Wladimir Putin erleidet Rückschlag: Putins kriegswichtige Fabriken von ukrainischen Drohnen zerbombt
Mehr als 1.400 Kilometer hinter der Grenze sind ukrainische Drohnen in eines der weltweit größten Titanwerke eingeschlagen – mitten im russischen Hinterland, wo sich Wladimir Putin bislang sicher wähnte. Zeitgleich gerät eine kriegswichtige Fabrik für Drohnen-Batterien unter Beschuss, die bereits von acht westlichen Staaten sanktioniert wird.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Wladimir Putin erleidet erneut Rückschläge im Ukraine-Krieg aktuell
- Ukrainische Drohnen zerstören kriegswichtige Fabriken im russischen Hinterland
Die Rückschläge in Wladimir Putins seit Februar 2022 tobendem Ukraine-Krieg wollen nicht abreißen: Immer wieder nehmen ukrainische Einheiten gezielt kriegswichtige Infrastruktur weit jenseits der Landesgrenze ins Visier. Diesmal haben die ukrainischen Drohnen gleich doppelt Verwüstung angerichtet, wie bei "Kyiv Independent" zu lesen ist.
Wladimir Putin in Nöten: Kriegswichtige Fabriken von ukrainischen Bomben verwüstet
Am 25. Oktober 2026 wurden demnach zwei strategisch bedeutsame Industrieanlagen tief im russischen Hinterland von ukrainischen Drohnen angegriffen. Ziele waren der Titanproduzent Avisma in der Region Perm Krai sowie das Energiya-Werk in der Oblast Lipetsk. Beide Einrichtungen spielen eine zentrale Rolle für Russlands Rüstungsindustrie und unterliegen westlichen Sanktionen.
Bei dem Angriff auf das Titanwerk wurden fünf Beschäftigte verletzt, wie der Gouverneur der Region Perm mitteilte. Die Anlage befindet sich mehr als 1.400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Im Energiya-Werk in der Stadt Jelez, das unter anderem Batterien für Drohnen und Flugabwehrsysteme fertigt, wurde eine weitere Person verwundet. Die ukrainische Seite hatte sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht zu den Angriffen geäußert. Die ukrainischen Streitkräfte greifen regelmäßig militärisch relevante Ziele weit hinter der russischen Frontlinie an, um Russlands Kriegsfähigkeit zu schwächen.
Energia plant in Russia’s Lipetsk Region attacked The facility manufactures batteries and power cells, including for Russia’s military-industrial complex. Its products are used in Iskander-M missiles, aerial bombs and equipment made by Roscosmos. Earlier, Ukrainian monitoring channels reported that drones had attacked the AVISMA plant in Perm Krai. AVISMA is part of the VSMPO-AVISMA corporation, the world’s largest producer of titanium and titanium alloys. Its products have been used in the manufacture of Russian Kalibr missiles, Su-series aircraft and warships.
— NEXTA (@nexta_tv) October 25, 2026
Ukraine-Drohnen treffen Ziel in über 1.400 Kilometern Entfernung
Das Avisma-Werk in der Stadt Berezniki gehört zum russischen Metallurgiekonzern VSMPO-AVISMA und zählt zu den weltweit größten Herstellern von Titanschwamm. Die Anlage liegt rund 170 Kilometer nördlich der Regionalhauptstadt Perm – und damit mehr als 1.400 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.
Der Gouverneur der Region Perm, Dmitri Machonin, erklärte, elf Drohnen seien während des Angriffs abgeschossen worden. Eine "Industrieanlage" im Norden der Region habe dabei "geringfügigen" Schaden erlitten, arbeite aber regulär weiter. Den Namen des betroffenen Werks nannte er nicht. Fünf Beschäftigte der Einrichtung wurden laut Machonin verletzt.
Der ukrainische Monitoring-Kanal Exilenova+ identifizierte das Ziel als das Avisma-Werk. Dort werden Produkte für Militärflugzeuge, Atom-U-Boote, gepanzerte Fahrzeuge und Raketensysteme gefertigt.
Wladimir Putin Schlüsselfabrik für Drohnen-Batterien gerät unter Beschuss
Noch am selben Tag traf ein weiterer ukrainischer Drohnenangriff das Energiya-Werk in Jelez in der Oblast Lipetsk, wie das unabhängige russische Medium "Astra" unter Berufung auf OSINT-Daten berichtete. Die Fabrik liegt gut 200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Gouverneur Igor Artamonow bestätigte einen Angriff auf eine "Industriezone", bei dem eine Person verletzt worden sei. Auch er benannte die betroffene Anlage nicht namentlich. Energiya gilt als Russlands größtes Forschungs- und Produktionsunternehmen für elektrochemische Energiequellen. Das Werk stellt unter anderem Batterien für unbemannte Luftfahrzeuge, Energiequellen für Flugabwehr-Raketensysteme sowie Akkumulatoren für Flugzeuge und Marineschiffe her. Es war nicht der erste Angriff auf die Fabrik: Bereits im Mai und Juli 2025 sowie im Januar 2026 war das Energiya-Werk Ziel ukrainischer Attacken gewesen.
Vom Westen sanktionierte Putin-Fabriken bei Drohnenangriffen verwüstet
Das Avisma-Werk steht seit 2023 auf der US-Sanktionsliste. Die dort gefertigten Titanprodukte fließen direkt in die russische Militärproduktion – von Kampfflugzeugen über atomgetriebene U-Boote bis hin zu Raketensystemen. Noch umfassender fallen die Strafmaßnahmen gegen das Energiya-Werk aus. Die Fabrik in Jelez unterliegt Sanktionen der USA, der Europäischen Union, Großbritanniens, Kanadas, der Schweiz, Japans, Australiens und der Ukraine. Das Unternehmen beliefert neben der Rüstungsindustrie auch die zivile Luftfahrt, den Seeverkehr und den Energiesektor.
Beide Anlagen sind damit Teil der russischen Verteidigungslieferkette, die westliche Staaten durch wirtschaftlichen Druck zu schwächen versuchen. Die ukrainischen Drohnenangriffe ergänzen diese Strategie durch direkte militärische Einwirkung auf dieselben Produktionsstätten, die bereits unter internationalen Handelsbeschränkungen stehen.
Ukrainische Streitkräfte nehmen Putins Radarstationen unter Beschuss - Berichte über Todesopfer
Die Drohnenoffensive vom 25. Oktober beschränkte sich nicht auf die beiden Industrieanlagen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs griffen die Streitkräfte in derselben Nacht auch russische Militärradarstationen in der Oblast Belgorod an. Zudem wurden ein Kommandoposten im besetzten Teil der Oblast Saporischschja sowie ein Beobachtungsposten in der besetzten Oblast Cherson attackiert. Weitere Ziele waren Truppenkonzentrationen in den besetzten Gebieten der Oblaste Donezk und Saporischschja.
In Belgorod kam bei dem Angriff ein Mensch ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Auch Wohngebäude und Fahrzeuge trugen Schäden davon, wie Bürgermeister Walentin Demidow mitteilte. Darüber hinaus brach laut dem Monitoring-Kanal Exilenova+ ein Feuer im Petrochemiewerk Omski Kautschuk in der Stadt Omsk nach einer ukrainischen Attacke aus.
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loc/news.de/stg
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