Norwegisches Königshaus: "Er hat sich selbst geschadet" – Royal-Expertin rechnet wegen Marius mit Haakon ab
Marius Borg Høiby sorgt nach seiner Rolle bei der Beisetzung von König Harald weiter für Diskussionen. Eine Royal-Expertin kritisiert nun König Haakon VIII. und wirft ihm einen widersprüchlichen Umgang mit Stiefsohn Marius vor.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Marius Borg Høiby trug bei König Haralds Beisetzung den Sarg mit
- Eine Umfrage zeigt breite Zustimmung der Norweger
- Royal-Expertin Tove Taalesen kritisiert König Haakon
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Die Beerdigung von König Harald V. hat in Norwegen nicht nur wegen des Abschieds vom langjährigen Monarchen für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch der Auftritt von Marius Borg Høiby wurde intensiv diskutiert. Der Sohn von Königin Mette Marit war bei der Überführung des Sarges beteiligt und wurde dabei von Fernsehkameras begleitet.
Høiby wurde im Juni 2026 zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Entscheidung ist wegen seiner eingelegten Berufung noch nicht rechtskräftig. Vor diesem Hintergrund sorgte seine sichtbare Rolle bei der Trauerfeier für Kritik.
Mehrheit der Norweger unterstützt Marius Borg Høiby
Eine aktuelle Umfrage des norwegischen Mediums "VG" zeichnet allerdings ein anderes Bild. Demnach befürworten 58 Prozent der Befragten, dass Marius beim Tragen des Sarges seines Stiefopas dabei war. Lediglich 21 Prozent lehnen dies vollständig oder teilweise ab. Royal-Expertin Tove Taalesen sieht darin einen Hinweis darauf, dass viele Norweger zwischen Marius als Familienmitglied und seiner fehlenden offiziellen Stellung im Königshaus unterscheiden. Für sie war seine Teilnahme am Abschied von seinem Großvater nachvollziehbar. "Etwas anderes wäre herzzerreißend gewesen", erklärte Taalesen gegenüber "Nettavisen". Die Mehrheit zeige ihrer Ansicht nach, dass sie diese Einschätzung teile.
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Kritik richtet sich gegen König Haakon VIII.
Trotz ihrer Zustimmung zu Marius' Teilnahme nimmt Taalesen "Bunte" zufolge König Haakon VIII. ins Visier. Der Monarch habe in der Vergangenheit betont, dass Marius nicht zum Königshaus gehöre. Gleichzeitig sei er bei einer offiziellen Zeremonie sichtbar eingebunden worden. Genau darin sieht die Expertin einen Widerspruch. "Wenn König Haakon bei dem Argument bleiben will, dass Marius kein Teil des Königshauses ist, dann ist es falsch, dass er beim Tragen des königlichen Sarges durch die offiziellen Räume des Schlosses im Live Fernsehen dabei ist", sagte sie.
Ihre Schlussfolgerung fällt deutlich aus: "Ich denke, er hat sich dabei selbst geschadet."
Norwegens König Haakon muss zwischen Familie und Amt abwägen
Für den norwegischen König ist der Umgang mit Marius damit weiterhin eine schwierige Angelegenheit. Einerseits gehört der 29-Jährige zur Familie und ist ein Enkel von Harald und Sonja. Andererseits ist er kein offizielles Mitglied des Königshauses und steht wegen des gegen ihn ergangenen Urteils im Fokus. Hinzu kommt, dass Marius seine Untersuchungshaft unter elektronischer Überwachung auf Skaugum verbringen darf. Seine Zukunft im Umfeld der Königsfamilie dürfte deshalb auch künftig Fragen aufwerfen. Die zentrale Herausforderung für Haakon besteht darin, familiäre Nähe und die öffentliche Rolle der Monarchie miteinander zu vereinbaren. Wie stark Marius künftig bei offiziellen Anlässen auftreten wird, bleibt dabei offen.
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mlk/news.de
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