König Charles III. verliert Vertrauten: Prinz Harry kann jubeln - sein Erzfeind verschwindet aus dem Palast

In seinen Memoiren ließ Prinz Harry keinen Zweifel daran, wen er im britischen Königshaus am wenigsten leiden konnte - nun darf der Herzog von Sussex frohlocken. Sir Clive Alderton, ein langjähriger Vertrauter von König Charles III., räumt das Feld.

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Sir Clive Alderton war Prinz Harry stets ein Dorn im Auge - nun verlässt Harrys Erzfeind nach vielen Jahren den Palast. (Foto) Suche
Sir Clive Alderton war Prinz Harry stets ein Dorn im Auge - nun verlässt Harrys Erzfeind nach vielen Jahren den Palast. Bild: picture alliance/dpa | Fabian Strauch
  • König Charles III. verliert langjährigen Vertrauten Sir Clive Alderton
  • Privatsekretär des Königs geht in Rente
  • Prinz Harry kann jubeln: Sein Erzfeind verschwindet aus dem Palast

Vollzeit-Royals wie König Charles III., Prinzessin Kate oder Prinzessin Anne mögen diejenigen sein, die im royalen Rampenlicht stehen - doch die wirklich einflussreichen Personen bei Hofe bleiben der Öffentlichkeit meist verborgen. Zu denen, die hinter den Kulissen für reibungslose Abläufe sorgen und den Mitgliedern der Königsfamilie so nahe kommen wie niemand sonst, gehört auch Sir Clive Alderton, der als wichtigster Privatsekretär von König Charles III. einer der einflussreichsten Höflinge der modernen britischen Monarchie sein dürfte.

Prinz Harry darf jubeln: Sein Erzfeind zieht sich aus dem Palast zurück

Doch während Sir Clive Alderton als zentraler Strippenzieher hinter der Thronbesteigung und der Krönung von Charles III. beim britischen Monarchen hohes Ansehen genießt, sind andere Royals gar nicht gut auf ihn zu sprechen - allen voran Prinz Harry, der in aller Öffentlichkeit ein Hühnchen mit Alderton rupfte, als er seine Memoiren mit dem Titel "Spare ("Reserve") veröffentlichte. Nun sieht jedoch alles danach aus, als habe Prinz Harry Grund zum Jubeln: Sein erklärter Erzfeind kehrt dem Königshaus den Rücken.

Sir Clive Alderton verlässt König Charles III. und geht in den Ruhestand

Wie die britische "Daily Mail" schreibt, habe sich Sir Clive Alderton entschlossen, den königlichen Dienst im Mai 2027 zu verlassen. Nach zwei Jahrzehnten an der Seite des Monarchen fällt sein Abschied mit seinem 60. Geburtstag zusammen. Die Nachricht vom bevorstehenden Ruhestand des Höflings dürfte im Buckingham-Palast wie ein kleines Erdbeben wirken, immerhin war es Clive Alderton, der das Königshaus durch die schwierige Phase der Krebsdiagnose von König Charles III. im Jahr 2024 steuerte. In einer Mitteilung an die Belegschaft erklärte er: "Es war die größte vorstellbare Ehre, dem König und der Königin in meiner jetzigen Rolle durch solch historische Zeiten zu dienen – begleitet von unvergesslichem Humor."

Prinz Harry und Clive Alderton: Deshalb kann der Sussex-Herzog die "Wespe" nicht ausstehen

Als langjähriger Privatsekretär von König Charles III. gehörte es zu Sir Clive Aldertons Pflichten, Staatsgäste wie Wolodymyr Selenskyj im Palast willkommen zu heißen. (Foto) Suche
Als langjähriger Privatsekretär von König Charles III. gehörte es zu Sir Clive Aldertons Pflichten, Staatsgäste wie Wolodymyr Selenskyj im Palast willkommen zu heißen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Kirsty O'connor

Während man im britischen Palast Aldertons Abgang bedauert, dürfte die Freude in Montecito, dem Wohnsitz von Prinz Harry, kaum zu überhören sein. Der Herzog von Sussex hatte Alderton in seinen Memoiren als "Die Wespe" gebrandmarkt. In "Spare" rechnete der Herzog von Sussex schonungslos mit den Spitzenberatern der drei königlichen Haushalte ab. Er bezeichnete das damalige Mächtetrio als "die Biene, die Fliege und die Wespe" – wobei Alderton als Letzterer am schlechtesten wegkam. Prinz Harry beschrieb ihn als "arrogant" und als jemanden, der hervorragend Höflichkeit vortäuschen könne, einen dann aber "auf seine Liste" setze und "mit seinem überdimensionierten Stachel" so zusteche, dass man vor Verwirrung aufschreie.

Vor allem machte Harry den Privatsekretär seines Vaters dafür verantwortlich, eine Aussöhnung mit König Charles III. aktiv zu blockieren. Vertraute des Diplomaten weisen diesen Vorwurf entschieden zurück: Kein Berater würde es sich anmaßen, sich auf persönlicher Ebene zwischen Vater und Sohn zu stellen. Allerdings sei es Aldertons Pflicht gewesen, den Monarchen vor verfassungsrechtlich heiklen Situationen zu schützen – auch vor dem eigenen Sohn.

Sir Clive Alderton setzte Ex-Prinz Andrew vor die Tür

Nicht nur Prinz Harry dürfte Aldertons Abschied ohne Tränen zur Kenntnis nehmen. Auch Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Herzog von York und Onkel von Prinz Harry, zählt kaum zu seinen Bewunderern. Der Privatsekretär spielte eine entscheidende Rolle dabei, Andrew systematisch aus dem königlichen Leben zu drängen – einschließlich des Entzugs seiner Titel und der Bemühungen, ihn aus der Royal Lodge zu vertreiben. Zwar ist dieses Kapitel noch nicht vollständig abgeschlossen, doch die Grundlagen für Andrews endgültige Entfernung aus dem royalen Gefüge sind gelegt. Alderton schuf die Voraussetzungen dafür, dass der einst privilegierte Königssohn faktisch keinerlei offizielle Funktion mehr ausübt. Ob sein Weggang die Dynamik innerhalb der Familie verändert – sowohl im Hinblick auf Harry als auch auf Andrew –, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Monate.

So zog Sir Clive Alderton im britischen Königshaus jahrelang die Fäden

Aldertons Weg an die Spitze des königlichen Apparats begann 2006, als der erfahrene Karrierediplomat als stellvertretender Privatsekretär in den Dienst des damaligen Prinzen von Wales trat. Zu diesem Zeitpunkt war Charles' öffentliches Ansehen alles andere als glänzend, sein Hofstaat trug wegen interner Machtkämpfe den Spitznamen "Wolf Hall".

2009 stieg Alderton zum Privatsekretär für Auswärtige Angelegenheiten auf. Eine kurze Unterbrechung folgte 2012, als er zum britischen Botschafter in Marokko ernannt wurde – doch bereits 2015 holte man ihn zurück. Für seine Rückkehr wurde eigens der Titel des "Principal Private Secretary" geschaffen, eine Position, die es zuvor nicht gegeben hatte. Mit der Thronbesteigung am 8. September 2022 wurde er automatisch zum obersten Privatsekretär von König Charles III. und Königin Camilla – und hatte damit die mächtigste Beraterposition im gesamten Palast inne.

Seinem Privatsekretär verdankt König Charles III. alles

Clive Aldertons wohl bedeutendste Leistung war es, den einst notorisch einmischungsfreudigen Thronfolger politisch zu zähmen. Die berüchtigten "Black Spider Memos" – handschriftliche Briefe, mit denen Charles Minister zu beeinflussen versuchte – gehörten der Vergangenheit an, lange bevor er den Thron bestieg. Gleichzeitig sorgte Alderton dafür, dass das Vermächtnis des Prinzen als Impulsgeber für nationalen und internationalen Wandel erhalten blieb.

Die Thronbesteigung nach dem Tod von Königin Elizabeth II. verlief – von klemmenden Kugelschreibern abgesehen – bemerkenswert reibungslos, ebenso wie die anschließende Krönung. Beides hatte Alderton über Jahre akribisch vorbereitet. Auch durch die schweren Monate nach der Krebsdiagnose 2024 navigierte er den Monarchen sicher.

Inzwischen hat König Charles alle wichtigen Premieren absolviert: von den ersten Staatsbesuchen über die US-Reise bis hin zum Besuch des Überseegebiets Bermuda. Gesundheitlich befinde sich der König derzeit in einer "guten Verfassung".

Clive Alderton verwandelte Camilla Parker Bowles von der ungeliebten Geliebten in eine echte Königin

Insider betrachten außerdem die Verwandlung von Camilla Parker Bowles als einen von Aldertons größten Coups. Als er 2006 in den königlichen Dienst eintrat, schien es schlicht undenkbar, dass die damalige Herzogin von Cornwall jemals den Titel einer Königin tragen würde. Dass genau das heute Realität ist, trägt maßgeblich seine Handschrift.

Königin Camilla hat sich inzwischen mit Engagement, Pflichtbewusstsein und einer guten Portion Humor einen festen Platz im öffentlichen Leben erarbeitet – etwa mit ihrem Einsatz gegen häusliche Gewalt. Trotz aller Vorbehalte, die manche bis heute hegen, lässt sich kaum bestreiten, dass sie ihre Rolle mit Überzeugung ausfüllt. Der König selbst sei mit seiner Frau an seiner Seite ein "deutlich glücklicherer Mensch", heißt es aus dem Umfeld des Palastes.

Sir Clive Alderton verlässt den Palast - jetzt beginnt die Suche nach dem Unersetzlichen

Alderton selbst gab seinen Rückzug bewusst frühzeitig bekannt, damit ein "offener und rigoroser Rekrutierungsprozess" eingeleitet werden kann. Die Suche nach einem Nachfolger soll sowohl intern als auch extern stattfinden, eine Übergabe ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.

Kollegen würdigten seine "immense und entscheidende" Rolle – insbesondere bei der jahrelangen Planung der Thronbesteigung, seinem Vorsitz im Krönungskomitee und der Steuerung der komplexen ersten Regierungsjahre. König und Königin zeigten sich "zutiefst dankbar" für seinen "unermüdlichen Einsatz und weisen Rat".

Der royale Autor Valentine Low ordnete Alderton als "Inbegriff des Höflings" ein – elegant, charmant und weltgewandt – und stellte ihn auf eine Stufe mit Christopher Geidt, dem legendären Privatsekretär der verstorbenen Königin. Doch selbst Bewunderer räumten ein, dass sein machiavellistischer Ruf ihm vorauseilte. Ein Insider nannte ihn eine "Figur aus Wolf Hall – ein Stratege, ein Schachspieler". Und das war einer seiner Freunde.

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