Barack Obama: Ex-Präsident stellt Trump bloß – Fox News geht auf die Barrikaden
Ein Witz über die goldene Einrichtung im Weißen Haus hat Donald Trump und sein Umfeld aufgebracht. Barack Obama legte bei einer Kundgebung in Georgia nach und machte sich über die heftige Reaktion lustig.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Barack Obama verhöhnt erneut Donald Trump
- US-Präsident lockt weniger Anhänger zu Wahlkampfauftritt als Obama
- Netz suhlt sich in Schadenfreude
Ein Witz über Käsekuchen bringt Donald Trump und sein Umfeld auf die Palme. Nun legte Barack Obama genüsslich nach. Während der ehemalige US-Präsident am Mittwochabend in Georgia vor einer voll besetzten Arena auftrat, sprach Trump zeitgleich in einer deutlich kleineren Halle in Ohio. Der Kontrast zwischen den beiden Wahlkampfauftritten ist auffällig. Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen wird aus einem Spott über die goldene Dekoration im Weißen Haus ein politischer Schlagabtausch.
Barack Obama verhöhnt Donald Trump mit Cheesecake-Witz
Ausgangspunkt der Kontroverse war eine Rede Obamas bei einer Wahlkampfveranstaltung in Cleveland am Samstag. Der Demokrat machte sich über Trumps aufwendige Umbauten im Weißen Haus lustig und verglich den goldbetonten Stil mit einer Cheesecake Factory, die vom irakischen Diktator Saddam Hussein eröffnet worden sei.Trump und sein Umfeld griffen den Vergleich schließlich auf. Dabei rückte nicht nur die Kritik an der Einrichtung in den Mittelpunkt, sondern auch die Frage, ob Obama mit seinem Witz eine beliebte Restaurantkette und deren Gäste herabsetze.
Trump spricht in kleiner Halle – Obama füllt Arena mit 8.000 Plätzen
Am Mittwochabend traten beide Politiker zeitgleich auf verschiedenen Wahlkampfbühnen auf – allerdings vor sehr unterschiedlichen Kulissen. Trump trat im Shoemaker Center in Chillicothe im US-Bundesstaat Ohio auf. Die Sporthalle bietet laut Veranstaltungsort Platz für ungefähr 2.400 Zuschauer. NBC-Korrespondent Garrett Haake, der nach eigenen Angaben Dutzende, wenn nicht Hunderte Trump-Kundgebungen begleitet hat, schrieb auf X, er könne sich kaum erinnern, dass Trump jemals in einem so kleinen Raum aufgetreten sei. Nach seiner Einschätzung könnten etwa 1.000 Menschen hineinpassen.
Ganz anders sah es bei Obama in Morrow nahe Atlanta aus. Er unterstützte dort den demokratischen Senator Jon Ossoff, der sich um seine Wiederwahl bewirbt, sowie die demokratische Gouverneurskandidatin Keisha Lance Bottoms. Die Arena at Southlake bietet Platz für rund 8.000 Menschen und war den veröffentlichten Aufnahmen zufolge bis in die oberen Ränge gefüllt. Auch vor der Halle warteten zahlreiche Besucher.
Obama legt nach und kontert Trump-Regierung
Obama ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, die Empörung über seinen Spruch erneut aufs Korn zu nehmen. Bei seiner Rede in Georgia scherzte er: "Ich bin Vater zweier Töchter. Glaubt ihr, ich hätte deren Kindheit ohne die Cheesecake Factory überlebt?" Er erinnerte daran, dass er mit seinen Kindern auch andere Restaurantketten besucht habe, und machte sich anschließend über die Reaktion von Trump und dessen Umfeld lustig. Die Regierung habe eine regelrechte Mobilisierung wegen eines Witzes gestartet, spottete Obama sinngemäß. Der eigentliche Kritikpunkt sei schließlich nicht die Restaurantkette gewesen, sondern Trumps Vorliebe für goldene Verzierungen und aufwendige Umbauten im Weißen Haus.
Zugleich lenkte Obama den Blick auf die wirtschaftliche Lage. Steigende Preise machten es vielen Menschen zunehmend schwer, überhaupt noch auswärts essen zu gehen. Damit stellte er der tagelangen Debatte über den Cheesecake-Witz die alltäglichen Sorgen vieler Amerikaner gegenüber.
Republikaner verteidigen Trump – und Fast Food
Bei Fox News kritisierte Kommentatorin Tomi Lahren den ehemaligen US-Präsidenten als abgehoben. Während Obama auf Martha's Vineyard lebe, könne Trump trotz seines Reichtums mit der Arbeiterklasse umgehen, argumentierte sie. Als Beispiele führte sie unter anderem Trumps Auftritte in Fast-Food-Restaurants an. Moderator Sean Hannity stimmte in die Verteidigung ein und stellte die Restaurantketten als Teil der Lebensrealität vieler Amerikaner dar. Die Argumentation zielt auf einen bekannten politischen Gegensatz: hier ein vermeintlich elitärer Demokrat, dort ein US-Präsident, der sich als Mann des Volkes präsentiert. Ob diese Darstellung bei den Wählern verfängt, ist damit allerdings nicht entschieden.
Lahren: He took a hit at The Cheesecake Factory. It backfired. Now, he’s trying to claim it was just a joke. It wasn’t funny. This is the difference between out of touch Obama and President Trump. We know Trump is a billionaire but he’ll still go to a McDonald’s drive thru, he’ll go sit in a garbage truck. He can just connect with working class folks.
— Acyn (@Acyn) October 29, 2026
Obama kritisiert Trumps Prioritäten im Weißen Haus
Der Cheesecake-Streit war für Obama nur ein Teil seiner Botschaft. In Georgia kritisierte er auch den politischen Stil der Trump-Regierung. Die Probleme des Landes seien nicht allein wirtschaftlicher Natur, argumentierte er. Es gehe ebenso um Werte und darum, ob Menschen in hohen Ämtern Lügen, Betrug und Einschüchterung als akzeptabel betrachteten.
Mit Blick auf Trumps Umbauten im Weißen Haus sagte Obama außerdem, Reality-TV gehöre auf den Sender Bravo und nicht in die Regierung. Der Seitenhieb knüpfte an Trumps langjährige Bekanntheit als Reality-TV-Star an und stellte die Frage in den Mittelpunkt, welche Prioritäten ein Präsident setzen sollte.
Netz suhlt sich in Schadenfreude
In den sozialen Medien sorgte die tagelange Cheesecake-Empörung vor allem für Belustigung. "Trumps narzisstisches Ego war so verletzt durch Obamas Witz, dass sein Propagandanetzwerk tagelang nichts anderes sendete", kommentierte ein X-Nutzer. Andere sahen in der Debatte ein Zeichen der Verzweiflung: "Republikaner verabreichen sich gegenseitig mentales Morphium gegen die bevorstehende Wahlniederlage."
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