Blamage für Donald Trump: US-Präsident wird beleidigend - dann wird es ziemlich lustig

US-Präsident Donald Trump ließ seinen Frust über seine geplatzten Friedensnobelpreisträume ausgerechnet an Norwegen aus und beleidigte das Land als "Scheißhaus-Land". Norwegens Antwort könnte für Trump nicht peinlicher sein.

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Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan bezeichnete Donald Trump Norwegen als "Scheißhaus-Land" - eine Steilvorlage für zahlreiche Social-Media-Beiträge. (Foto) Suche
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan bezeichnete Donald Trump Norwegen als "Scheißhaus-Land" - eine Steilvorlage für zahlreiche Social-Media-Beiträge. Bild: picture alliance/dpa/AP/Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump beleidigt Norwegen als "kacke" bei Wahlkampfveranstaltung in Michigan
  • Trump-Aussage geht nach hinten los - US-Präsident im Netz vorgeführt
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US-Präsident Donald Trump hat sich auf der weltpolitischen Bühne einmal mehr seinen enttäuschten Gefühlen hingegeben. Der 80-Jährige, der erst vor wenigen Tagen bei einem Pressetermin mit Beleidigungen am laufenden Band für heftige Reaktionen im Netz sorgte, hat wenig später den nächsten Shitstorm kreiert - im wahrsten Sinne des Wortes. Aber was genau war eigentlich passiert?

Bei einer Rede in Michigan im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung kurz vor den Zwischenwahlen in den USA hat sich Donald Trump über seine Enttäuschung darüber ausgelassen, einmal mehr nicht für den Friedensnobelpreis nominiert gewesen zu sein. Man bedenke: Das Nobelpreiskomitee hat seinen Sitz in Norwegen - ein Land, was Trump nur wenig später zum "Scheißhaus-Land" deklariert.

Trump bezeichnet Norwegen als "kacke" und als "Scheißhaus-Land"

Am vergangenen Sonntag hört sich Trump noch so an: "Und was ist mit mir?", fragte er sein Publikum in Michigan, bevor er nachlegte: "Ich bin nicht in Norwegen verliebt. Offen gesagt ist Norwegen kacke. Norwegen ist tatsächlich zu einem Scheißhaus-Land geworden."

Dochwas als diplomatischer Affront hätte enden können, verwandelten die Skandinavier kurzerhand in eine virale Werbekampagne. Die Botschaft: Wenn schon "Scheißhaus-Land", dann bitte mit Aussicht. Statt beleidigt zu reagieren, starteten Tourismusverbände und Outdoor-Organisationen eine charmante Gegenoffensive in den sozialen Medien: Sie fluteten Instagram und Co. mit Bildern der spektakulärsten Toiletten des Landes, eingebettet in atemberaubende Fjord- und Berglandschaften. Aber seht selbst!

Tourismus-Organisation nimmt US-Präsident Donald Trump auf die Schippe

Die Tourismusorganisation "Visit Norway" griff Trumps Wortwahl auf Instagram direkt auf. "Wir haben einiges über das S...haus-Land gehört", hieß es dort neben Aufnahmen von architektonisch außergewöhnlichen Toilettenanlagen inmitten der norwegischen Natur. "Was sollen wir sagen, wir haben wirklich einige der schönsten und spektakulärsten Toiletten der Welt."

Freche Antwort in Richtung USA: "Wie wir in unserem Scheißhaus-Land leben"

Ein norwegischer Outdoor-Verband ging noch einen Schritt weiter und unterlegte Trumps Originalaussage mit Bildern von majestätischen Landschaften und Naturerlebnissen. Der dazugehörige Kommentar: "Einfach wir, wie wir in unserem Scheißhaus-Land leben." Die Beiträge verbreiteten sich rasant in den sozialen Netzwerken.

Shitstorm der besonderen Art

Und Donald Trump? Der hat mit seinen Aussagen gegenüber Norwegen einen wahrhaftigen Shitstorm entfacht, der allerdings für Norwegens Tourismus-Verbände höchst erträglich ausfallen dürfte. Das von Trump selbsternannte "Scheißhaus-Land" hat den US-Präsidenten im Netz ordentlich vorgeführt - und dabei besonders viel Humor bewiesen.

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