Gen-Z-Demos in Deutschland: Barrikaden brennen, Pyrotechnik fliegt – Polizei muss in mehreren Städten eingreifen
Bei den bundesweiten Gen-Z-Demos gehen Tausende junge Menschen gegen die Politik der Bundesregierung auf die Straße. Während viele Proteste friedlich bleiben, kommt es in mehreren Städten zu Ausschreitungen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- In mehr als 30 Städten wird gegen Sozialkürzungen, Aufrüstung und hohe Lebenshaltungskosten demonstriert
- In Hamburg brennen Barrikaden, in Köln stoppt die Polizei einen Demonstrationszug
- In Hannover wird eine 58-jährige Frau durch einen Böller verletzt, in Berlin bleibt es weitgehend friedlich
In mehr als 30 Städten haben junge Menschen gegen die Politik der Bundesregierung protestiert. Die Demonstrierenden forderten unter anderem bessere Bildung, bezahlbares Wohnen und mehr Klimaschutz. Außerdem richtete sich der Protest gegen Sozialkürzungen und die Aufrüstung. Bundesweit wurden mehr als 160.000 Teilnehmer erwartet. In mehreren Städten blieb es jedoch nicht bei friedlichen Kundgebungen.
Proteste in vielen Städten
Die Demonstrationen fanden in zahlreichen deutschen Städten statt. Dabei beteiligten sich nicht ausschließlich junge Menschen. Auch ältere Generationen schlossen sich den Protesten an. Besonders in Sachsen fiel die Beteiligung höher aus als zunächst angenommen.
In Leipzig ging die Polizei laut "Bild" von rund 6.500 Demonstrierenden aus. In Dresden versammelten sich nach Einschätzungen von dpa-Reportern etwa 3.000 Menschen. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl dort auf ungefähr 2.500. Auch in Chemnitz gingen einige Hundert Menschen auf die Straße. In Dresden waren neben jungen Demonstrierenden viele ältere Menschen dem Protestaufruf gefolgt.
Ausschreitungen und Polizeieinsätze in Hamburg
In Hamburg kam es zu Auseinandersetzungen. Barrikaden wurden auf dem Steindamm angezündet, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Zudem nahm die Polizei zwei Männer im Bereich Jungfernstieg und Neuer Wall fest. Einer von ihnen hatte eine Schusswaffenattrappe bei sich. Auch in anderen Städten blieb die Lage nicht überall ruhig. In Leipzig wurden vereinzelt Pyrotechnik und Feuerwerkskörper gezündet. In Hannover wurde eine 58-jährige Frau kurz vor 15 Uhr durch einen Böller leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Demonstrationszug in Köln gestoppt
In Köln wurde ein geplanter Demonstrationszug von der Polizei abgesagt. Hintergrund waren vermummte Teilnehmer und der Einsatz von Pyrotechnik. Die Versammlung wurde anschließend als stationäre Kundgebung am Rheinufer fortgesetzt. Ursprünglich waren weniger als 15.000 Teilnehmer erwartet worden.
Unterschiedliche Bilder aus Berlin und anderen Städten
In Berlin versammelten sich am Brandenburger Tor etwa 5.000 Menschen. Die Kundgebung verlief überwiegend friedlich. Zu sehen waren unter anderem Fahnen und Plakate mit der Aufschrift "Merz muss weg". Die erwartete Zahl von 10.000 Teilnehmern wurde damit nicht erreicht. Ein rechter Streamer wurde festgenommen. Für später war eine weitere Veranstaltung am Rosenthaler Platz angekündigt.
Auch in Erfurt, Rostock und Stuttgart wurde demonstriert. In Erfurt beteiligten sich rund 1.900 Menschen, in Rostock waren es etwa 230. Dort blieb der Protest friedlich. In Stuttgart gingen ungefähr 3.000 Menschen auf die Straße.
Auch in Mainz gingen rund 1.200 Menschen auf die Straße. Anschließend zogen mehrere Hundert Teilnehmer ohne Genehmigung durch die Innenstadt. Auf ihren Plakaten standen unter anderem provokante Sprüche zur Wehrpflicht und zur Rolle der Jugend.
Bei den abendlichen Ausschreitungen nach den Gen-Z-Demonstrationen wurden bundesweit mehrere Polizisten verletzt. In Frankfurt könnte ein Beamter sogar schwerer verletzt worden sein. Auch in Hamburg und Köln gab es jeweils einen verletzten Polizisten.
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mlk/news.de
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