Friedrich Merz: "Schämen sie sich" - Hass nach Kanzler-Glückwünschen entbrannt

Bundeskanzler Friedrich Merz gratuliert den erfolgreichen deutsch-jüdischen Sportlern zu ihrem Erfolg bei der Maccabiah. In einem Instagram-Beitrag würdigt er deren Leistung. Doch seine Follower zeigen sich nicht erfreut. Sie reagieren mit Hohn und Hass.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Friedrich Merz während einer Ehrung der Medaillengewinner der "jüdischen Olympiade" Maccabiah 2026 im Bundeskanzleramt. (Foto) Suche
Friedrich Merz während einer Ehrung der Medaillengewinner der "jüdischen Olympiade" Maccabiah 2026 im Bundeskanzleramt. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • Friedrich Merz gratuliert deutsch-jüdischen Sportlern zum Erfolg bei der Maccabiah 2026
  • Bundeskanzler für Instagram-Beitrag böse verhöhnt
  • Kritik an Merz hält an

Die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz reißt nicht ab. Nachdem der CDU-Chef während einer Rede über pflegende Angehörige am 5. November den Plenarsaal im Bundestag verließ, stand ein Termin mit Delegierten der "jüdischen Olympiade" Maccabiah 2026 im Bundeskanzleramt an. Sein Social-Media-Team teilte mehrere Bilder der Ehrung auf dem Instagram-Account des Bundeskanzlers. Doch die harmlosen Aufnahmen lösten erneut eine Hasswelle aus.

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Maccabiah 2026 - Friedrich Merz würdigt jüdische Sportler

Die deutsch-jüdische Delegation kehrte mit 128 Medaillen als "erfolgreichstes Team von der Maccabiah 2026 zurück", heißt es in dem Beitrag. Das sei eine "starke Leistung", für die es Glückwünsche gab. "Sie haben nicht nur sportliche Höchstleistungen gezeigt, sondern auch Zusammenhalt, Mut und Stärke bewiesen", werden die Athleten und Athletinnen gelobt. Die Maccabiah zeige "wie vielfältig und lebendig jüdisches Leben ist". Merz sieht dies als Auftrag und Pflicht, Antisemitismus "gezielt zu bekämpfen" und gleichzeitig jüdisches Leben in Deutschland zu stärken und sichtbar zu machen. Am Ende folgen Dankesworte.

Wutwelle nach harmlosem Instagram-Beitrag des Kanzlers

 

Egal, was Merz und sein Team teilen: Die Kommentarspalte bietet den Nährboden für bitterböse Reaktionen. Viele greifen bestimmte Aspekte aus dem Text auf und verknüpfen sie mit den jüngsten Szenen im Bundestag. "Wie wäre es wenn Sie den Schwung mitnehmen, den Sie heute auf der Flucht vor der Realität in der Pflege hatten, und verlassen mit genau so viel Elan ihr Amt? Sie können es doch", heißt es in einem Kommentar. In einem anderen wird Merz Geltungssucht vorgeworfen. "Schämen sie sich, die Erfolge anderer für die eigene Publicity auszunutzen." "Wohlfühltermine für Herrn Merz. Ach wie schön ist, Kanzler zu spielen... nur an den wirklichen Problemen nimmt er keinen Anteil", beklagte sich ein Follower. Auch die Leitung der Sportler und Sportlerinnen wird für Kritik an der schwarz-roten Koalition genutzt. "Alle bringen starke Leistungen. Nur unsere Regierung nicht."

Der Ton in den Kommentaren bleibt unverändert. Viele lassen ihren Unmut an der Arbeit des Bundeskanzlers und der Regierung durchblicken. Das geht soweit, dass erneut Rücktrittsrufe laut wurden.

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