Nach Evakuierung in Oleschky: Mann erlebte Folter-Martyrium durch Putins Peiniger

Die Einwohner in Oleschky sollen jahrelang durch die Hölle gegangen sein. Ein neuer Bericht zeichnet ein brutales Bild mit Leichen und brutalen Folterpraktiken. Ein Einwohner spricht offen darüber, was ihn Putins Peiniger angetan haben.

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Ein Bericht deckt mutmaßliche Folterpraktiken in der ukrainischen Stadt Oleschky auf. (Foto) Suche
Ein Bericht deckt mutmaßliche Folterpraktiken in der ukrainischen Stadt Oleschky auf. Bild: Adobe Stock/ pyzata
  • Mann spricht über Folter-Martyrium in Oleschky
  • Putins Hölle in Frontstadt aufgedeckt
  • Bericht über Leichen und Minen vor Evakuierung

Russlands Streitkräfte verbreiten seit Kreigsbeginn in der Ukraine vor über vier Jahren Angst und Schrecken. Sie verübten bereits zahlreiche gewaltsame Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung, Gegnern und an Kameraden. Ihre Foltermethoden sind gut dokumentiert, wie ein Fall aus der südukrainischen Stadt Oleschky zeigt. Darüber berichtet "Bild".

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Folter-Hölle in Oleschky - Peiniger quälen Mann mit Drähten in Genitalien

Wolodymyr Kostjan wollte im November 2022 Lebensmittel zu anderen Menschen bringen, als er festgenommen wurde. Dem Imker wurde vorgeworfen, Menschen bei der Flucht aus der besetzten Region geholfen zu haben und Koordinaten russischer Militärtechnik an ukrainische Soldaten weitergegeben zu haben. Beweise für diese Anschuldigungen lagen nicht vor. Während seiner Gefangenschaft erlebte er die Hölle. Er wurde mit Drähten gefoltert, durch die Strom in seine Genitalien geleitet wurde. Dabei sagten sie ihm: "Jetzt ist die Verbindung so gut, dass wir Putin anrufen können."

Die besetzte Stadt mutierte unter russischer Besatzung zur Folterstätte. Dem 49-Jährigen seien neun weitere Orte in dem Gebiet bekannt, an denen brutale Gewalt an Menschen verübt wurde. Mehr Details über sein Martyrium machte er nicht öffentlich.

Leichen und verminte Straßen - Grauen in Frontstadt aufgedeckt

Dafür liefert der Bericht ein Bild des Grauens. Leichen säumten die Straßen. Die Toten sollen in Keller geworfen worden sein, behauptet der Imker. Bei den Opfern soll es sich offenbar um pro-ukrainische Einwohner handeln. Hunger und Angst waren in Oleschky an der Tagesordnung. Viele Menschen trauten sich nicht aus ihren Häusern, was auch an den verminten Wegen lag.

Hinweis: Es handelt sich um persönliche Schilderungen. Offizielle Berichte über mutmaßliche Folterpraktiken in Oleschky lagen nicht vor. Dafür stützen diese Angaben andere Aussagen über die Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung in der Ukraine durch russische Soldaten. Das bekannteste Beispiel ist Butscha.

Große Evakuierung in Oleschky

In einer gemeinsamen Rettungsaktion wurde in der vergangenen Woche die Ausreise zahlreicher Menschen aus der Trümmerstadt Oleschky ermöglicht - sie konnten dabei wählen, ob sie in die Ukraine oder nach Russland wollten. Auch humanitäre Hilfsgüter wurden in die Stadt gebracht. Nicht alle Menschen konnten aus der Stadt geholt werden. Gerade in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen oder kranke Einwohner sind noch vor Ort. Der Grund: Durch die verminten Straßen erreichten sie die Busse nicht. 

Melania Trump als Vermittlerin

Das Weiße Haus schrieb die Vermittlung der begrenzten Waffenruhe im Süden der Ukraine der Präsidentengattin Melania Trump zu und sowohl Russland als auch die Ukraine bedankten sich bei ihr. Die First Lady hat nach ihrer Vermittlung einer Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky ein Treffen mit Vertretern der Ukraine und Russlands im Weißen Haus angekündigt.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Oleschky wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn von russischen Truppen besetzt. Seit dem Abzug der Russen aus der Gebietshauptstadt Cherson im November 2022 ist Oleschky Frontstadt.

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/news.de/dpa

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