Marius Borg Høiby verurteilt: Norwegen-Royals schweigen nach Urteil für Mette-Marits Skandalsohn
Schuldig in 34 Anklagepunkten und vier Jahre Haft - das Gerichtsurteil für Marius Borg Høiby erschüttert das norwegische Königshaus. Der Palast schweigt eisern zum Urteilsspruch für Mette-Marits Sohn und tritt damit neuen Zoff los.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt
- Sohn von norwegen/1/">Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen in 34 Anklagepunkten schuldig befunden
- Høiby-Verteidiger kündigt Berufung an - Norwegen-Royals schweigen
Das Osloer Amtsgericht hat Marius Borg Høiby am 15. Juni 2026 drei Monate nach Beginn des Vergewaltigungsprozesses zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der 29-jährige Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wurde in 34 von insgesamt 40 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Besonders schwer wiegen dabei zwei Verurteilungen wegen Vergewaltigung nach norwegischem Recht.
Marius Borg Høiby zu 4 Jahren Haft verurteilt - schuldig in 34 Anklagepunkten
Das Verfahren gegen den Stiefsohn von Kronprinz Haakon gilt als einer der spektakulärsten Prozesse, die Norwegen in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert, während die Verteidigung lediglich auf eineinhalb Jahre plädiert hatte. Die Anklage umfasste ein breites Spektrum schwerer Vergehen. Dem unehelichen Sohn der schwer kranken Kronprinzessin Mette-Marit wurden insgesamt vier Vergewaltigungen vorgeworfen – in zwei Fällen habe er sich an schlafenden Frauen vergangen. Das Gericht sah diese Taten in zwei Fällen als erwiesen an.
Darüber hinaus musste sich Marius Borg Høiby wegen Körperverletzung gegen frühere Partnerinnen verantworten. Die Anklageschrift enthielt außerdem mehrfache Verstöße gegen gerichtlich angeordnete Kontaktverbote. Im Bereich der Drogendelikte ging es um den Transport von 3,5 Kilogramm Marihuana. Hinzu kamen verschiedene Verkehrsvergehen.
Anwalt von Marius Borg Høiby kündigt Berufung an
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut norwegischen Medienberichten will Høiby gegen den Richterspruch in Berufung gehen. Sein Anwalt Petar Sekulic erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur NTB, dass sein Mandant insbesondere die Schuldsprüche wegen der beiden Vergewaltigungen nicht akzeptiere. Auch die Verurteilung wegen Missbrauchs in der Beziehung zu einer früheren Partnerin wolle er anfechten.
Beide Prozessparteien haben nun eine Frist von zwei Wochen, um Rechtsmittel einzulegen. Die Verteidigung hatte während des Verfahrens einen Freispruch von sämtlichen Vergewaltigungsvorwürfen gefordert.
Norwegisches Königshaus schweigt nach Urteilverkündung gegen Marius Borg Høiby
Die Reaktion des norwegischen Königshauses auf das Urteil fällt denkbar knapp aus. In einer schriftlichen Stellungnahme teilte der Hof mit: "Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet, und das Königshaus gibt keinen Kommentar zum Ergebnis ab." Diese Zurückhaltung sorgt in Norwegen für Empörung. Bereits vor dem Urteil hatten sich König Harald V. sowie das Kronprinzenpaar zur Situation geäußert. Sie betonten damals, es handle sich um eine schwierige und unglückliche Lage für alle Beteiligten. Gleichzeitig unterstrichen sie, dass das Rechtssystem ohne Einmischung arbeiten müsse. An dieser Linie hält die königliche Familie offenbar auch nach dem Schuldspruch fest.
Opfer von Marius Borg Høiby erhalten Entschädigung - so viel muss Mette-Marits Sohn zahlen
Das Gericht verurteilte Høiby zur Zahlung von insgesamt 640.000 norwegischen Kronen an vier geschädigte Frauen. Umgerechnet entspricht dies etwa 58.000 Euro, die sich unter den Opfern aufteilen – darunter zwei ehemalige Freundinnen des Verurteilten.
Bei der Verkündung des Urteils war der 29-Jährige nicht persönlich im Gerichtssaal anwesend. Aus gesundheitlichen Gründen verfolgte er den Richterspruch per Videoübertragung aus der Untersuchungshaft im Ila-Gefängnis. Ein erneuter Antrag auf Freilassung scheiterte kurz nach der Urteilsverkündung. Høiby hatte dabei auf den kritischen Gesundheitszustand seiner Mutter verwiesen – Mette-Marit leidet an unheilbarer Lungenfibrose und wartet derzeit auf ein Spenderorgan.
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loc/news.de/dpa/stg
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