Knall im Politikerranking: Alice Weidel stürzt ab – Merz am Ende
Im neuen INSA-Politikerranking muss Alice Weidel einen Rückschlag hinnehmen, während Innenminister Alexander Dobrindt deutlich Boden gutmacht. Verteidigungsminister Boris Pistorius bleibt an der Spitze, Bundeskanzler Friedrich Merz bildet weiterhin das Schlusslicht.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Alice Weidel verliert im INSA-Politikerranking drei Plätze und fällt aus den Top Ten
- Boris Pistorius bleibt vorn, Bundeskanzler Friedrich Merz steht weiterhin am Ende der Rangliste
- Bei der Bundespräsidentenfrage ist einer Mehrheit der Befragten das Geschlecht der künftigen Amtsinhaberin oder des künftigen Amtsinhabers egal
Für Alice Weidel läuft es im aktuellen INSA-Politikerranking nicht rund: Die AfD-Chefin verliert drei Plätze und fällt aus den Top Ten. Die jüngsten Enthüllungen zu mutmaßlich illegalen Parteispenden aus der Schweiz setzen die Politikerin zusätzlich unter Druck. Ob die Mail-Leaks für den Absturz im Ranking verantwortlich sind, lässt sich aus den vorliegenden Daten allerdings nicht ableiten.
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Alice Weidel verliert drei Plätze – auch andere Politikerinnen rutschen ab
Im aktuellen Ranking des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag von "Bild" fällt Weidel von Platz 8 auf Rang 11. Damit fliegt die AfD-Chefin aus den Top Ten. Zuletzt hatten veröffentlichte interne E-Mails Fragen zu ihrer möglichen Kenntnis über Spenden aus der Schweiz aufgeworfen. Weidel bestreitet, die Öffentlichkeit in der Affäre getäuscht zu haben. Auch andere Politikerinnen verlieren an Boden. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge büßt laut dem Bericht vier Plätze ein und landet auf Rang 17. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fällt ebenfalls zurück.
Pistorius bleibt vorn – Merz steht weiter am Ende
An der Spitze behauptet sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Der Minister bleibt damit der bestplatzierte Politiker in der Erhebung. Dahinter kommt es zu Veränderungen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) rückt auf Rang 2 vor, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) folgt auf Platz 3. Schwesig landet nach ihrem Rückgang auf Rang 4. Zu den Gewinnern zählt Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Er verbessert sich um vier Plätze und erreicht Rang 8. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bleibt dagegen auf dem letzten Platz. Im Ranking kommt er damit erneut schlechter weg als die übrigen aufgeführten Politiker.
Mehrheit der Deutschen ist das Geschlecht des Bundespräsidenten egal
Eine weitere INSA-Umfrage im Auftrag von "Bild" beschäftigt sich mit der Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Seine Amtszeit endet im März 2027. Das Ergebnis zur Geschlechterfrage fällt deutlich aus: 53 Prozent der Befragten ist es egal, ob künftig eine Frau oder ein Mann das höchste Staatsamt übernimmt. 35 Prozent wünschen sich ausdrücklich eine Frau, neun Prozent sprechen sich dagegen aus.
Als mögliche Kandidatinnen werden unter anderem CSU-Politikerin Ilse Aigner und die schleswig-holsteinische CDU-Politikerin Karin Prien genannt. Eine Entscheidung über die Nachfolge ist damit allerdings nicht verbunden. Die Wahl des Bundespräsidenten erfolgt durch die Bundesversammlung.
Bürgernähe wichtiger als politische Kompetenz?
Die Umfrage gibt auch Aufschluss darüber, welche Eigenschaften sich die Deutschen von ihrem künftigen Staatsoberhaupt wünschen. Für 51 Prozent ist Bürgernähe besonders wichtig. Politische Kompetenz folgt mit 40 Prozent auf dem zweiten Platz.
Bei der Frage nach einer Bundespräsidentin zeigen sich zudem Unterschiede zwischen den Wählergruppen. Unter den Anhängern der Linken sprechen sich laut der Erhebung rund 56 Prozent ausdrücklich für eine Frau aus. Damit ist diese Gruppe die einzige, in der sich eine absolute Mehrheit für eine Bundespräsidentin findet.
AfD bleibt in Sonntagsfrage vorn
Auch bei der politischen Stimmung im Land liegt die AfD in der aktuellen INSA-Sonntagsfrage vorn. In der am 24. Oktober veröffentlichten Erhebung kommt sie auf 30 Prozent. Die Union erreicht 19 Prozent, SPD und Grüne liegen mit jeweils 14 Prozent gleichauf. Die Linke kommt auf zehn Prozent, die FDP auf vier Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht auf drei Prozent.
Die Werte unterscheiden sich damit von älteren INSA-Zahlen, in denen die AfD bei 29,5 Prozent und die FDP bei fünf Prozent lag. Die Sonntagsfrage ist eine Momentaufnahme der Wahlabsichten und kein Wahlergebnis. Sie zeigt, wie stark die politische Stimmung schwanken kann – und warum einzelne Umfragen mit Blick auf ihre Erhebungszeiträume eingeordnet werden sollten.
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