Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putins Rüstungsfabriken von Drohnen-Hagel in Flammenmeer verwandelt

In einer koordinierten Angriffswelle hat die Ukraine gleich drei Schlüsselstandorte von Wladimir Putins Rüstungsindustrie ins Visier genommen, darunter ein Stahlwerk, das die Raketen- und Drohnenproduzenten des Kreml-Chefs beliefert.

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Das ukrainische Militär hat erneut mehrere Einrichtungen von Wladimir Putins kriegswichtiger Rüstungsindustrie attackiert. (Foto) Suche
Das ukrainische Militär hat erneut mehrere Einrichtungen von Wladimir Putins kriegswichtiger Rüstungsindustrie attackiert. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Pavel Bednyakov
  • Wladimir Putin kassiert erneuten Rückschlag im Ukraine-Krieg aktuell
  • Kriegswichtige Rüstungsfabriken an drei Standorten bombardiert
  • Ukraine setzt koordinierte Angriffswelle in die Tat um - die Folgen sind verheerend

Die Ukraine gönnt Wladimir Putin keine Verschnaufpause: Nur wenige Tage, nachdem zwei strategisch bedeutsame Industrieanlagen tief im russischen Hinterland von ukrainischen Drohnen angegriffen wurden, hagelte es erneut ukrainische Drohnen-Angriffe. Wie "Kyiv Independent"unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle berichtet, sind in der Nacht zum 28. Oktober mehrere Einrichtungen der russischen Rüstungsindustrie attackiert worden. Betroffen waren demnach Ziele in den Regionen Lipetsk und Tula sowie im besetzten Gebiet Luhansk.

Drohnen-Attacken auf Wladimir Putins kriegswichtige Rüstungsstandorte

Im Fokus der Angriffe standen das Novolipetsk-Metallurgiewerk, das als Zulieferer russischer Rüstungskonzerne gilt, sowie die Azot-Chemiefabrik in Nowomoskowsk in der Oblast Tula. Darüber hinaus nahmen ukrainische Kampfdrohnen ein Munitionslager nahe der Stadt Chrustalnyi im besetzten Luhansk unter Beschuss. Das ukrainische Militär hat sich bislang nicht zu den gemeldeten Angriffen geäußert. Das genaue Ausmaß der verursachten Schäden war zunächst unklar.

Russlands Waffenindustrie geschwächt: Metallurgiewerk in Lipetsk nach Drohnen-Beschuss explodiert

Am späten Abend des 27. Oktober waren in der Stadt Lipetsk Explosionen zu hören. Im Bereich des Novolipetsk-Metallurgiewerks brach ein Brand aus, nachdem die russische Flugabwehr aktiviert worden war, wie der ukrainische Monitoring-Kanal Exilenova Plus meldete.

Das Werk spielt eine zentrale Rolle für Moskaus Kriegsmaschinerie. Eine Recherche der "Ukrainska Pravda" aus dem Jahr 2025 belegte, dass die Anlage russische Rüstungsfirmen beliefert, die unter anderem Flugabwehrsysteme, Drohnen und Raketen herstellen. Gegen das Metallurgiewerk bestehen bereits ukrainische Sanktionen. Kanada und Australien haben zudem den russischen Milliardär Wladimir Lisin mit Strafmaßnahmen belegt, dem das Werk gehört.

Kriegswichtige Chemiefabrik in Tula nach Ukraine-Angriff erneut in Flammen

Im weiteren Verlauf der Nacht geriet auch die Azot-Chemiefabrik in Nowomoskowsk in der Oblast Tula nach einem mutmaßlichen ukrainischen Angriff in Brand. Die Anlage war in den vergangenen Monaten bereits wiederholt Ziel ukrainischer Drohnenattacken gewesen.

Bereits in der Nacht zum 27. Oktober hatten ukrainische Streitkräfte ein Munitionsdepot im besetzten Gebiet Luhansk attackiert. Laut dem Monitoring-Kanal Exilenova Plus dauerte der Einsatz von Kampfdrohnen nahe der Stadt Chrustalnyi mehrere Stunden. Am Zielort kam es zu Detonationen. Auch bei diesen Angriffen blieb das konkrete Schadensausmaß zunächst unbekannt.

Ukraine setzt auf systematische Schwächung der russischen Kriegsproduktion

Die nächtlichen Attacken reihen sich in eine umfassende Strategie der Ukraine ein, militärische und industrielle Ziele tief im russischen Hinterland sowie in den besetzten Gebieten anzugreifen. Ziel ist es, Putins Fähigkeit zur Fortsetzung des Krieges nachhaltig zu untergraben. Erst am 24. Oktober hatte die Ukraine Ziele in Sibirien getroffen – darunter eine petrochemische Anlage und ein Lagerhaus, die rund 2.500 Kilometer von der Grenze entfernt liegen. Die zunehmende Reichweite der ukrainischen Angriffe verdeutlicht, dass praktisch keine russische Rüstungseinrichtung mehr außerhalb der Gefahrenzone liegt. Weder das Novolipetsk-Metallurgiewerk noch die Azot-Chemiefabrik sind erstmalig ins Visier geraten – die wiederholten Angriffe deuten auf eine gezielte und systematische Kampagne gegen Schlüsselstandorte der russischen Rüstungsproduktion hin.

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/news.de/stg

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