Donald Trump: "Lasst sie eine Rakete abschießen" - Trump legt mit Drohung gegen Los Angeles nach
Trotz scharfer Kritik von Kaliforniens Gouverneur Newsom, der seine Absetzung forderte, legte Donald Trump bei einem Auftritt in Texas nach - und malte erneut das Szenario eines iranischen Raketenangriffs auf Los Angeles und San Diego an die Wand.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump irritiert mit neuer Raketendrohung
- Donald Trump rechtfertigt seinen Iran-Krieg
- Entsetzen nach Donald Trumps Rede - Absetzung gefordert
- Weißes Haus kontert: "Medienhysterie ohne Realitätsbezug"
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in San Antonio (Texas) hat US-Präsident Donald Trump seine umstrittenen Äußerungen über einen möglichen iranischen Raketenangriff auf Los Angeles und San Diego bekräftigt. In seiner Rede im Pinnacle Bank Expo Center in Grand Island (Nebraska) zum Iran-Konflikt hatte Trump die mögliche Zerstörung zweier amerikanischer Großstädte offen heruntergespielt.
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Donald Trump irritiert mit neuer Raketendrohung gegen San Diego und Los Angeles
"Lasst sie eine Rakete auf San Diego oder Los Angeles abfeuern. Wollt ihr eine Horrorshow sehen?", rief Trump vor seinen Anhängern. Anders als bei seinem ersten Auftritt in Nebraska schob der Präsident diesmal jedoch eine Schutzversicherung nach: "Wir werden das nicht zulassen. Wir beschützen unsere Städte. Wir beschützen unser Land." Damit reagierte Trump auf die massive Kritik, die seine ursprünglichen Bemerkungen ausgelöst hatten - insbesondere von führenden Demokraten aus Kalifornien, die seine Worte als gefährlich und verantwortungslos bezeichneten. Videos bei den Netzwerken X und Instagram dokumentieren seine Aussagen.
Donald Trump rechtfertigt seinen Iran-Krieg
Den Stein ins Rollen gebracht hatte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Nebraska. Dort sprach er über die Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran und wählte dabei drastische Worte: "Sie können eine Stadt auslöschen. Lasst sie Los Angeles auslöschen. Lasst sie San Diego auslöschen", sagte der Präsident unter dem Jubel seiner Anhänger.
Die Bemerkungen bezogen sich offenbar auf ein Szenario, in dem der Iran über Atomwaffen verfügen würde. Trump nutzte die Aussagen, um seinen militärischen Kurs gegen Teheran zu rechtfertigen. Er betonte in San Antonio, er habe "keine Wahl" gehabt, wenn die USA den Iran an der Entwicklung von Nuklearwaffen hindern wollten. Die Reaktionen auf seine ursprünglichen Worte fielen jedoch verheerend aus.
Entsetzen nach Donald Trumps Rede - Absetzung gefordert
Besonders heftig reagierten kalifornische Politiker auf Trumps Worte. Gouverneur Gavin Newsom bezeichnete den US-Präsidenten gegenüber "The Hill" als "geisteskrank" und verlangte die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes, der eine Amtsenthebung wegen Amtsunfähigkeit ermöglicht. In den sozialen Medien schrieb Newsom zudem, Trump sei "wahnsinnig und gefährlich" und stachele ausländische Feinde gegen amerikanische Städte auf.
Auch die Stadtoberhäupter der betroffenen Metropolen meldeten sich zu Wort. Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, stufte die Äußerungen als "gefährlich" ein und warnte, sie könnten die Sicherheit der Stadt gefährden. San Diegos Bürgermeister Todd Gloria stellte in einer Erklärung klar, seine Stadt sei "kein Kollateralschaden".
Weißes Haus kontert: "Medienhysterie ohne Realitätsbezug"
Die Regierung wies die Empörung entschieden zurück. Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklärte auf der Plattform X, die "Medienhysterie über die Äußerungen von Präsident Trump" entbehre jeder Grundlage. Trump habe lediglich verdeutlichen wollen, welche Bedrohung amerikanischen Städten gedroht hätte, wäre ein nuklearer Iran nicht gestoppt worden. "Amerika ist dank des Präsidenten sicherer", schrieb Cheung weiter.
Der Iran verfüge weder über Atomwaffen noch über eine Marine, eine Luftwaffe oder finanzielle Mittel. Mit dieser Darstellung versuchte das Weiße Haus, Trumps Worte als hypothetisches Warnszenario einzuordnen - nicht als Gleichgültigkeit gegenüber der Sicherheit kalifornischer Großstädte, wie Kritiker es interpretierten.
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rut/news.de/stg
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