König Harald V. und Königin Sonja trauern: Norwegens Royals von Trauer um ältesten Wegbegleiter überwältigt
Traurige Nachrichten aus dem norwegischen Königshaus: König Harald V. und Königin Sonja müssen von dem 91-jährig verstorbenen Johan Baumann Abschied nehmen, mit dem sie eine lebenslange innige Freundschaft verband.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Norwegen-Royals in tiefer Trauer um Johan Baumann
- LangjährigerPräsident des norwegischen Skiverbandes mit 91 Jahren gestorben
- König Harald V. und Königin Sonja trauern um langjährigen Weggefährten
Im norwegischen Königshaus waren positive Nachrichten zuletzt rar gesät: Nicht nur die juristischen Probleme, die Kronprinz Haakons Stiefsohn Marius Borg Høiby in die Schlagzeilen katapultierten, auch das Gesundheitsdrama um Kronprinzessin Mette-Marit hielt die Königsfamilie in Atem. Doch kaum hat Thronfolgergattin Mette-Marit ihre lebensrettende Lungentransplantation überstanden und ist aus dem Krankenhaus entlassen worden, ereilt das norwegische Königspaar ein weiterer Schicksalsschlag.
Norwegen-Royals in tiefer Trauer um verstorbenen Johan Baumann
König Harald (89) und Königin Sonja (89) haben einen ihrer engsten Vertrauten verloren. Johan Baumann, der das norwegische Königspaar seit Kindertagen begleitete, verstarb am 16. Juli im Alter von 91 Jahren. Baumann zählte über Jahrzehnte hinweg zum innersten Kreis der norwegischen Königsfamilie, wie unter anderem bei "Gala" und "Bunte" zu lesen ist. Johan Baumann war nicht nur bei offiziellen Terminen regelmäßig an der Seite des norwegischen Monarchen und seiner Frau zu sehen, sondern auch bei privaten Zusammenkünften stets präsent.
Johan Baumann ist tot: Wintersport-Legende und enger Royals-Vertrauter mit 91 Jahren gestorben
Neben seiner engen Bindung an das Königshaus machte sich der 91-Jährige als Präsident des norwegischen Skiverbandes, erfolgreicher Hundeschlittenfahrer, Berufsoffizier und Kommunalpolitiker einen Namen. Sein Tod trifft Harald und Sonja mitten in den Sommerferien. Für den König bedeutet der Abschied den Verlust eines weiteren Weggefährten, der ihn seit den frühesten Jahren in Oslo durch sein gesamtes Leben begleitet hat.
König Harald V. von Norwegen und Johan Baumann waren seit Kindertagen unzertrennlich
König Harald und Johan Baumann begegneten sich erstmals als Jungen in der norwegischen Hauptstadt. Beide gehörten dort zum gleichen Freundeskreis und blieben trotz völlig unterschiedlicher Lebenswege ein Leben lang eng verbunden. Selbst nach Haralds Aufstieg zum Thronfolger und späterem König riss der Kontakt nie ab. Auch Königin Sonja teilte eine lange gemeinsame Geschichte mit dem Verstorbenen. Beide wuchsen im Osloer Stadtteil Vinderen auf und kannten sich bereits seit frühester Kindheit. Laut "Se og Hør" war Sonja gerade einmal vier Jahre alt, als sie Baumann zum ersten Mal begegnete. Über die Jahrzehnte blieben die beiden nicht nur freundschaftlich verbunden, sondern arbeiteten auch in verschiedenen Bereichen zusammen. Baumann galt als einer jener wenigen Menschen, die auch nach der Thronbesteigung zum engsten persönlichen Umfeld des Königspaares zählten.
Johan Baumann schaffte es vom Hundeschlitten an die Spitze des norwegischen Skiverbandes
Baumann hinterließ auch im norwegischen Sport tiefe Spuren. Als aktiver Athlet trat er sowohl im Langlauf als auch im Hundeschlittenrennen an. In letzterer Disziplin dominierte er die Szene über Jahre: Laut NRK sicherte er sich den prestigeträchtigen Königspokal in den Jahren 1955, 1956, 1957, 1959 und 1960. Hinzu kamen sieben Goldmedaillen bei norwegischen Meisterschaften sowie sieben Titel bei den Nordischen Meisterschaften.
Von 1972 bis 1978 stand er dem norwegischen Skiverband zunächst als Vorsitzender vor, ehe er 1987 dessen Präsidentschaft übernahm. In dieser Funktion führte er den Verband bis 1995 durch eine entscheidende Phase. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Winterspielen 1988 in Calgary folgten unter seiner Leitung erfolgreiche Auftritte in Albertville 1992 und der historische Triumph bei den Heimspielen in Lillehammer 1994.
Trauer um Johan Baumann: Royals-Vertrauter war Offizier, Unternehmer und Lokalpolitiker
Baumanns Engagement reichte weit über den Sport hinaus. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium schlug er zunächst eine militärische Laufbahn ein. 1959 absolvierte er das Army War College, 1967 folgte das Army Staff College. Bis 1972 diente er als Berufsoffizier in den norwegischen Streitkräften und verließ das Militär im Rang eines Majors.
Anschließend wechselte er in die Privatwirtschaft und übernahm die Leitung des Outdoor-Ausrüsters Bergans. Parallel dazu engagierte er sich politisch für die Konservative Partei Høyre. Ab 1995 gehörte er dem Stadtrat von Drammen an, wo er zwischen 2003 und 2015 als Fraktionsvorsitzender die konservative Ratsfraktion anführte. Sein kommunalpolitisches Wirken erstreckte sich insgesamt bis ins Jahr 2019. Diese bemerkenswerte Bandbreite an Tätigkeiten machte Baumann zu einer der vielseitigsten Persönlichkeiten im öffentlichen Leben Norwegens.
König Harald V. von Norwegen verliert treuen Freund aus Kindertagen
Der amtierende Skiverbandspräsident Roger Finjord hob Baumanns Bedeutung für den norwegischen Wintersport hervor. "In dieser Zeit wurde ein Großteil des Fundaments für die anhaltenden Erfolge des norwegischen Skisports in den darauffolgenden Jahren gelegt", erklärte er gegenüber NRK.
Auch aus der Politik kamen bewegende Reaktionen. Der Bezirksbürgermeister von Buskerud, Tore Opdal Hansen, sagte der "Drammens Tidende": "Er war ein wahrer Gentleman. Mit Johan gab es nie Unsinn." Beide hatten über viele Jahre in der Kommunalpolitik zusammengearbeitet.
Trotz seiner engen Bindung an den Monarchen hielt Baumann stets eine klare Grenze ein. In einem früheren Gespräch mit der "Drammens Tidende" stellte er klar: "Ich habe noch nie erlebt, dass der König mit mir über Politik diskutiert hat." Das norwegische Königshaus selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu Baumanns Tod geäußert.
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