor dem Berufungsprozess tauscht der Sohn von Mette-Marit erneut sein Verteidiger-Team aus. Jetzt soll eine neue Strategie her. Was sich der Norwegen-Royal von diesem Schritt erhofft? Eine deutlich kürzere Haftstrafe.

Erstellt von - Uhr

Neue Anwälte, neue Strategie: Marius Borg Høiby setzt im Berufungsverfahren auf ein junges Verteidiger-Duo. (Foto) Suche
Neue Anwälte, neue Strategie: Marius Borg Høiby setzt im Berufungsverfahren auf ein junges Verteidiger-Duo. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Lise Aserud
  • Marius Borg Høiby tauscht erneut seine Anwälte aus
  • Neues Anwaltsteam soll seine Haftstrafe kippen
  • Im Berufungsprozess sollen unter anderem neue Zeugen gehört werden
  • Es ist bereits sein drittes Anwaltsteam seit Beginn der Ermittlungen

Der Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal nicht wegen neuer Vorwürfe, sondern wegen eines weiteren Wechsels seines Verteidigerteams. Wie am 24. September aus übereinstimmenden norwegischen Medienberichten hervorging, hat der 29-jährige Marius Borg Høiby seine bisherigen Anwälte entlassen.

Marius Borg Høiby tauscht vor Berufungsprozess seine Verteidiger aus

Mit Alexander Greaker und Daniel Storrvik steht ihm nun bereits das dritte juristische Team seit Beginn der Ermittlungen im August 2024 zur Seite. Die beiden Juristen bestätigten den Mandatswechsel gegenüber dem norwegischen Sender "TV 2": "Wir haben uns entschieden, die Verteidigung zu übernehmen, da Marius Borg Høiby von seinem Recht Gebrauch gemacht hat, den Verteidiger zu wechseln." Ihre Aufgabe: den im Juni zu vier Jahren Haft verurteilten Høiby im anstehenden Berufungsverfahren zu vertreten.

NeuesAnwaltsteamvon Mette-Marits Sohn kündigt frische Beweise und neue Zeugen an

Greaker und Storrvik wollen keine Zeit verlieren. Laut "Dana Press" starten die Vorbereitungen für das vierwöchige Berufungsverfahren umgehend – dieses ist ab dem 9. Februar 2027 vor dem Borgarting-Berufungsgericht angesetzt.

Die neuen Verteidiger gaben sich gegenüber "TV 2" selbstbewusst: "Jetzt bringen wir eine neue Perspektive ein und haben die Möglichkeit, eine neue Strategie zu entwickeln. Das werden wir auch tun." Konkret planen sie eine eigene Beweisaufnahme und wollen sich intensiv in sämtliche Akten einarbeiten.Greaker kündigte zudem an, dass im Berufungsverfahren unter anderem neue Zeugen aussagen sollen, die Licht auf Høibys Beziehung zu seiner Ex-Freundin Nora Haukland werfen könnten.

Dass ihr Mandant die bisherigen Anwälte vor dem nächsten Instanzenzug austauscht, sei dabei kein ungewöhnlicher Vorgang, betonte Greaker. Der Wechsel zwischen Amtsgericht und Berufungsgericht sei keineswegs als Kritik an den Vorgängern zu werten.

Drei Teams in zwei Jahren - Mette-Marits Sohn hofft auf verkürzte Haftstrafe

Die Vorgeschichte der anwaltlichen Vertretung liest sich wie ein Stühlerücken im Gerichtssaal. Als die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn im August 2024 anliefen, übernahm zunächst Øyvind Bratlien die Verteidigung. Dieser legte das Mandat jedoch nieder, bevor es zum Prozess kam.

Im Februar 2025 sprangen daraufhin Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic ein. Sie waren es, die Høiby durch den medial aufgeladenen Prozess vor dem Osloer Amtsgericht begleiteten – jenen Prozess, der am 15. Juni 2026 mit dem Schuldspruch und einer vierjährigen Haftstrafe endete.

Nun also Greaker und Storrvik als dritte Besetzung. Ob der erneute Personalwechsel dem 29-Jährigen tatsächlich bessere Karten verschafft, wird sich ab Februar zeigen.

Sexualdelikte und Gewalt – das wird dem Norwegen-Royal vorgeworfen

Das Osloer Amtsgericht befand Høiby am 15. Juni 2026 in mehreren schwerwiegenden Anklagepunkten für schuldig. Im Zentrum standen die sogenannte Schlafvergewaltigung zweier Frauen sowie gewalttätige Übergriffe gegen seine ehemalige Partnerin Nora Haukland im Rahmen einer Beziehung.

Vier Jahre Haft lautete das Strafmaß – doch damit waren beide Seiten unzufrieden. Høiby legte unmittelbar nach der Urteilsverkündung Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft zog nach und kritisierte die Strafe als zu niedrig. Auch die Forderungen nach Wiedergutmachung und Schadensersatz stehen damit erneut zur Verhandlung.

Ab Februar 2027 muss sich der Sohn der norwegischen Königin also ein weiteres Mal vor Gericht verantworten – mit neuem Team und neuer Strategie.

Auch diese Royals-News sind einen Blick wert:

/news.de/dpa/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.