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Dusty Hill von ZZ Top ist tot: Kultiger Rock-Bassist mit 72 Jahren gestorben

Seit mehr als fünf Jahrzehnten zupfte Dusty Hill als Bassist der Kultband ZZ Top die Saiten - jetzt ist der gebürtige Texaner im Alter von 72 Jahren gestorben. Den Tod ihres Bandkollegen machten Billy Gibbons und Frank Beard öffentlich.

Bassist Dusty Hill (l.), hier mit seinem ZZ-Top-Kollegen Billy Gibbons, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Laurent Gillieron

Dusty Hill, Bassist der Rockband ZZ Top, ist tot. "Wir sind traurig über die heutige Nachricht, dass unser Kumpel Dusty Hill zu Hause in Houston, Texas, im Schlaf gestorben ist", teilten die weiteren Bandmitglieder Billy Gibbons und Frank Beard am 28. Juli 2021 auf der Webseite von ZZ Top mit. "Wir werden, so wie Legionen von ZZ-Top-Fans weltweit, deine unerschütterliche Gegenwart, dein gutherziges Naturell und deinen Ersatz für ZZ Top vermissen. Du wirst schrecklich vermisst werden, Freund."

Tod mit 72 Jahren: ZZ Top trauert um Bassisten Dusty Hill

Nähere Informationen zum Tod des Musikers, der im Alter von 72 Jahren starb, gab es seitens der Band zunächst nicht. NBC News zufolge soll der Bassist kurz vor seinem Tod über Hüftprobleme geklagt haben. Am Mittwoch, dem Sterbetag von Dusty Hill, hätte ZZ Top in Simpsonville im US-Bundesstaat South Carolina auftreten sollen - das Konzert wurde nach dem plötzlichen Tod von Dusty Hill abgesagt. Dusty Hill, der im Mai 1949 als Joe Michael Hill in Dallas im US-Bundesstaat Texas geboren wurde, hinterlässt eine Ehefrau und eine Tochter aus einer früheren Beziehung.

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Kult-Rock aus Texas: Dusty Hill gründete mit Frank Beard und Billy Gibbons ZZ Top

Nach ersten musikalischen Gehversuchen mit seinem Bruder Rocky und dem Schlagzeuger Frank Beard traf Dusty Hill auf Billy Gibbons, mit dem er im Sommer 1969 in Houston (Texas) ZZ Top gründete. Der kommerzielle Durchbruch gelang der Combo mit den markanten Bärten und dunklen Sonnenbrillen im Jahr 1973 mit "Tres Hombres". Das dritte Studioalbum gilt heute als Klassiker. Sechs Alben veröffentlichen Gibbons, Hill und Beard allein in den 70ern. In Deutschland gaben sie damals vereinzelte Auftritte, in den USA absolvierten sie von 1976 bis 1977 die riesige "World Wide Texas Tour" mit fast 100 Konzerten. 2004 wurde ZZ Top in die illustre Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Dusty Hill von ZZ Top hatte über Jahre hinweg mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen

Dusty Hill musste in der Vergangenheit aus gesundheitlichen Gründen öfter den Bass bei ZZ Top beiseite stellen. Eine Hepatitis-C-Infektion, die sich der Musiker vor 21 Jahren zuzog, zwang Dusty Hill dazu, eine Tournee abzusagen. Sieben Jahre später war es eine Tumorerkrankung, die Dusty Hills Gehör bedrohte und es dem Bassisten unmöglich machte, mit seinen Bandkollegen zu touren.

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Die Nachricht vom Tod des langjährigen ZZ-Top-Bassisten sprachen etliche Musikerkollegen ihr Beileid aus. Paul Stanley, seines Zeichens Gitarrist von Kiss, würdige Hill als "einzigartig" und "Ehrenmann seit den Tagen, als ZZ Top für uns als Vorband spielten bis zu den Tagen, als wir für sie als Vorband spielten". "Ich weiß nicht, was ich sagen soll aber 'Danke' und 'Ruhe so, wie du es verdammt noch mal möchtest!'".

AuchMichael Peter Balzary, besser bekannt als Red-Hot-Chili-Peppers-Bassist Flea, richtete Abschiedsworte an Dusty Hill: "Mann, ich bin traurig das zu hören. Ein echter Rocker, Dusty Hill. Ich werde dir immer zuhören, so wie jeder, der jemals rocken wollte, und wir werden alle davon bewegt sein. Ruhe in Frieden, mein Bass-Bruder!"

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loc/news.de/dpa