Wladimir Putin: Mediziner äußert "ernste Bedenken" - Wirbel um Zustand des Kremlchefs

Ein Mediziner äußert erhebliche Bedenken wegen Wladimir Putins psychischem Zustand. Der Kremlchef sei seit Jahren von ungefilterten Informationen abgeschottet. Auch zur Theorie über angebliche Putin-Doppelgänger bezog der Arzt Stellung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Die Spekulationen rund um Wladimir Putin reißen nicht ab. (Foto) Suche
Die Spekulationen rund um Wladimir Putin reißen nicht ab. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Mikhail Metzel
  • Wladimir Putin: Mediziner äußert "ernste Bedenken" wegen psychischen Zustands
  • Wladimir Putin lebt angeblich in einer Informationsblase
  • Wladimir Putin: Wirbel um gleich drei Doppelgänger

Der bekannte ukrainische Mediziner Yevgen Komarovsky hat mit brisanten Aussagen über den russischen Präsidenten Wladimir Putin für Aufsehen gesorgt. Kritisch äußert er sich unter anderem über den geistigen Zustand des Kremlchefs, der Europa zuletzt mit einer Kriegswarnung konfrontierte.

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Wladimir Putin: Mediziner äußert "ernste Bedenken" wegen psychischen Zustands

In einem Gespräch mit "Fabrik Novyn" erklärte der Arzt, dass der Kremlchef zwar körperlich bemerkenswert rüstig sei, sein psychischer Zustand jedoch "sehr ernste Bedenken" aufwerfe - und das schon seit geraumer Zeit. Körperlich gebe Wladimir Putin für sein Alter erstaunlich wenig Anlass zur Sorge. "Er springt, rennt und kann lange reden, ohne außer Atem zu geraten", so Komarovsky. "Ich sehe keine offensichtlichen körperlichen Beschwerden an seinem Erscheinungsbild."

Wladimir Putin lebt angeblich in einer Informationsblase

Besonders alarmierend findet Komarovsky, wie stark Putin von der Realität abgeschottet sei. Seit mittlerweile 26 Jahren habe der russische Präsident keinen Zugang zu ungefilterter Information - und wolle diesen auch gar nicht. "Er ist stolz darauf, dass er in seinem Alter kaum eine Computermaus bedienen kann", erklärte der Arzt. "Dieser Mensch verfügt nicht über objektive Informationen, trifft aber Entscheidungen, von denen eine riesige Anzahl von Menschen abhängt."

Wer sich bewusst von Informationen abschneide, sei ein Narr - was Komarovsky für unwahrscheinlich hält. Geschehe es unbewusst, sei man "objektiv von Informationen abgeschnitten". Putins größter persönlicher Feind sei daher derjenige, der ihm die sogenannten "roten Mappen" bringe - handverlesene Informationen, die sein Ego vor der tatsächlichen Weltmeinung schützen sollen.

Wladimir Putin: Wirbel um gleich drei Doppelgänger

Zum Thema der angeblichen Putin-Doppelgänger bezog sich Komarovsky auf Aussagen ukrainischer Geheimdienstvertreter, die in den vergangenen Jahren behauptet hatten, Wladimir Putin setze mindestens drei Doubles ein. Der Arzt räumte ein, dass er die These durchaus für nachvollziehbar halte - ausschließen wollte er sie jedenfalls nicht.

Zugleich äußerte er jedoch Skepsis. "Die Gespräche sind natürlich interessant. Man möchte ihnen glauben", sagte er gegenüber "Fabrik Novyn". Aus seiner Sicht sei es allerdings durchaus möglich, Mimik, Gestik, Stimmtemperament, Intonation und Verhaltensweisen überzeugend nachzuahmen - was die Beweislage in beide Richtungen erschwere. In der Ukraine selbst schenke man der Doppelgänger-Theorie kaum Beachtung, so der Mediziner. Die Menschen hätten schlicht andere Prioritäten.

Wladimir Putin: Immer wieder Wirbel um seinen Zustand

Die Aussagen des Arztes reihen sich in eine lange Geschichte von Spekulationen über Putins Gesundheitszustand ein. Bereits Ende Oktober 2023 verbreitete der Telegram-Kanal "General SVR", der angeblich von einem Kreml-Insider betrieben wird, die aufsehenerregende Behauptung, Wladimir Putin sei in seinem Waldai-Palast an einem Herzinfarkt gestorben. Sein Leichnam werde in einem Gefrierschrank aufbewahrt, hieß es - ein Putsch sei im Gange, um ihn zu ersetzen.

Der Kreml sah sich innerhalb von 48 Stunden zu einer Reaktion gezwungen. Sprecher Dmitri Peskow wies die Berichte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti als "absurde Informationsente" zurück. Dennoch hält der Telegram-Kanal auch mehr als drei Jahre später hartnäckig an seinen Behauptungen fest. Beweise hat er nicht vorgelegt.

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