Friedrich Merz: Umfrage-Knall trifft Merz - Mehrheit hält den Kanzler für gescheitert
Es kommt einer politischen Bankrott-Erklärung gleich. Zwei von drei Deutschen halten die Kanzlerschaft von Friedrich Merz einer Umfrage zufolge für gescheitert - im Osten sind es sogar 80 Prozent.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Friedrich Merz gescheitert als Bundeskanzler laut neuer Umfrage
- Koalition im Krisenmodus: Drei Viertel vergeben die Note mangelhaft
- Kein Nachfolger für Friedrich Merz in Sicht
Die Alarmzeichen sind für die Bundesregierung nicht mehr zu übersehen. Aus dem Umfragetief kommt die Koalition nicht mehr heraus. Zwei Drittel der Bundesbürger betrachten die Amtszeit von Friedrich Merz, der zuletzt für einen vermeintlich harmlosen Auftritt in seiner ehemaligen Schule kritisiert wurde, im Kanzleramt als gescheitert.
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Friedrich Merz gescheitert als Bundeskanzler laut neuer Umfrage
Der Umfrage-Knall geht aus einer aktuellen Ipsos-Erhebung für den "Spiegel" hervor.48 Prozent der Befragten teilten die Einschätzung, wonach Merz gescheitert ist, uneingeschränkt, weitere 19 Prozent schlossen sich ihr zumindest tendenziell an - zusammen ergibt das 67 Prozent.
Besonders drastisch fällt das Urteil in den ostdeutschen Bundesländern aus. Dort sehen ganze 80 Prozent die Kanzlerschaft als misslungen an. Im Westen liegt der Wert mit 64 Prozent zwar etwas niedriger, doch auch hier stellt eine klare Mehrheit dem Regierungschef ein vernichtendes Zeugnis aus.
Merz-Regierung im Krisenmodus: Drei Viertel halten Koalitionsarbeit für schlecht
Doch nicht nur Friedrich Merz selbst steht in der Kritik - auch das schwarz-rote Regierungsbündnis hat bei den Bürgern massiv an Rückhalt verloren. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerten 77 Prozent die Zusammenarbeit von Union und SPD als schlecht oder sogar sehr schlecht. Gerade einmal zwölf Prozent sehen die Koalitionsarbeit in einem positiven Licht.
Noch beunruhigender für die Regierung dürfte der Blick in die Zukunft sein: 55 Prozent der Befragten rechnen nicht damit, dass das Bündnis bis zur nächsten Bundestagswahl 2029 Bestand haben wird. Nur 23 Prozent trauen der Koalition zu, die gesamte Legislaturperiode zu überstehen - ebenso viele machten zu dieser Frage keine Angabe.
Kein Nachfolger für Friedrich Merz in Sicht
Wer aber könnte es besser machen? Die Ipsos-Umfrage liefert darauf eine ernüchternde Antwort: praktisch niemand, der derzeit zur Debatte steht. Als den Befragten drei mögliche Unionskandidaten vorgelegt wurden - CSU-Chef Markus Söder, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst -, wählten 43 Prozent die Option "keiner der genannten". Weitere 14 Prozent konnten sich schlicht nicht entscheiden.
Unter den drei vorgeschlagenen Namen schnitt Söder mit 20 Prozent noch am wenigsten schlecht ab. Wüst kam auf 16 Prozent, während Dobrindt mit mageren fünf Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Ein personelles Aufbruchssignal sieht anders aus - die Union hat derzeit nicht nur ein Kanzlerproblem, sondern auch ein Alternativproblem.
- Die Ergebnisse stammen aus zwei voneinander unabhängigen Erhebungen. Die Daten zur gescheiterten Kanzlerschaft und zur Nachfolgefrage ermittelte das Institut Ipsos im Auftrag des "Spiegel" - dafür wurden zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober 2026 rund 2.002 Personen online befragt. Die Erhebung ist laut Institutsangaben repräsentativ.
- Die Bewertung der Koalitionsarbeit sowie die Frage nach deren Fortbestand basieren auf einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Hier nahmen am 6. Oktober 2026 insgesamt 3.525 Personen ab 18 Jahren teil. Auch diese Ergebnisse gelten dem Institut zufolge als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.
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rut/news.de/dpa/stg
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