Alexander Lukaschenko: Ukraine-Krieg bald vorbei? Putin-Verbündeter macht überraschende Ansage

Alexander Lukaschenko glaubt, dass der Ukraine-Krieg schon in den kommenden Monaten enden könnte. Bei einer Sicherheitskonferenz in Minsk warnte der Putin-Verbündete zugleich vor einem Dritten Weltkrieg und sprach Donald Trump eine besondere Rolle bei der Verhinderung einer Eskalation zu.

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Alexander Lukaschenko rechnet mit einem baldigen Ende des Ukraine-Krieges. (Foto) Suche
Alexander Lukaschenko rechnet mit einem baldigen Ende des Ukraine-Krieges. Bild: picture alliance/dpa/XinHua | Henadz Zhinkov
  • Alexander Lukaschenko rechnet mit Ende des Ukraine-Krieges in den kommenden Monaten
  • Belarussischer Machthaber warnt vor Drittem Weltkrieg
  • Donald Trump hält er sogar für einen Kandidaten auf den Friedensnobelpreis

Alexander Lukaschenko geht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine schon bald Geschichte sein wird. Bei der vierten Internationalen Konferenz für Eurasische Sicherheit in Minsk am Dienstag sagte der belarussische Machthaber: "Der Krieg in der Ukraine wird in den kommenden Monaten zu Ende sein. Das ist meine persönliche Meinung."

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Als Grund nannte Lukaschenko die völlige Erschöpfung aller Beteiligten: "Es gibt keine Kraft mehr, keine Ressourcen mehr, alle sind müde." Dabei stellte er klar, dass er nicht von einem Mangel an materiellen Mitteln spreche. "Russland hat genug Ressourcen für die ganze Welt", so der Kreml-Verbündete laut dem Nachrichtenkanal Nexta. Vielmehr sei die Erschöpfung eine mentale – "in den Köpfen der Menschen" seien die Reserven aufgebraucht. Einen konkreten Zeitplan oder Bedingungen für ein Kriegsende nannte er jedoch nicht.

Alexander Lukaschenko: Putin-Verbündeter warnt vor Drittem Weltkrieg

Neben seiner optimistischen Prognose schlug der belarussische Machthaber auch deutlich schärfere Töne an. Sollte der Konflikt nicht gestoppt werden, drohe eine Katastrophe globalen Ausmaßes. "Wenn wir nicht aufhören und den Weg der Eskalation weitergehen, werden wir mit Sicherheit in einem Dritten Weltkrieg landen", so Lukaschenko.

Eine diplomatische Lösung sei daher ohne Alternative. Gleichzeitig brachte er seine Hauptstadt als Schauplatz für mögliche Verhandlungen ins Spiel. "Wenn ihr eine Einigung erzielen wollt, dann kommt bitte nach Minsk", erklärte der 72-Jährige vor den Konferenzteilnehmern. Damit positioniert sich Belarus einmal mehr als potenzieller Vermittler im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

Friedensnobelpreis für Donald Trump?

Bemerkenswert waren auch Lukaschenkos Äußerungen über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Zwar polarisiere dessen Politik weltweit und rufe berechtigte Kritik hervor. Dennoch leiste Trump nach Ansicht des belarussischen Machthabers einen entscheidenden Beitrag dazu, einen globalen Krieg abzuwenden. Lukaschenko ging sogar so weit, Trump den Friedensnobelpreis zuzusprechen.

In eine ganz andere Richtung zielte seine Kritik an den europäischen Staaten. Ihnen warf der 72-Jährige vor, durch massive Aufrüstung und eine konfrontative Haltung gegenüber Moskau die ohnehin angespannte Lage weiter zu verschärfen. Damit zeichnete Lukaschenko ein Bild, in dem die USA als stabilisierender Faktor erscheinen, während Europa die Eskalationsspirale antreibt.

Enger Putin-Verbündeter ohne konkrete Belege

Lukaschenkos Aussagen sind vor dem Hintergrund seiner engen Beziehung zu Kreml-Chef Wladimir Putin einzuordnen. Zu Beginn der russischen Großinvasion im Februar 2022 stellte Belarus sein Territorium als Aufmarschgebiet für russische Truppen zur Verfügung. Eigene Kampfeinheiten entsandte Minsk allerdings nicht in die Ukraine.

Trotz der zuversichtlichen Worte des 72-Jährigen fehlen jegliche konkreten Anhaltspunkte für ein tatsächlich bevorstehendes Kriegsende. Lukaschenko betonte selbst, dass es sich lediglich um seine persönliche Einschätzung handle – von einer bereits ausgehandelten Friedenslösung könne keine Rede sein. Die Realität vor Ort spricht eine andere Sprache: Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine unvermindert fort. Erst am Montag tötete ein russischer Luftangriff auf eine Schule in Komyschuwaha im Gebiet Saporischschja laut "Ukrainska Prawda" mindestens 29 Menschen.

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