Donald Trump: US-Präsident tobt in Tirade wegen Amtsenthebungsverfahren

Vor laufenden Kameras im Oval Office erklärte Donald Trump, er könne seinen politischen Gegnern Clinton, Biden und Obama "sehr üble Dinge antun". Der US-Präsident fügte hinzu, er dürfe "tun, was immer ich will, wenn ich will".

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump entsetzt mit seinen Äußerungen im Oval Office. (Foto) Suche
Donald Trump entsetzt mit seinen Äußerungen im Oval Office. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump tobt wegen Plänen für Amtsenthebungsverfahren
  • Donald Trump entsetzt mit Rede vor Reportern: "Das ist nicht normal"
  • Donald Trump könnte ein Amtsenthebungsverfahren drohen

Donald Trump hat im Oval Office für Fassungslosigkeit gesorgt. Vor versammelter Presse ließ der US-Präsident eine Tirade los, in der er unverhohlen damit drohte, gegen seine politischen Widersacher Hillary Clinton, Joe Biden und Barack Obama vorzugehen. Die Attacke reiht sich in Trumps jüngste verbale Angriffe ein - unter anderem gegen eine kritische TV-Moderatorin und die US-Zeitung "New York Times".

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Donald Trump tobt wegen Plänen für Amtsenthebungsverfahren

Auslöser für den Trump-Ausbruch war eine Frage von Fox-News-Reporter Peter Doocy zu den mutmaßlichen Plänen der Demokraten, nach einem möglichen Erfolg bei den Zwischenwahlen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einzuleiten. Was als Antwort auf eine journalistische Nachfrage begann, entwickelte sich rasch zu einem bemerkenswerten Ausbruch.

  • "Ich hätte Hillary Clinton, Joe Biden und Barack Hussein Obama sehr üble Dinge antun können", erklärte der US-Präsident wörtlich.
  • Er habe jedoch davon abgesehen, weil man "das Amt des Präsidenten mit Respekt behandeln" müsse.

Dann folgte die Wendung: Er habe schließlich erfahren müssen, dass man ihn gleich zweimal einem Amtsenthebungsverfahren unterzogen habe. Daraus leitete Trump einen bemerkenswerten Schluss ab:

  • "Bis zum heutigen Moment kann ich tun, was immer ich will, wenn ich will."
  • Seine politischen Gegner hätten "sehr schlimme Dinge" getan, "sehr illegale" Dinge - was genau, ließ er offen.

Donald Trump entsetzt mit Rede vor Reportern: "Das ist nicht normal"

Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen vernichtend aus. Der Anwalt Aaron Parnas brachte es auf der Plattform X auf den Punkt: "Das ist keine normale Äußerung für einen Präsidenten." Die demokratische Strategin Leslie Marshall fragte ungläubig, ob Trump das ernst meine - ihr reichten die verfügbaren Zeichen nicht aus, um all die Arten aufzuzählen, auf die er selbst das Amt respektlos behandelt habe.

Die Autorin Jennifer Erin Valent zog einen düsteren Vergleich: Trumps Auftritt wirke wie ein "Geiselvideo" - was insofern passend sei, als das Land von einem "Psychopathen und seinen sich duckenden Gefolgsleuten" als Geisel gehalten werde. Daran trage auch der Supreme Court Mitschuld, der Trump ermögliche, offen zu verkünden, er könne tun, was er wolle.

Donald Trump könnte ein Amtsenthebungsverfahren drohen

Trumps Behauptung, die Demokraten hätten keinen Grund für ein Amtsenthebungsverfahren, steht im Widerspruch zu den bisherigen Forderungen nach einem Impeachment. Demokratische Abgeordnete haben unter anderem Trumps Vorgehen im Krieg gegen Iran als möglichen Grund für ein Amtsenthebungsverfahren angeführt. Zudem wurden bereits Amtsenthebungsartikel gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth eingebracht, unter anderem wegen des Vorwurfs eines nicht vom Kongress autorisierten Militäreinsatzes gegen den Iran.

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